João Ubaldo Ribeiro gestorben

  • Er ist im Alter von 73 Jahren einer Lungenembolie in seinem Haus in Rio de Janeiro erlegen.


    Bekannte Romane von ihm:
    Das Lächeln der Eidechse
    Leben und Leidenschaft von Pandonar dem Grausamen: Eine Liebesgeschichte
    Der Heilige, der nicht an Gott glaubte




    Über den Autor:
    João Ubaldo Ribeiro wurde 1941 auf der Insel Itaparica, Bahia, geboren. Er ist einer der angesehensten und bekanntesten Autoren Brasiliens. Mit 17 Jahren begann er als Reporter zu arbeiten, später wurde er Chefredakteur der Zeitung ´Jornal de Bahia´. Er studierte Politische Wissenschaften. Er war als Journalist und Hochschuldozent in Rio de Janeiro und in den USA tätig und hat als Stipendiat in Lissabon und Berlin gelebt. Seit 1991 lebt er wieder in Rio. Seinen ersten Roman schrieb Ribeiro mit 21 Jahren, Setembro não tem sentido. International bekannt wurde er 1971 durch den Roman Sargento Getúlio (dt: Sargento Getúlio 1984). Der Roman wurde in zwölf Sprachen übersetzt und erfolgreich verfilmt. 1981 erschienen die Erzählungen Livro de histórias (dt. Der Heilige, der nicht an Gott glaubte 1992), und 1984 der Roman Viva o povo brasiliero (dt. Brasilien, Brasilien 1988). Dieser Roman wird mittlerweile zu den besten und erfolgreichsten Werken der brasilianischen Literatur gezählt.
    1984 erhielt der Autor, dessen Werk mehrfach mit angesehenen Preisen ausgezeichnet wurden, auch einen Preis für sein erstes Kinderbuch, Vida e paixão de Pandonar, o cruel (dt. Leben und Leidenschaften von Pandonar, dem Grausamen JAHR).


    1994 erhielt Ribeiro den Anna-Seghers-Preis. Während seines einjährigen Aufenthaltes in Berlin(DAAD-Stipendium) verfaßte Ribeiro für die Frankfurter Rundschau sehr vergnügliche Kolumnen über das Leben in der nun nicht mehr geteilten Stadt, die in Ein Brasilianer in Berlin zusammengefaßt sind.