• Originaltitel: Suncatcher 1, übersetzt von Petra Koob-Pawis
• Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
• Verlag: cbj ( August 2014)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3570157563
• ISBN-13: 978-3570157565
• Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 11 Jahren
Kurzbeschreibung (Amazon)
Feuer und Eis: Im Reich der Sternenkönigin
Fremde waren sie schon immer – Maia und ihr Vater Tareth, der Seidenweber, die einst an Land gespült wurden wie Strandgut und beim Klippenvolk eine neue Heimat fanden. Doch was ihr wahres Schicksal ist, erfährt Maia erst an ihrem 13. Geburtstag: Sie ist die Sonnenfängerin, die verloren geglaubte Prinzessin eines fernen Reiches. Ein Reich, das vergiftet ist von Hass und Eifersucht und das nur Maia allein retten kann. So tritt sie eine Reise an, die sie ans andere Ende ihrer Welt führen wird, durch unglaubliche Abenteuer und tödliche Gefahren. Sie wird lernen, wer ihre wahren Freunde sind und wer ihre schrecklichsten Feinde. Und sie muss sich entscheiden: Ist sie bereit, ihr Schicksal anzunehmen – auch wenn sie damit verliert, was ihr am teuersten ist?
Über die Autorin
Sheila Rance ist am Meer aufgewachsen – deshalb beginnen Maias Abenteuer in „Sonnentochter“ hoch auf den Klippen über dem Ozean. Die Autorin schrieb die Geschichte, während sie an der Bath Spa University einen Studiengang über Kinder-und Jugendliteratur absolvierte, und gewann damit auf Anhieb den United Artists Preis für das vielversprechendste Roman-Debüt. Sheila Rance ist Lehrerin mit dem Spezialgebiet Legasthenie und lebt heute in Sussex.
Meine Meinung
Sonnentochter - Das Lied der Seide ist der erste Roman von Sheila Rance und bildet den Auftakt einer Trilogie. Der Titel passt ausgezeichnet, Seide und Sonne spielen eine wesentliche Rolle in dieser Geschichte, auch das Cover spiegelt Elemente des Inhalts wider.
Maia war noch ein kleines Mädchen, als Tareth mit ihr floh und die beiden beim Klippenvolk strandeten. Sie haben dort ihren Platz gefunden, blieben jedoch Außenseiter. Tareth hat Maia niemals erzählt, woher sie kamen und was der Grund ihrer Flucht war, all ihre Fragen hat er abgeblockt und sich in Schweigen gehüllt. An Maias 13. Geburtstag wird ihre Welt aus den Angeln gehoben. Sie hat eine Bestimmung zu erfüllen, in der die Sonne und ein Sonnenstein eine wichtige Rolle spielen. Stückchen für Stückchen lüften sich die Schleier um ihre Herkunft. Ein geheimnisvoller Fremder wird an ihre Küste gespült, sie wird angegriffen und verfolgt und alle, die zu ihr stehen geraten mit in Gefahr. Widerwillig begibt sie sich auf die Flucht und auf die gefährliche Reise zu ihren Wurzeln.
Es ist eine schöne Geschichte um Loyalität und Freundschaft auf der einen Seite und skrupelloser Machtgier auf der anderen – und nicht zu vergessen um singende Seide.
Die fantasievollen Schauplätze und viele gut gezeichneten Figuren wie die dickköpfige und willensstarke Maia, der Echsenjunge Kodo und sein brummeliger Großvater haben mir gefallen, trotzdem konnte mich das Buch nicht so richtig fesseln.
Es lässt sich gut lesen und häufig waren einzelne Szenen sehr schön erzählt, aber vieles in der Geschichte bleibt einfach zu vage und oberflächlich. Die Fäden werden nicht stimmig verknüpft, die Handlung entwickelt sich sprunghaft und ohne greifbaren roten Faden, dadurch kam für mich keine richtige Spannung auf.
Meist brauche ich keine Karten und/oder ein Personenverzeichnis, aber hier wäre es meines Erachtens angebracht gewesen. Für ein Jugendbuch ist diese Fantasy-Welt sehr breit angelegt und es gibt eine Vielzahl von Gruppen wie Echsenleute, Seegrasvolk, Pferdehüter, Sumpfherren, Wolfsleute - um nur einige zu nennen. Dazu die jeweils zugehörigen Personen, Tiere (auch mit Namen), Länder und Schauplätze. All das wurde für mich nicht ausreichend voneinander abgegrenzt und erläutert. Auch Maias Reise auf einer Karte verfolgen zu können, die die Orte und Länder zueinander in Beziehung setzt, hätte mir gefallen. Bei Fantasy hilft halt Google meist nicht weiter ;-). Irgendwann hab ich entdeckt, dass man bei Amazon Erläuterungen zu Personen und Orten als Pdf laden kann, doch ich meine, das gehört ins Buch.
Nicht vergessen darf ich die wunderschönen Zeichnungen zu Beginn eines jeden Kapitels :anbet!
Dieser erste Teil der Trilogie endet ohne Cliffhanger und bietet einen durchaus zufriedenstellenden Abschluss ohne drängende Fragen, die mich auf den nächsten Band hin fiebern lassen. So was bin ich gar nicht gewohnt ;-).
Fazit
Eine schöne Geschichte bei der viel „Potential verschenkt wurde“ wie man so sagt und die mich nicht wirklich neugierig auf ihre Fortsetzung gemacht hat.