'Vulkantöchter' - Seiten 237 - 348

  • Zitat

    Original von SteffiB
    Übrigens finde ich die Stelle auf Seite 292 recht erhellend, was, die Beziehung von Alex und Martin anbelangt.


    Auf jeden Fall. Diese Stelle habe ich mir als für mich sehr wichtig notiert. Nicht nur weil sie diese an die Wand gefahrene Beziehung und die Gründe dafür verständlicher macht, sondern vor allem deshalb, weil mir Alexandra zum ersten Mal wirklich verständlich wird. Die Erkenntnisse, zu denen sie auf S. 291/292 gelangt, sind für mich endlich nachvollziehbar :-]. Wenn Indonesien ihr zu dieser neuen Einstellung verholfen hat, hat sich die Reise für sie auf jeden Fall gelohnt. Mit dieser ganzen Fassade des Perfektionismus hat sie sich nie wohl gefühlt und jetzt gesteht sie es sich endlich ein.
    Sogar ihre Tasche stellt sie in Frage :rofl.
    Ich bin ganz sicher, dass Alexandra schwanger ist, nach der Äußerung von Birgit auf S. 293. "Aber du bist doch..." Erst dachte ich, dass Alexandra Martin schon damit konfrontiert hat, aber ich habe noch mal in der Eingangsszene nachgeblättert und der Dialog im Flugzeug scheint mir eher darauf hinzudeuten, dass Martin noch nichts weiß.


    Die Freaks wollen Martin tatsächlich verschleppen und ihn der Göttin opfern, ich kann`s noch gar nicht glauben - bizarr in diesem Jahrhundert. Allerdings scheint in Pulau Melate die Zeit stehen geblieben zu sein, jedenfalls in den Köpfen von Menschen wie Kebale.


    Ich denke, Keke wird noch eine Rolle spielen und den "underdog" abschütteln. Dieses Glitzern in seinen Augen und sein Interesse für die "große Welt" lassen mich das vermuten :grin.


    Die Sache, wie das Tattoo auf Martins Brust kam ist ausgesprochen fantasievoll und hat so einen leicht mystischen Touch :grin.


    Und nun schließen sich die drei so verschiedenen Frauen zu Martins Befreiung zusammen. Ich bin total gespannt wie es ausgehen wird. Und vor allem, ob Graeme noch auftaucht.

  • Mir ist Alexandra in diesem Abschnitt auch sympathisch geworden. Sie hat sich tatsächlich zu ihrem Vorteil verändert und auch ihr Verhältnis zu Birgit ist jetzt freundschaftlicher :-]


    Seite 292 fand ich auch sehr informativ. Ich denke auch, daß Alexandra schwanger ist.


    Außerdem erfahren wir wie es zu Martins Tattoo gekommen ist. Ich selbst habe kein Tattoo, aber mich interessiert es immer warum sich Leute welches Tattoo stechen lassen und wie sie in der Öffentlichkeit damit umgehen.


    Ob die Entführung Martins noch klappt? Ich hoffe es nicht :-(

  • Zitat

    Original von beowulf
    Typisch Frauen. Klar der Mann ist das Arsch. Das der Alexandra zuliebe sein Leben, seinen Beruf und seine Freiheit aufgegeben hat interessiert euch nicht. Alexandra hat ihn gnadenlos ausgebeutet und unterdrückt, dass der Kerl dann mal ausflippt ist doch nur normal. Nur ihr Wille zählt, diese Egomanin lernt doch erst was sie angerichtet hat.


    Mag sein, aber ich denke, dass Alexandra hier noch nicht an dem Punkt angelangt ist das zu erkennen.

  • Zitat

    Original von LumosWenn Indonesien ihr zu dieser neuen Einstellung verholfen hat, hat sich die Reise für sie auf jeden Fall gelohnt. Mit dieser ganzen Fassade des Perfektionismus hat sie sich nie wohl gefühlt und jetzt gesteht sie es sich endlich ein.
    Sogar ihre Tasche stellt sie in Frage :rofl.


    Ja, dies sit die Schlüsselszene zu Alexandras Wesen. Als ich zu Schreiben begann, der Plot der gesamten Geschichte stand schon, war übrigens Birgit als Hauptfigur geplant. Doch nach etwa einem Drittel des Schreibens ging mir auf, dass Birgit, so gerne ich sie auch mag, gar nicht zur Hauptfigur taugt. Sie ist sehr geradlinig und vorhersehbar, weil sie viele wichtige Entscheidungen in ihrem Leben schon getroffen hat. Sie ist immer sie selbst. Alexandra wiederum wurde immer interessanter, außerdem wurde mir klar, dass sie, wenn sie immer nur zickig ist, zu einem Abziehbild wird, einem Klischee, das nur Mittel zum Zweck ist. Ich habe mich dann eingehend mit ihr beschäftigt, ihre Motivationen hinterfragt und festgestellt, dass sie die perfekte Hauptfigur ist. Eine, die eine echte Entwicklung durchmacht, eine, deren Charakter es sich lohnt, ihn auszuloten.


    Die Tasche konnte ich mir nicht verkneifen :grin Eine Tasche als Symbol für innere Entwicklung fand ich reizvoll, hihi ...

    Ship me somewhere's east of Suez,
    where the best is like the worst,
    where there aren't no ten commandments
    an' a man can raise a thirst


    Kipling

  • Zitat

    Original von Richie
    Mir ist Alexandra in diesem Abschnitt auch sympathisch geworden. Sie hat sich tatsächlich zu ihrem Vorteil verändert und auch ihr Verhältnis zu Birgit ist jetzt freundschaftlicher :-]


    Die "echte" Alexandra war ja verschüttet. Eingezwängt in ein Korsett aus Konventionen. Sie kannte sich selbst nicht, hatte keine Vorstellung davon, dass das Leben auch anders funktionieren kann als so, wie es ihr in ihrer Familie beigebracht wurde. Es gibt diese Menschen, die unglaublich stark wirken, weil sie über eiserne Selbstdisziplin verfügen. Ich halte Alex für eine ganz tolle Frau, die aber nie mal über die Strenge schlagen durfte.


    Zitat

    Original von Richie
    Außerdem erfahren wir wie es zu Martins Tattoo gekommen ist. Ich selbst habe kein Tattoo, aber mich interessiert es immer warum sich Leute welches Tattoo stechen lassen und wie sie in der Öffentlichkeit damit umgehen.


    Das war der Trigger fürs Buch, jener kleine Widerhaken im Kopf, der die Geschichte ins Rollen gebracht hat. Mittlerweile sind so viele Menschen tätowiert, und gerne auch mit den sogenannten Tribal Tatoos. Ich habe mich oft gefragt, ob die Leute eigentlich wissen, was sie sich da unter die Haut malen lassen. Und was es für Konsequenzen haben kann, wenn man aus Versehen das falsche Tattoo erwischt.


    Apropos Tattoo – dazu gibt es eine dieser wunderbaren kleinen Anekdoten, die den Entstehungsprozess eines Romans begleiten.
    Ich oute mich jetzt und gebe zu, dass ich kein Tattoo habe. Ergo habe ich auch keine Ahnung, wie man das macht, wie die Geräte aussehen, wie es sich anfühlt. Glücklicherweise ist es in Hamburg überhaupt kein Problem, diese Wissenslücke zu füllen. Und wenn, dann aber richtig, dachte ich mir, und habe in "Deutschlands älteste Tätowierstube" am Hamburger Berg auf St. Pauli angerufen und gefragt, ob ich mal neugierige Fragen stellen darf. Günter Götz, der Besitzer, war am Telefon und lud mich gleich freundlich ein.


    Hier der Link: http://www.die-aelteste.de


    Ich verbrachte daraufhin einen ganzen Tag dort, habe mir alles erklären lassen, zugeschaut, wie ein junger Mann eine Meerjungfrau auf den Unterarm tätowiert bekam (und diesen ausgequetscht, wie er sich fühlt), Motive betrachtet, Bücher gewälzt, Fragen gestellt … Günter Götz ist ein wandelndes Lexikon, wenn's ums Tätowieren geht. Ich habe viele Ideen und Fakten fürs Buch sammeln können.
    Als Günter dann Feierabend machte und wir uns vor seinem Laden verabschiedeten, bemerkte er, dass ich schon der zweite Schriftsteller sei, der bei ihm im Laden herumgehangen hätte. Ich wurde hellhörig. Wer denn der andere gewesen sei? Ein Ami, älter, sagte er. Jetzt war ich elektrisiert. Erinnerst du dich an seinen Namen? Nein, leider nicht. Könnte er John geheißen haben? Günter lachte. Ja, tatsächlich, John hieß er! Jetzt war ich völlig aus dem Häuschen. Günter, könnte es ein, dass dieser Mann

    hieß?
    Er war's, recherchierte für

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    Kipling

  • Zitat

    Original von beowulf
    Wobei es sicher auch Taschen in Rucksackform vom In- Designer gibt.


    Bestimmt. Aber ein Rucksack zerknautscht das champagnerfarbene Reisekostüm :grin

    Ship me somewhere's east of Suez,
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    Kipling

  • Zitat

    Original von Richie
    Außerdem erfahren wir wie es zu Martins Tattoo gekommen ist. Ich selbst habe kein Tattoo, aber mich interessiert es immer warum sich Leute welches Tattoo stechen lassen und wie sie in der Öffentlichkeit damit umgehen.


    Ich habe seit etwa 20 Jahren ein Tatoo auf dem linken Schulterblatt, ein Sanskrit-Zeichen. Eigentlich wollte ich es mir in Hongkong stechen lassen, habe dann aber doch lieber gewartet, bis wir wieder zu Hause waren :-) Man sieht es nur, wenn ich ein Top oder einen Badeanzug trage. Es ist blasser geworden im Laufe der Jahre und meistens vergesse ich, dass ich es habe. :-)
    Geschichten, dass irgendwer sich in betrunkenem Zustand ein Tatoo stechen lässt, gibt es ja viele. Ist also gar nicht so weit hergeholt.

    Zitat

    Original von Lumos
    Die Sache, wie das Tattoo auf Martins Brust kam ist ausgesprochen fantasievoll und hat so einen leicht mystischen Touch :grin.


    Das habe ich auch so empfunden. Fehlte bloss noch, dass der Inhaber des Studios auch ein Nachfahre von Marr'tin ist :grin


    Zitat

    Original von SteffiB
    Alexandra wiederum wurde immer interessanter, außerdem wurde mir klar, dass sie, wenn sie immer nur zickig ist, zu einem Abziehbild wird, einem Klischee, das nur Mittel zum Zweck ist. Ich habe mich dann eingehend mit ihr beschäftigt, ihre Motivationen hinterfragt und festgestellt, dass sie die perfekte Hauptfigur ist. Eine, die eine echte Entwicklung durchmacht, eine, deren Charakter es sich lohnt, ihn auszuloten.


    Die Tasche konnte ich mir nicht verkneifen :grin Eine Tasche als Symbol für innere Entwicklung fand ich reizvoll, hihi ...


    Alexandra ist eine wirklich gelungene Hauptfigur, vor allem ihre Entwicklung macht Spass. Am Anfang konnte man sich so herrlich über sie aufregen und nun wird sie immer sympathischer. Dass sie Birgit den Kopf hält, als die über der Schüssel hängt, das fand ich schon bemerkenswert. Das kann nicht jeder. Mir wird schon automatisch schlecht, wenn ich diese Würgegeräusche hören. Je mehr sie ihre "tollen" Klamotten ablegt, desto mehr legt sie auch von ihrem wahren Ich frei. Je tiefer es in die abgelegenen Winkel von Indonesien geht, desto mehr Vertrauen entwickelt sie zu sich selbst. Das gefällt mir gut.


    Und Martin ist für mich kein Arsch, der ist halt ein schwacher Mensch und ein Träumer. So jemanden kann man sich eine Zeitlang halten und dann schickt man ihn am besten auch wieder fort. Zum Heiraten taugt so jemand überhaupt nicht.


    Zitat

    Original von Lumos
    Und nun schließen sich die drei so verschiedenen Frauen zu Martins Befreiung zusammen. Ich bin total gespannt wie es ausgehen wird. Und vor allem, ob Graeme noch auftaucht.


    Da habe ich die Hoffnung auch noch nicht ganz aufgegeben. Für Birgit würde ich mich freuen, wenn sie erführe, was mit ihm passiert ist. Egal ob er noch lebt oder nicht, hätte sie Gewissheit über sein Schicksal, könnte sie gedankllich mit ihm abschließen und Ruhe finden.


    Kebale in seinem Machthunger geht also über Leichen. Das scheint überall auf der Welt gleich zu sein :grin :-( Und er schickt seine Handlanger, um Martin zu entführen. Es sieht tatsächlich so aus, als wollte er ihn der Göttin opfern. Der Aberglaube ist ein mächtiges Mittel, um ein Volk in Angst und Schrecken zu versetzen und so in Schach zu halten.

  • Zitat

    Original von beowulf
    Typisch Frauen. Klar der Mann ist das Arsch. Das der Alexandra zuliebe sein Leben, seinen Beruf und seine Freiheit aufgegeben hat interessiert euch nicht. Alexandra hat ihn gnadenlos ausgebeutet und unterdrückt, dass der Kerl dann mal ausflippt ist doch nur normal. Nur ihr Wille zählt, diese Egomanin lernt doch erst was sie angerichtet hat.


    Ich unterstelle dir da einfach mal, dass du einen wichtigen Punkt einer gesunden Beziehung nicht begriffen hast. Wenn man dem Parter nämlich in der Originalausgabe nicht passt, dann passt rein gar nix und der Untergang ist vorprogrammiert. Martins Entscheidung, alles aufzugeben, macht ihn zum Arsch des Buches, nicht seine Handlungen, welche nur die logischen Folgen dieser Entscheidung sind.


    Leute, die eine Beziehung über alles andere stellen, und dem Partner hechelnd hinterherdackeln bis sie umfallen, sind Leute, die nie Verantwortung übernehmen, einen schwachen, unreifen und untreuen Charakter haben und allen schwierigen Situationen ausweichen wollen (der Begriff des Sneaker-Males aus der Verhaltensbio trifft dieses Charakerwesen wirklich ziemlich treffend ;-) ). Wenn Martin auch nur ansatzweise Charisma hätte, hätte er sich schon Anfang 20 eingestanden, dass Alexandra zwar eine schöne Frau aber sonst auch nix für ihn ist, und daher vielleicht als vorübergehende Freundin aber nicht als Ehefrau in Frage kommt (und vice versa hätte es auch so sein sollen). Dann hätte er seinen Beruf behalten, keine Depressionen bekommen, hätte nicht angefangen wie ein Kaninchen rumzupoppen, sondern hätte irgendwann vielleicht eine etwas weniger attraktive, dafür nette Naturfotografin oder sonst was geheiratet und wäre glücklich geworden.
    Sorry, aber wenn sich Männer ihr Leben nur für lange, blonde Haare und einen Knackarsch wissentlich zur Sau machen, dann muss man echt kein Mitleid haben. Das sind Männer, die man sich noch nicht mal mit dem Rücken ansehen muss, sondern links liegen lassen kann, egal wie gewinnend sie in die Runde lächeln können.
    Natürlich muss man sich auch sagen, dass Alexandra genau so blöd war, ihn zu heiraten. Er ist für sie sicherlich auch nicht mehr als ein Ventil gewesen, um ihre Unzufriedenheit mit dem Elternhaus kundzutun (à la "seht her, ich rebelliere gegen euch, indem ich einen unkonventionellen Draufgänger heirate"), was natürlich genau so kindisch und unreif ist.
    Klar unterdrückt sie ihn dann, wenns ums echte Leben geht. Aber auch hier ist Martin der Versager, denn spätestens dann müsste er sich wehren, anstatt auf seinem bequemen Opfer-Sessel Platz zu nehmen (was ich sehr vielen Ehefrauen im echten Leben vorwerfe, die sich über die schlechte Stellung der Frau in der Gesellschaft beschweren).

  • Zitat

    Original von JaneDoe


    Das habe ich auch so empfunden. Fehlte bloss noch, dass der Inhaber des Studios auch ein Nachfahre von Marr'tin ist :grin


    Aber er ist doch der Nachfahre! Marr-Tin ist nach seiner Flucht noch einige Jahre zur See gefahren und dann nach Amsterdam zurückgegangen. Seine eigene Tätowierung hat ihn auf die Idee gebracht, selbst zu tätowieren, und er hat es geschafft, eine Tätowierstube zu eröffnen. Oder aber sein Sohn (den er irgendwann in Amsterdam zeugte), war so fasziniert von der Tätowierung auf Papas Brust, dass er Tätowierer werden wollte. das ist nicht allzuweit her geholt, oder?

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    Kipling

  • Liebe Midori, ich bin Scheidungsanwalt mit 25 Jahren Berufserfahrung. Wenn du dir den Inhalt des Buches auf deine Theorien zubiegst, von mir aus. In meinem Buch steht nichts von "rumpoppen wie ein Kaninchen". Ansonsten bleibe ich bei meiner Meinung wie ich sie im Fäden zum letzten Abschnitt dieses Buches geäußert habe.

    Nemo tenetur :gruebel


    Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes andereen übersiet :grin


    :lesend  :lesend

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  • Zitat

    Original von beowulf
    So natürlich nicht. Fremdgehen dient dem Wiederaufbau des beschädigten Egos. Heile Welt gilt im Verhältnis zur Ehefrau. Dazu braucht man(n) Kraft und Ego. Deshalb lässt sich das problemlos unter einen Hut bringen.


    Als ich diesen Post von dir gerade gefunden habe, hätte ich kotzen können. Ein Mann, der seinen Ego mit Fremdgehen am Leben erhalten muss, ist so dermassen ein Omega-Tier, dass er weder Kraft noch Ego hat, sondern nur seine (berechtigten) Minderwertigkeitskomplexe damit überspielen will, was natürlich nie klappen wird (und daher mit Arroganz, Ignoranz und der Opferrolle einfach ausgeblendet wird). Es tut mir echt leid für dein Weltbild, aber heutzutage gibt es halt einfach viele Frauen, die denken können und mit der finanziellen Unabhängigkeit höhere Ansprüche an Männer haben und vor allem durchsetzen können (weshalb du wahrscheinlich nie unter Auftragsmangel mittelalter Paare leidest).


    Deine Schlussfolgerung im anderen Thread, dass die ein super Ehepaar abgeben, wenn nur Alexandra den Schariabuckel macht, ist menschenverachtend. Wahrscheinlich will dir nicht in den Kopf, dass Alexandra (stellvertretend für eine Durchschnittsfrau des echten Lebens) durch das Lösen von den Vorstellungen ihres Vaters nur noch stärker und unabhängiger im Leben steht (sie wird noch viel Alpha-mässiger durch die gewonnene Erfahrung, Weisheit und Selbstsicherheit), und sich dadurch noch viel, viel weiter von einem jämmerlichen Davon-Laufer wie Martin entfernt. Eine Beziehung einer solchen Frau mit einem solchen Mann wäre ein gerade zu lächerlicher Mummenschanz.


    Ich frage mich immer wieder warum viele Männer eigentlich eine Marien-Figur im Kopf haben, wenn sie das Wort "Frau" hören, und dann 1000 Meter in die Tiefe fallen, wenn sie von einer Frau nach Strich und Faden ausgenommen werden. Natürlich sind Frauen genau so herzlos, gewalttätig und skrupellos wie Männer, warum sollten sie anders sein? Nur weil in den Medien krampfhaft was anderes vorgegaukelt wird? Denkste... Und deshalb versuchen auch sehr viele Frauen ihre zukünftigen Exmänner zu psychisch zu zerstören, um sich für all die Ungerechtigkeiten und Demütigungen zu rächen, wenn sie ihr ganzes Leben lang wie ein wertloses Objekt behandelt wurden. Das ist dann wahrscheinlich das, was du als Anwalt mitbekommst und nicht begreifst.


    Und natürlich habe ich mit meiner Aussage Recht, als junge Frau mit vielen Freundinnen jeden Alters muss ich es schliesslich wissen. JEDE Frau die ich kenne, verachtet Sneaker-Männer, auch deren Geliebte, die sie in der Regel einfach nur finanziell ausnehmen. Steffanie beschreibt das in ihrem Buch übrigens auch recht gut, als sich Sien von Martin mit Geschenken überhäufen lässt und sich auch sonst die ganze Reise bezahlen lässt. Die Ehefrauen, die immer noch mit solchen Männern zusammen sind, tun das nur, weil sie noch zu einer Generation gehören, in der Mädchen keine guten Ausbildungen machen durften und daher finanziell von diesen Männern abhängig sind. Aber die sind alle totunglücklich! Von wegen heile Welt, echt mir kommt die Galle hoch.




    So, und weiter werde ich mich zu diesem Thema nicht äussern, schliesslich geht es hier um das Buch. (Aber solche Chauvi-Aussagen bringen mich einfach immer zum Kochen. :schlaeger Wenn ich mal 30 bin, werde ich wahrscheinlich die Souveränität und Gelassenheit haben, solche Leute, Aussagen, Posts etc einfach mit Nichtachtung zu würdigen... :-)

  • Zitat

    Original von JaneDoe
    Ja, die Welt ist klein :grin


    Jaaa, ich finde das im Buch ein bisschen zu viel des guten Zufalls. Die Wahrscheinlichkeit, dass Martin den Nachfahren von Martjin trifft, sich erst noch das Tatoo machen lässt, und sich dann 20 Jahre später in einem riesigen Archipel mit Millionen von Einwohnern ausgerechnet vor einer Nachfahrin von Martjin auszieht, tendiert doch im wahren Leben eher gegen null... :lache . Aber irgendwie muss man seine Entführung ja begründen... :grin aaach, ich bin schon gespannt auf den Showdown...!

  • Zitat

    Original von Midori


    Jaaa, ich finde das im Buch ein bisschen zu viel des guten Zufalls. Die Wahrscheinlichkeit, dass Martin den Nachfahren von Martjin trifft, sich erst noch das Tatoo machen lässt, und sich dann 20 Jahre später in einem riesigen Archipel mit Millionen von Einwohnern ausgerechnet vor einer Nachfahrin von Martjin auszieht, tendiert doch im wahren Leben eher gegen null... :lache . Aber irgendwie muss man seine Entführung ja begründen... :grin aaach, ich bin schon gespannt auf den Showdown...!


    Nun, dass er einen Tätowierer findet, dessen schönes Ladenschild ihn bannt, finde ich überhaupt nicht zufällig. Das ist eben so. Man findet ja auch zufällig im Laden eine Jacke, die man unbedingt haben muss. Passiert halt.


    Mit seiner Entscheidung, sich das Motiv tätowieren zu lassen, stellt er die Weichen für später. Er hätte sich ja auch gegen das Tattoo entscheiden können. Aber jetzt wird's eben doch ein wenig mystisch. Ich spiele ja in der Geschichte die ganze Zeit mit der rationellen und der mystischen Ebene. Martin sollte von Sien gefunden werden. Das Schicksal wollte es so. Oder eben Ravuú.


    Glaubt mir, ich habe gerade dort hinten in Nusa Tenggara Timur, aber auch später in Malaysia ein paar Dinge erlebt, die rational definitiv nicht zu erklären sind. Ich mag die mystische Komponente, sie ist ein wichtiger Bestandteil des Buchs, sonst hätte ich es ja auch nicht so geschrieben. Aber das mag natürlich jeder anders sehen – ist Geschmacksache. :-]

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    Kipling

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von SteffiB ()


  • 1. Obiges Zitat von mir ist eine Beurteilung des Verhaltens einer Romanfigur, nicht meine Meinung oder Einstellung. Ich bin seit 16 Jahren glücklich verheiratet und hege die berechtige Hoffnung, dass meine Frau mir genauso treu geblieben ist, wie ich ihr. Das obwohl wir 850 km voneinander entfernt leben.


    2. Schariabuckel? (Nur meine gute Kinderstube verhindert, dass ich hier einen Smiley namens Pille setze). Ich habe ausgeführt, dass die geschilderten Ereignisse auf beide ausreichend Eindruck gemacht haben dürften, ihre Beziehung zu überdenken und wenn beide ihre Stärken und Schwächen besser akzeptieren ihre Beziehung eine Zukunft haben kann.


    3. Entschuldige ich deine Entgleisungen einfach damit, dass ich davon ausgehe, dass du noch nie eine Beziehung hattest, die so lange angehalten hat wie die von Alexandra und Martin.


    4. Im Übrigen- natürlich kommt es vor, dass Mandantinnen mir vermitteln, dass sie sich als Frauen wie ein wertloses Objekt behandelt vorgekommen sind, das muss aber offenbar ein Wessiproblem sein. Hier kommt das so gut wie nie vor, mangelndes Selbstwertgefühl ist bei uns die absolute Ausnahme.


    5. Martin wird von Alexandra ausgehalten, deine Aussage sind daher insoweit nicht nachvollziehbar.

    Nemo tenetur :gruebel


    Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes andereen übersiet :grin


    :lesend  :lesend

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  • Zitat

    Original von Lumos
    Ich bin ganz sicher, dass Alexandra schwanger ist, nach der Äußerung von Birgit auf S. 293. "Aber du bist doch..."


    Ja, bei der Äußerung scheint die Schwangerschaft eindeutig zu sein. Vorher mit dem Alkohol fand ich nicht ganz so überzeugend oder zwingend. Kann ja nicht sein, dass Frauen vom Verzicht auf Alkohol schwanger werden, oder? :grin



    Zitat

    Original von Lumos
    Und vor allem, ob Graeme noch auftaucht.


    Mystik und phantastische Abenteuer in allen Ehren, aber das wäre mir dann etwas zuviel. Graeme verschwindet in Indien und taucht dann in Indonesien wieder auf? Deuten seine roten Haare etwa auf einen Vulkanausbruch hin? Nein, das bitte nicht. :lache



    Zitat

    Original von SteffiB
    Die Tasche konnte ich mir nicht verkneifen :grin Eine Tasche als Symbol für innere Entwicklung fand ich reizvoll, hihi ...


    So schön ich ja lange blonde Haare auch finde, aber Du hättest hier auch mal die Scheere gebrauchen können. So lange Haare sind doch im Dschungel auch unpraktisch. Schnipp schnapp und die Alexandra ist eine Alex und erfindet sich neu.



    Ansonsten: Ganz schön viel los in Ubud. Die Story zur Herkunft des Tatoos hat mir gefallen. Ein Tatoo am Körper finde ich auch bei einigen ganz gut, manche Menschen sehen aber einfach nur noch vollgekritzelt aus. Die Frage "Wissen die eigentlich, was sie da machen?" sollte manchmal nicht nur bei der Bedeutung von Tatoos gestellt werden, sondern auch bei der Anzahl.

  • Zitat

    Original von xexos


    Ja, bei der Äußerung scheint die Schwangerschaft eindeutig zu sein. Vorher mit dem Alkohol fand ich nicht ganz so überzeugend oder zwingend. Kann ja nicht sein, dass Frauen vom Verzicht auf Alkohol schwanger werden, oder? :gri
    :lacht


    Vieleicht ja doch? Vorsicht, Männer!


    Zitat

    Original von xexos
    Mystik und phantastische Abenteuer in allen Ehren, aber das wäre mir dann etwas zuviel. Graeme verschwindet in Indien und taucht dann in Indonesien wieder auf? Deuten seine roten Haare etwa auf einen Vulkanausbruch hin? Nein, das bitte nicht. :lache


    Andererseits – die roten Haare könnten als Symbol für Feuer stehen :gruebel :schnellweg


    Zitat

    Original von xexos
    So schön ich ja lange blonde Haare auch finde, aber Du hättest hier auch mal die Scheere gebrauchen können. So lange Haare sind doch im Dschungel auch unpraktisch. Schnipp schnapp und die Alexandra ist eine Alex und erfindet sich neu.


    Zopf, die Antwort ist Zopf. Am schlimmsten sind mittellange Haare. Die bekommt man nicht aus dem Gesicht. Aber im Ernst: gute Idee. Vielleicht aber in diesem Stadium zu rabiat. Vielleicht in einem Jahr. (Außerdem haben fast alle SO-Asiatinnen wunderschöne sehr lange Haare.)

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    Kipling

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  • Zitat

    Original von SteffiB


    :lacht
    Vieleicht ja doch? Vorsicht, Männer!


    Dann glaube ich schon eher, dass der Konsum von koffeinfreiem Kaffee graue Haare macht. Kann man oft beobachten. :grin



    Zitat

    Original von SteffiB
    (Außerdem haben fast alle SO-Asiatinnen wunderschöne sehr lange Haare.)


    Lange Haare sind ja auch ein Schönheitsmerkmal. In Bezug dazu mal ne andere Frage: Wikipedia schreibt "Mit ungefähr 200 Millionen Muslimen stellt Indonesien den Staat mit der größten muslimischen Bevölkerung der Welt dar." Warum verfolgen die denn nicht die Idiotie Ideologie, dass Haare die Männer irritieren und kirre machen wie es im nahen Osten gedacht wird, so dass die Frauen dort ihre bösen Haare verstecken müssen? Dagegen scheint ja dann folglich der ferne Osten richtig fortschrittlich.