LiBeraturpreis 2014

  • Das Halsband der Tauben - Raja Alem



    Kurzbeschreibung:
    In einer Gasse in Mekkas Altstadt wird eine unbekannte Tote gefunden, nackt, mit entstelltem Gesicht. Die Bewohner sind in Aufruhr, und allmählich kommen verborgene Geheimnisse an den Tag: verbotene Liebesbeziehungen, Familientragödien, aber auch zwielichtige Geschäfte inmitten dieser aufgewühlten Stadt, in der religiöse Tradition und brutale Spekulation aufeinanderprallen.
    Inspektor Nasser wird mit der Untersuchung beauftragt. Er taucht ein in die Lebensgeschichten von zwei vermissten Frauen, die an den Hindernissen ihrer Umgebung zerbrochen sind. Bald stößt er auf bedrohliche Mächte: Korruption und Immobilienprojekte bedrohen die alte, ehrwürdige, heilige Stadt Mekka.
    Raja Alems Mekka ist ein Ort der Gegensätze: aufrichtig und bestechlich, reich und arm, sündig und rein. Geschichte, Gegenwart und Fantasie vereinigen sich zum Lebensbild einer Stadt, die so in der Literatur noch nie beschrieben wurde.

  • Bis nächstes Jahr im Frühling - Hiromi Kawakami



    Kurzbeschreibung:
    Noyuri und Takuya sind seit sieben Jahren verheiratet, als Noyuri erfährt, dass ihr Mann ein Verhältnis hat. Bisher war sie von ihrer Ehe wenig begeistert. Doch jetzt, als Takuya ihr die Trennung vorschlägt, erkennt sie, wie sehr sie an ihm hängt. Auf einer gemeinsamen Reise wird sich entscheiden, ob sie es wagt, auf eigenen Beinen zu stehen. Kawakami, die Meisterin atmosphärischer Liebesgeschichten, erzählt, wie eine Ehe und Liebe zerbricht. Auf lakonische Weise erzeugt sie eine große psychologische Spannung und zeigt, dass sich selbst hinter den alltäglichen Ereignissen ein menschliches Drama verbergen kann. Ein poetischer Roman aus Japan über die großen menschlichen Fragen und die Tragik falscher Entscheidungen.

  • Schwarze Galle - Sema Kaygusuz



    Kurzbeschreibung:
    Ob Melancholie, Tristesse, hüzün Sema Kaygusuz, die weise Poetin unter den türkischen Prosaautoren, dekliniert mit kristallklarer, bildstarker Sprache die "schwarze Galle" in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen durch. Den Erzählfaden geben der Autorin die bekannte Istanbuler Dichterin BirhanKeskin und deren überwache Empfindsamkeit an die Hand: Ihre Fähigkeit, mehr wahrzunehmen als andere, verbindet sieben voneinander unabhängige Geschichten, die wie Perlen an einer Schnur aufgereiht sind. Sieben melancholische, von großer menschlicher Wärme getragene Geschichten, die uns vor Augen führen: Am verletzlichsten ist der Mensch in Schmerz und Kummer. Was den Leser das schwarze Gefühl trotzdem gern ertragen lässt, ist Sema Kaygusuz betörende Sprachkunst. Beschreibt sie Feigen oder Wein, speist sie den Leser gleichsam mit der Frucht, macht ihn mit Rebsaft trunken etwas als Meister seiner Kunst erschaffen und es dann als Geschenk an andere weiterreichen, darauf kommt es Sema Kaygusuz mit jedem Wort neu an.

  • Die Autobiographie meiner Mutter - Jamaica Kincaid



    Kurzbeschreibung:
    70jährig, berichtet die Farbige Xuela Claudette Richardson über ihr Leben, das geprägt ist von Verlusten und besonders von der Abwesenheit der Mutter, die bei ihrer Geburt starb. Diese Lebensbeschreibung einer ungewöhnlichen Frau ist untrennbar mit der Geschichte der karibischen Inseln verbunden, über denen noch immer der Schatten der Kolonialzeit liegt. "Jamaica Kincaid hat eine wahrhaft düstere Meditation über das Leben geschrieben

  • Der Krieg der Bastarde - Ana Maria Maia


    Kurzbeschreibung:
    Amadeu wittert seine große Chance, als er eine Tasche voll Kokain aus dem Chefbüro der Pornoproduktionsfirma entwendet, für die er arbeitet. Er macht es zu Bargeld, um seine Geliebte Gina Trevisan, eine illegale Preisboxerin, von ihren Schulden zu befreien und mit ihr ein neues Leben zu beginnen. Den Erlös und einen Rest des Kokains versteckt er unter den Dielen eines Dachbodens. Doch dann kommt alles anders, Amadeu wird überfahren.
    Kaum einer weiß, dass Amadeu nicht mehr lebt, und die Suche nach ihm, nach dem Stoff und dem Geld bringt immer groteskere Situationen hervor. Auftragskiller jagen den Toten, der Chef der Produktionsfirma braucht einen neuen Kühlschrank und mehr Geld, Amadeus ehemaliger Vermieter quartiert nach einem brutalen Boxkampf dessen Geliebte Gina bei sich ein, und der Erzähler zieht auf den Dachboden, ohne zu ahnen, dass unter seinen Füßen Tausende Real verborgen liegen.
    Ana Paula Maia bedient sich in ihrem unterhaltsamen und packenden Roman eines schwindelerregenden Reservoirs an Situationskomik mit absurden Zufällen, Toten und zwielichtigen Gestalten, die sich ihren Lebensunterhalt mit Raub, Mord, Organhandel, kultigen Pornofilmen und Drogengeschäften verdienen, mit einstürzenden Fußböden und einem Schmuck schluckenden, koksenden Chihuahua. Krieg der Bastarde widmet sich mit Witz, Härte und Melancholie den Verkommenen, Maßlosen und Abtrünnigen und führt den Leser in cineastischer Manier in die Halbwelt einer modernen brasilianischen Großstadt.

  • Vor dem Verdursten - Kettly Mars



    Kurzbeschreibung:
    Haiti, Anfang 2011. Fito Belmar könnte als Erfolgsautor und Architekt ein ruhiges Leben zwischen seinen Freunden und seiner Geliebten führen, wäre da nicht eine dunkle Seite seiner Persönlichkeit, die er in Canaan, einem Lager für Erdbebenopfer, auslebt. »gelobten Land« in der Nähe der Hauptstadt leben in Notunterkünften aus Plastikplanen über 80 000 Menschen; Gewalt, Bandenkriminalität, Drogenhandel und Prostitution sind allgegenwärtig. Fito, der ursprünglich im Rahmen eines Projekts zur Verbesserung der Lebensbedingungen in das Lager gekommen ist, kämpft vergeblich gegen seine Neigung zu den blutjungen Mädchen an, die sich dort aus Not dem Meistbietenden hingeben. Der Besuch von Tatsumi, einer japanischen Journalistin, die eine Reportage über Haiti verfassen soll, bringt ihn zusätzlich in Bedrängnis: Fito muss sein Geheimnis vor ihr verbergen, fühlt sich aber auch zu ihr hingezogen.

  • heißt das wirklich Liberaturpreis oder Literatur???
    Bin etwas irritiert ob der Überschrift aber es geht doch um Bücher???
    Den link probier ich gleich mal aus, danke Herr Palomar :-)


    ok hab gegoogelt, alles richtig, hatte bisher noch nie was von gehört.

    "Leute die Bücher lesen, sind einfach unberechenbar." Spruch aus "Wilsberg "
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