Magisterium: Der Weg ins Labyrinth
Cassandra Clare, Holly Black
ISBN-10: 3846600040
Bastei Lübbe
336 Seiten, 14,99 Euro
Über die Autorinnen: Cassandra Clare und Holly Black sind beide Bestseller-Autorinnen, die mit ihren Büchern Leser in der ganzen Welt begeistern. Holly Black wurde mit ihrer Fantasy-Reihe „Die Spiderwick-Geheimnisse“ bekannt. Cassandra Clare machte sich zuerst als Autorin von Fan-Fiction einen Namen, bevor sie mit den „Chroniken der Unterwelt“ Erfolge feierte.
Als sich die Autorinnen das erste Mal begegneten, entstand sofort die Idee zu einer gemeinsamen Buchserie. Jahr später fing die damalige Idee endlich Feuer. Plot und Charaktere wurden entwickelt, weitere Details kamen dazu – alles notiert auf Servietten oder Papierfetzen. Als es schließlich mit der eigentlichen Schreibarbeit losging, waren beide ein bisschen nervös, doch das Wunder geschah: Gemeinsam erfanden sie eine neue Welt und eine Geschichte voller Magie und Zauber. Magisterium - -Der Weg ins Labyrinth ist der erste Band einer fünfteiligen Serie.
Kurzbeschreibung: Geschlagen mit einem lahmen Bein und einer scharfen Zunge ist der zwölfjährige Callum nicht gerade der beliebteste Junge auf dem Planeten. Doch das ist erst mal sein geringstes Problem. Denn just in diesem Moment befindet er sich auf dem Weg ins Magisterium. Der unterirdischen Schule für Zauberei. Ein dunkler und geheimnisvoller Ort. Dort soll er bei Master Rufus, dem mächtigsten Magier der Schule, in die Lehre gehen. Doch alles was Call über ihn und das Magisterium weiß, lässt ihn befürchten, das erste Schuljahr nicht lebend zu überstehen - Magisterium - die erste gemeinsame Buchreihe der Bestseller-Autorinnen Holly Black und Cassandra Clare
Meine Meinung: Ginge es nach den Altersempfehlungen des Verlages, die bei Amazon zu diesem Buch zu finden sind, so hätte ich es nicht lesen dürfen, denn da heißt es „Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10-12 Jahre“.
Wie gut, dass ich mich trotzdem gewagt habe, dieses magisch aufgemachte Buch mit dem interessanten Print auf dem Cover und dem Goldschnitt zu lesen, denn sonst wäre mir dieser sehr gut gelungene Auftakt zu einer fünfteiligen, vielversprechenden Serie entgangen.
Callum wurde als Kind in einem der Magierkriege schwer verletzt, seine Mutter getötet. Sein Vater, selbst ein Magier, erzählt ihm nichts davon und tut auch sonst alles, um ihm die Magie und die Zaubererausbildung schlecht zu machen. Trotzdem wird Callum in das Magisterium, eine unterirdische Schule für Magie, aufgenommen, wo er lernen soll, seine Magie unter Kontrolle zu bekommen. Callum, der ein wenig schwierig ist und nie richtige Freunde hatte, muss hier mit zwei weiteren Schülern bei Master Rufus hart lernen. Immer tiefer blickt er hinter das Geheimnis, das ihn und seinen Vater umgibt und immer mehr wird ihm klar, dass er das erste Schuljahr nicht überleben kann…
Wahrscheinlich muss sich zukünftig jedes Buch, das sich mit jungen Menschen beschäftigt, die auf eine Zauberschule gehen, mit Harry Potter vergleichen lassen. J.K. Rowling hat die Messlatte sehr hoch gesetzt und nicht wenige Nachahmer sind schon mit ihren mehr oder weniger blutleeren Zauberlehrlingen daran gescheitert.
Wie ist es nun bei Callum und seinen Freunden? Schon bei der Beschreibung des Magisteriums denkt man unwillkürlich an Hogwarts und auch bei der Schilderung der Beziehungen der einzelnen Schüler zueinander, finden sich ebenso Parallelen zu dem berühmten Vorbild, wie bei der genannten Lehrerschaft. Hier sind meiner Meinung nach dann auch die Schwachstellen zu finden, denn die einzelnen Figuren und auch deren Umfeld sind lange nicht so detailreich und liebevoll ausgearbeitet, wie Harry Potter und Co. Den Personen fehlen die liebenswürdigen Macken und leider allzuoft wird in nur kurzen Sätzen auf sie eingegangen. J.K. Rowling hat aus den Lehrern, aber auch aus den Schülern ihrer Zauberschule „echte Typen“ gemacht - alle auf ihre Art und Weise irgendwie einzigartig und genau das fehlt den Personen in diesem Buch.
Dagegen steht zum Glück die permanente Spannung, die das ganze Buch durchzieht und ab Buchmitte so zunimmt, dass man es nicht mehr aus den Händen legen kann. Genau wie bei Rowling gibt es sehr spannende und bedrückende Momente, es entstehen Konflikte und es findet sich ein absoluter Knaller. Das ist den beiden Autorinnen so gut gelungen, dass man ihnen die etwas lieblose Ausarbeitung ihrer Nebenfiguren, durchgehen lässt und sich trotzdem auf den nächsten Band freut, der hoffentlich recht bald erscheinen wird.
Mein Fazit: Magisterium – der Weg ins Labyrinth ist der Auftakt einer vielversprechenden fünfteiligen Reihe um einen Zauberlehrling und seine Abenteuer. Auch wenn es bei den handelnden Figuren nicht an sein berühmtes Vorbild heranreicht, so bietet es eine ungemein spannende Geschichte, auf deren Fortsetzung ich jetzt schon ungeduldig warte.