'Jane Austen - Eine Biographie' - Kapitel 01 - 03

  • Zitat

    Original von Tempe


    :gruebel Aber läßt nicht diese Aussage der Autorin darauf schließen, das Janes Eltern lobenswerter Weise die Bildung ihrer Töchter nicht egal war, wohl aber, wo diese herkam?? :gruebel


    Ich habe nicht den Eindruck, dass Janes Eltern zu den Schlimmsten der damaligen Zeit gehörten. Emotional schienen wohl alle etwas defizitär zu sein. Eigentlich auch kein Wunder, wenn man bedenkt, wie die Kinder aufwachsen mussten. Abgeschoben, ungeliebt, als Nervfaktor betrachtet. Da kann man ja nur bestenfalls ein seelischer Krüppel werden und ansonsten ein kleiner bis mittelgroßer Psycho.


    Mir hätte es das Herz gebrochen, wenn mir jemand mein Neugeborenes weggenommen hätte.

  • Ich glaube die Frauen/Mütter wurden auch schon so erzogen und konnten daher auch vielleicht keine große Bindung zu ihren Kindern aufbauen. Für die war Kinder kriegen wohl eine lästige Pflicht, und nach der Geburt war der "Job" erst mal erledigt.

  • Ja so war es wohl damals...Gott sei dank hat sich das geändert!
    Ich finde es auch schrecklich ,man stelle sich vor 10Kinder zu gebären und dann bei der 11 Geburt zu sterben!(Francis Frau ,Mary )
    Wohl in der damaligen Zeit nichts ungewöhnliches aber nichts desto trotz tragisch.

    :lesend : Eleanor Brown "Die Shakespeare-Schwestern "


    :lichtBeim Lesen läßt sich vorzüglich denken L.Tolstoi

  • Zitat

    Original von Tempe


    :gruebel Aber läßt nicht diese Aussage der Autorin darauf schließen, das Janes Eltern lobenswerter Weise die Bildung ihrer Töchter nicht egal war, wohl aber, wo diese herkam?? :gruebel


    Ich hab4e das einfach so verstanden, daß Jane Austen da ihre Eltern mit hat einfließen lassen; im weiteren Verlauf des Buches hatte ich an so mancher Stelle das Gefühl, als ob sie Bei Mr. Bennet auch an ihren Vater und bei Mrs. Bennet mit an ihre Mutter gedacht hat.



    Zitat

    Original von Rosha
    Ich habe nicht den Eindruck, dass Janes Eltern zu den Schlimmsten der damaligen Zeit gehörten.


    Zu den Schlimmsten sicherlich nicht, aber doch anders, als wir uns heute Eltern vorstellen würden.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Bei so vielen Kindern, konnte eine Frau ja nicht mehr arbeiten gehen. Schrecklich! Die Frauen waren doch Gebärmschinen. Obwohl man bereits im 18. Jahrhundert verhüten konnte. Ich habe mal gegoogelt, Casanaova verwendet bereits Kondome im 18. Jahrhundert. Bereits im Mittelalter wurde derart verhütet. :yikes


    Bewunderswert finde ich, dass die Mädchen eine gute Schulbildung hatten. Jane musste ja gut Englisch (Grammatik, Schreibweise) können, um ein Buch zu schreiben.

    Don't live down to expectations. Go out there and do something remarkable.
    Wendy Wasserstein

  • Das Wort Gebärmaschine trifft den Nagel auf dem Kopf!An was es wohl lag ,dass keine Kondome benutzt wurden? Wohl an der Aufklärung....Das Casanova bereits auch Kondome benutzt hat zur damaligen Zeit war mir auch neu ,man lernt immer wieder was dazu :-) !

    :lesend : Eleanor Brown "Die Shakespeare-Schwestern "


    :lichtBeim Lesen läßt sich vorzüglich denken L.Tolstoi

  • Das Wort Gebärmaschine trifft den Nagel auf dem Kopf!An was es wohl lag ,dass keine Kondome benutzt wurden? Wohl an der Aufklärung....Das Casanova bereits auch Kondome benutzt hat zur damaligen Zeit war mir auch neu ,man lernt immer wieder was dazu!

    :lesend : Eleanor Brown "Die Shakespeare-Schwestern "


    :lichtBeim Lesen läßt sich vorzüglich denken L.Tolstoi

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  • Zitat

    Original von SiCollier
    Ich hab4e das einfach so verstanden, daß Jane Austen da ihre Eltern mit hat einfließen lassen; im weiteren Verlauf des Buches hatte ich an so mancher Stelle das Gefühl, als ob sie Bei Mr. Bennet auch an ihren Vater und bei Mrs. Bennet mit an ihre Mutter gedacht hat.


    :grin Die Ärmste, ich hoffe es mal nicht für sie, denn Mrs Bennent ist einfach nur furchtbar! ;-) :grin Sie mag vielleicht Züge von Mrs Austen zeigen, aber ich denke, die Romanfigur ist doch kräftig überzeichnet.


    Zitat

    Rosha
    Mir hätte es das Herz gebrochen, wenn mir jemand mein Neugeborenes weggenommen hätte.


    :write
    Ihr habt sicherlich recht, für die Frauen dieser Zeit war es wohl die gängige ,Mode', ihre Kinder weg zu geben. Ich dachte bei Lesen nur, daß das 18./19. Jahrhundert schon sehr aufgeklärt war, aber was die Kinder angeht, kommt es mir schlimmer vor als das finsterste Mittelalter!

  • Wenn ich davon lese, wie reduziert das Leben der Frauen damals war, bin ich so, so, soooo froh, jetzt leben zu dürfen und nicht damals. Nahezu permanent schwanger, überlegt euch mal, was das für eine massive Ausbeutung der Körper war. Wenn man nicht ohnehin im Kindbett gestorben ist.


    Und vom Sex hatten die Frauen sicher auch nichts. Verheiratet mit Männern, die entweder viel älter oder häßlich waren und in die sie in den meisten Fällen kein Stück verliebt waren - gräßlich!

  • Zitat

    Original von Tempe
    Sie mag vielleicht Züge von Mrs Austen zeigen, aber ich denke, die Romanfigur ist doch kräftig überzeichnet.


    Ja sicher überzeichnet. Aber das Vorbild ist doch noch zu erkennen. :chen


    Und na ja, sooo lange ist das alles noch nicht her. Meine Großmutter (Jahrgang 1886) hatte bis 1931 elf Kinder, von denen zehn überlebt haben. Dann, kurz vor der Geburt meiner Mutter, starb der Großvater. Da blieb es dann bei den Kindern ...

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")