Nach dem mehr als nur großartigen Beginn der Reihe mit "The Way of Kings" waren meine Erwatungen an dieses Buch entsprechend hoch und ich hatte wirklich Sorge, dass es entäuschend sein könnte. Aber Mister Sanderson versteht sein Handwerk. Words of Radiance war noch epischer und spannender als sein Vorgänger.
Was hauptsächlich daran liegt, dass es dieses mal keine hundert Seiten lange Einleitung der Charaktere gibt. Die Geschichte schließt genau dort an, wo sie nach Way of Kings aufhörte. Und es geht ziemlich schnell zur Sache.
Die Dynamik dieses Buches ist eine ganz andere, weil nach kurzer Zeit alle Hauptcharaktere auf den Shattered Plains versammelt sind. Dadurch ist der Perspektivenwechsel nach den Kapiteln nicht mehr so störend, weil das gleiche Geschehen nur durch andere Augen fortgeführt wird. Hier kann ich schon mal verraten, dass zu Kaladin, Dalinar und Shallan jetzt auch Adolin zu den POV Charakteren gehört.
Die Story wird sehr schnell voran getrieben. Szeth lässt nicht lange auf sich warten.
Zum Fortgang der Geschichte will ich nicht zu viel verraten. Nur so viel
Kaladin muss seinen Hass für den eingetroffenen Amaram irgendwie in den Griff bekommen
Shallan,...., das kann ich jetzt nicht mal andeuten. Es würde den Spaß nehmen.
Dalinar ist wie gehabt, damit beschäftigt die Welt zu retten.
Das Buch hält konstant die Spannung auf einem sehr hohen Level, selbst die Interludes waren nervenaufreibend. Da sie dieses mal mit der Handlung direkt zu tun hatten und sich in den Feindeslagern abspielte. Die mehr als 1000 Seiten haben sich weggelesen wie nichts.
Aber das Ende!! Was für ein fulminanter Showdown. Gänsehaut pur!
Die, die den ersten Teil liebten, werden hier nicht enttäuscht. Words of Radiance ist GENAUSO gut wie sein Vorgänger. Wenn Sanderson dieses schwindelerregend hohe Niveau auch bei den nächsten acht Büchern halten kann, erschafft er gerade ein Meisterwerk der Fantasy.
Ganz klar 10 Punkte und das bisherige Jahreshighlight.