Juliet Ashton - Ein letzter Brief von dir

  • Juliet Ashton - Ein letzter Brief von dir


    Taschenbuch: 416 Seiten
    Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. Februar 2014)
    Originaltitel: The Valentine's Card


    Über den Autor


    Juliet Ashton stammt aus Irland und lebt heute mit ihrer Familie und ihren Haustieren in London. «Ein letzter Brief von dir» ist ihr erster Roman.


    Kurzbeschreibung


    Jede Geschichte hat zwei Seiten. Und jede Liebe ihr Geheimnis. Als Orla am Valentinstag einen Brief von ihrem Freund erhält, rechnet sie fest mit dem lang ersehnten Heiratsantrag. Doch bevor sie den Umschlag öffnen kann, kommt der schreckliche Anruf: Sim ist in London auf der Straße zusammengebrochen. Er ist tot. Orla steht unter Schock. Wie soll sie weiterleben ohne Sim? Und warum rät ihr sein bester Freund so eindringlich, die Valentinskarte nicht zu öffnen? Orla war doch Sims große Liebe. Und er ihre. Als Orla krank vor Kummer nach London reist, um mehr über Sims letzte Tage zu erfahren, wird ihr klar, wie wenig sie ihren Freund kannte. Und noch bevor sie Sims Valentinskarte öffnet und seine letzten Worte liest, ist sie selbst ein anderer Mensch geworden …


    Meine Rezension


    Der 14. Februar 2012 wird ihr großer Tag. Davon ist Orla überzeugt. An diesem Tag wird ihr Sim endlich den langersehnten Heiratsantrag machen. Voller Ungeduld nimmt sie die Valentinskarte, die Sim ihr aus London geschickt hat in Empfang und dann passiert das Unglaubliche... Reece, Sim's Agent, ruft sie aus London an und teilt ihr mit, dass Sim gestorben ist. Ihr Sim. Einfach weg. Einfach auf der Straße zusammengebrochen. Für Orla bricht eine Welt zusammen.


    In ihrer Trauer gefangen reist Orla nach London um Sims Wohnung auszuräumen und sich auf die Suche nach seinem Tagebuch zu machen. Orla will es unbedingt finden und als Andenken an Sim behalten. Die Valentinskarte reist mit ihr. Ungeöffnet. Orla schafft es einfach nicht sie zu lesen.


    In London taucht sie ein in den Alltag von Sim. Sie lernt Leute kennen, mit denen Sim seine letzten Monate verbracht hat, zieht in seine Wohnung über der Buchhandlung und freundet sich mit Maude, der Besitzerin der Wohnung und der Buchhandlung an. Insbesondere sie ist es, die Orla immer wieder aufbaut und mit ein Grund dafür, warum Orla sich dazu entschließt, im eigentlich verhassten London zu bleiben.


    Doch zwei Dinge bleiben für Orla ein großes Rätsel. Wo ist Sims Tagebuch geblieben und warum wollen sie alle davon abhalten, die Valentinskarte zu lesen?? Doch Orla muss es tun. Sie muss die letzten Worte von ihrem Sim lesen. Sie will sich ihm noch einmal richtig nahe fühlen und dann neu beginnen. Orla öffnet die Karte, liest und bereut im nächsten Moment, sie nicht doch verbrannt zu haben....


    Meine Meinung


    Ich bin ziemlich zwiegespalten. Juliet Ashton wird in anderen Rezensionen häufig mit Cecelia Ahern verglichen. Diese Meinung teile ich allerdings nicht. Auch wenn ich kein großer Fan (mehr) von Cecelia Ahern bin muss ich sagen, dass Juliet Ashton keinesfalls mit ihr verglichen werden kann. Juliet Ashton schreibt nicht annähernd so gefühlvoll wie Cecelia Ahern. Emotionen werden nicht richtig rüber gebracht und die Figuren bleiben relativ farblos. Ich nehme Orla ihre Trauer nicht ab, ihre Gefühle und Handlungen sind sehr oft nicht nachvollziehbar und das Ende ist - mit Ausnahme einer Kleinigkeit - wahrlich keine Überraschung. In diesem Buch stecken viele schöne/traurige/spannende Dinge, die leider nicht gut umgesetzt wurden, da Juliet Ashton überall nur an der Oberfläche kratzt. Manchmal poltert die Handlung nur so dahin und ich hatte an der ein, oder anderen Stelle das Gefühl, dass Frau Ashton hier einen Geistesblitz hatte, den sie noch schnell miteinbringen musste, ohne die Zeit zu haben, näher darauf einzugehen.


    Dennoch muss ich sagen, dass mich das Buch auf eigenartige Weise unterhalten hat. Vielleicht habe ich diese Woche genau so ein Buch gebraucht. Dieses vor sich hin plätschern hat mir abends beim Abschalten geholfen und mich ab und zu zum Schmunzeln gebracht. Lange im Gedächtnis bleiben wird es mir aber nicht, da ich es doch mit einer gewissen Gleichgültigkeit beiseite lege.


    Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht.


    Ich gebe dem Buch 5 Eulenpunkte.


    Liebe Grüße


    Finnia

  • Danke Finnia für die in meinen Augen "perfekte" Rezension des Buches.


    Ich habe "Ein letzter Brief von Dir" zeitgleich wie Finnia gelesen und kann mich ihr in allen Punkten nur anschließen.


    Während Cecilia Ahern mich zwar nicht von der Handlung her vom Hocker reißt, aber sehr wohl Emotionen bei mir auslösen kann und diese auch ziemlich gut "rüber" bringt, ist das bei Juliet Ashton in keinster Weise der Fall. Ich war weder emotional betroffen, noch habe ich mit Orla mitgelitten. Im Gegenteil...viele Handlungen Orlas waren für mich nicht nachvollziehbar und teilweise ging sie mir sogar auf die Nerven.
    Auch das Juliet Ashton versucht hat, noch den ein oder anderen emotionalen Nebenschauplatz mit einfließen zu lassen, war zwar von der Idee her gut, aber miserabel umgesetzt. Viel zu oberflächlich und nicht bis zum Ende hin durchdacht.


    Auch von mir ein: Kann man lesen, wenn man es nicht tut, ist auch nicht schlimm....


    :wave
    Sweetie


    :lesend: Feuer und Stein

  • Ein wenig OT, aber ich war vollkommen irritiert, weil die Autorin genauso heißt, wie die Hauptprotagonistin in unserer geliebten "Deine Juliet", aber nach einer kurzen Inspizierung habe ich feststellen können, dass der Inhalt gar nichts für mich ist, worin mich Eure Rezensionen bestätigen.


    doppelgängergrüße von Elbereth :wave

    “In my opinion, we don't devote nearly enough scientific research to finding a cure for jerks.”

    ― Bill Watterson

  • Ich habe das Buch (ebook) gerade ausgelesen und muss sagen, ich bin froh... Das Cover total ansprechend, der Klappentext verspricht gute Unterhaltung... Aber das war es auch schon mit positiven Eindrücken. Das Geschichte war insgesamt sehr langatmig. Ich bin mit keiner einzigen Person "gut Freund" geworden, der Erzählstil war zwar fließend und aber eher monoton und gefühllos... Muss man nicht gelesen haben :-(

  • Ich habe das Buch vor ein paar Tagen beendet und auch nachdem ich es ein wenig hab sacken lasse, wird meine Beurteilung nicht wirklich überragend ausfallen. Im Grunde fasst es Finnia wirklich super zusammen.
    Bis Mitte des Buches fand ich es ganz gut - nichts weltbewegendes und markerschütterndes - aber ganz unterhaltsam. Doch dann wurde es mir teilweise zu irre. Zu viele Dramen spielten sich ab und es wurde mir zu unrealistisch und abgedreht. Schade eigentlich, aus dem Stoff hätte man mehr machen können und somit kein Buch, welches ich unbedenklich weiterempfehlen würde.


    Deshalb auch von mir nur 5 von 10 Punkten.

  • Oh. ... Das war mein Osterwichtelbuch. ... Es subbt noch. Mal sehen, wann ich noch mal Lust habe, ein "normales Buch" zu lesen und wie es mir dann gefällt.

    Zündet man eine Kerze an,erhält man Licht.Vertieft man sich in Bücher,wird einem Weisheit zuteil.Die Kerze erhellt die Stube, das Buch erleuchtet das Herz.


    (Sprichwort aus China)

  • Wie man am Datum sieht, habe ich das Buch sehr lange gehört. Jetzt ungefähr 1 Std. vor dem Ende habe ich es endgültig zur Seite gelegt - es zieht sich sowas von, ich mag nicht mehr. Sympathisch wird mir Orla jetzt bestimmt nicht mehr werden.


    Von diesem Buch hatte ich mir eindeutig mehr Unterhaltung versprochen :-(

  • Das Buchcover gefiel mir so gut und auch der Klappentext verleitete mich - ich wollte es unbedingt lesen. Weil ich vermeide Bücher anzuschaffen, die es nicht länger ins Regal schaffen und auch geduldig war, habe ich es mir vor dem Wochenende ausgeliehen.


    Es lässt sich flüssig lesen, ist in viele Kapitel unterteilt, doch das Buch packte mich nicht und lässt mich enttäuscht zurück. Es ist ein Schulnote 3-Buch. Muss man nicht lesen, alle anderen Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe, waren um Längen besser. Schade um das schöne Buchcover!


    Was bin ich jetzt froh, dieses und das zweite Buch der Autorin letzte Woche nicht gebraucht gekauft zu haben, standhaft geblieben zu sein = Geld gespart!

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)