Ulrich Raulff - Wiedersehen mit den Siebzigern. Die wilden Jahres des Lesens

  • Titel: Wiedersehen mit den Zwanzigern. Die wilden Jahre des Lesens.
    Autor: Ulrich Raulff
    Verlag: Klett-Cotta
    Erschienen: September 2014
    Seitenzahl: 170
    ISBN-10: 3608948937
    ISBN-13: 978-3608948936
    Preis: 17.95 EUR


    Ulrich Rauff wurde 1950 geboren, studierte Geschichte und Philosophie in Marburg, Frankfurt und Paris, forschte in Europa und den USA.
    Er leitete das Feuilleton der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG, war Leitender Redakteur der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG. Jetzt ist er seit einigen Jahren Direktor des Deutschen Literaturarchivs.


    In diesem Buch philosophiert er über das Lesen in den Siebzigern. Die Siebzigern stehen im Ruf der Wiederholung, es waren die Sechziger die ein Jahrzehnt des Aufbruchs waren. Die Siebziger begründeten der Terrorismus in Deutschland, waren aber bunt, laut und für viele auch dekadent.


    Ulrich Rauff beschreibt seine Leseabenteuer in den verschiedenen Bibliotheken, seine Lesearbeit während des Studiums, das Lösen von literarischen Vorgaben, hin zu selbstgewählter Lektüre. Beeindruckend ist auch, welchen Respekt Ulrich Rauff vor dem geschriebenen Wort hat; Bücher sind in seinen Augen ein unglaublich wichtiges Kulturgut.
    Aber seine Betrachtung sind auch humorvoll, vieles schreibt er mit einem freundlichen Augenzwinkern.
    Und so stellt er fest: Der Text lebt für sich – er braucht eigentlich gar keine Leser.


    Dieses Buch beschreibt aber auch die „Generation Theorie“ - theoriebesessene und anarchielustige Denker beherrschten oftmals die philosophische Szene.


    Ein sehr lesenswertes Buch – ein Buch das erinnert an die Marburger Schule eines Abendroth, an Jürgen Habermas und viele andere. Ein Buch das weniger davon lebt Titel aufzulisten, das vielmehr davon lebt, das Gefühl des Lesens zu vermitteln. 7 Eulenpunkte.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.