"Notizen einer Verlorenen" von Heike Vullriede

  • •Broschiert: 260 Seiten
    •Verlag: Luzifer; Auflage: 1 (28. November 2013)
    •Sprache: Deutsch
    •ISBN-10: 3943408221
    •ISBN-13: 978-3943408225


    Inhaltsangabe:


    Im dämmrigen Licht alter Petroleumlampen in einer verlassenen Scheune entdeckt ein Unbekannter die Leiche von Sarah. Fliegen schwirren um ihren Kopf, der unter der Last eines schweren Ofens Teil einer bizarren Maschinerie zerquetscht wurde. Unter ihrem Körper findet sich ein rotes Notizbuch. Es enthält Aufzeichnungen der letzten Wochen ihres jungen Lebens: die Notizen einer Verlorenen


    Autoreninfo:


    Heike Vullriede wurde 1960 in Essen geboren und lebte 47 Jahre im 'Pott'. Seit 2008 wohnt sie im münsterländischen Reken und ist Mitglied in der Autorinnenvereinigung e.V. sowie der Künstlervereinigung Rekener Farbmühle e.V. Sie ist verheiratet und Mutter von drei Kindern.
    Ihr Debüt-Roman "Der Tod kann mich nicht mehr überraschen" erschien im Sommer 2012 im Luzifer Verlag Steffen Janssen. 2013 folgte mit "Notizen einer Verlorenen" ein weiterer spannender Roman im selben Verlag.


    Meine Meinung:


    Titel: Suizid als letztes Mittel?


    Das überaus ansprechende Cover ließ mich auf dieses Buch aufmerksam werden und auch der Klappentext klang sehr aussichtsreich.


    Zunächst einmal startete die Geschichte vielversprechend, denn wir werden mit dem Tod der Hauptprotagonistin Sarah konfrontiert. Wie ist es zu ihrem Tod gekommen? Der unbekannte Finder ihrer Leiche entdeckt unter ihrem leblosen Körper ein rotes Notizbuch, in dem sie ihr Leben der letzten Wochen beschreibt und was der Finder hier zu lesen bekommt, ist keine leichte Kost.


    Der Finder liest genau das, was wir Leser selbst lesen, nämlich die Notizen einer Verlorenen.


    Leider ist die Geschichte um Sarah dann doch nicht so vielversprechend wie uns der Klappentext glauben lassen will.


    Hat mir der Einstieg gut gefallen und war ich über die Begebenheit wie Sarah gestorben ist geschockt, wird sehr schnell klar, dass das Buch nicht wirklich mehr zu bieten hat. Alle vorgestellten Charaktere bleiben blass und werden nur an der Oberfläche beschrieben. Ich konnte mich nicht einmal ansatzweise mit dem Hauptcharakter Sarah identifizieren, man versteht ihr Handeln nicht und oft erschien sie mir für ihr Alter einfach nur unreif.


    Die Autorin wollte hier ein sehr ernstes Thema, nämlich Suizid, bearbeiten, tut dies jedoch leider sehr schwach. Die Lektüre bedrückt und man gerät ins Grübeln, jedoch konnte sie mich zu keiner Zeit wirklich fesseln. Spätestens ab der Mitte des Buches hatte ich auch bald keine Lust mehr zu lesen, aber da ich noch auf ein fulminantes Ende hoffte, las ich weiter.


    Das Ende des Buches wartet zwar mit drastischen Wendungen auf und ein wenig Spannung kommt dann doch noch auf, jedoch empfand ich es als zu sehr an den Haaren herbei gezogen.


    Fazit: Schwere Kost mit guter Grundidee, die in meinen Augen jedoch schlecht umgesetzt worden ist. Dieses Buch empfehle ich daher eher nicht weiter. Ich wäre nicht traurig, wenn ich es nicht gelesen hätte.


    Bewertung: 3/ 10 Eulenpunkten

  • Meine Meinung:
    Das Buch beginnt mit dem Ende. Und zwar dem Lebensende von Sarah und somit wusste ich als Leserin gleich, das es nicht gut ausgehen wird für die Hauptperson des Buches. Das tat aber der Geschichte keinen Abbruch. Hauptsächlich dreht es sich um das Thema Selbstmord, welches hier aufgegriffen wird, aber irgendwie konnte es mich nicht richtig packen und mitnehmen. Die Charaktere und die Story an sich blieben für mich so farblos, so schwarz-weiß, wie das Cover, welches ich allerdings sehr passend finde.
    Die Gedankenwelt der Personen hätte man noch tiefer, eindringlicher und intensiver beschreiben können, was bei dem Thema Selbstmord bestimmt auch oftmals so ist, aber das kam mir irgendwie zu kurz und zu oberflächlich rüber.
    Der Klappentext hat, meiner Meinung nach, mehr versprochen, als letztendlich gehalten.