Liebeserklärung - Michael Lentz

  • Taschenbuch: 192 Seiten
    Verlag: Fischer


    Kurzbeschreibung:
    Erklär mir Liebe! Michael Lentz erzählt in diesem Buch die Geschichte einer Trennung, einer neuen Liebe und einer winterlichen Reise durch Deutschland, das ein Land im Abschwung ist oder gilt das nur für den mit seiner Liebe verzweifelt Kämpfenden? Grenzüberschreitend offen und unerschrocken ungerecht, so laut, dass die leisen Töne wieder hörbar werden, erklärt Michael Lentz seine Liebe und geht aufs Ganze. Diese "Liebeserklärung" ist ein unerhörtes, zudringliches, schamloses, hasserfülltes, zärtliches Buch, eine kompromisslose Erzählung und eine Zumutung in einem so bisher nicht gehörten emotionalen und erotischen Ton. Diese Liebeserklärung vergisst man nicht.


    Über den Autor:
    Michael Lentz, 1964 geboren. Autor, Musiker, Herausgeber. Zuletzt erschienen: ›Pazifik Exil‹ (Roman), ›Warum wir also hier sind‹ (Theaterstück), ›Offene Unruh‹ (Gedichte) und die Essay- und Aufsatzsammlung ›Textleben‹


    Mein Eindruck:
    Ein katastrophal schlechtes Buch, welches Bachmann-Preisträger Michael Lenzt als erstes Prosawerk 2003 vorgelegt hat.
    So sieht also ein Buch aus, was wahrscheinlich auf langen ICE-Zugfahrten geschrieben wurde. Ein Nichts an Story, lange eintönige Monologe, gestelzter Stil. Mit Obszönitäten versucht Lentz seinen Roman über Trennung und neue Beziehung zu erhöhen, doch ohne Erfolg.


    Der Klappentext wirbt mir dem Versprechen, "diese Liebeserklärung vergisst man nicht." Doch dieses inhaltliche Nichts vergisst man, sobald man das Buch erleichtert zugeklappt hat. Zuletzt habe ich nur noch vorgeblättert. Wirklich langweilig!


    Das ist ein Buch, welches nur verbiesterte Literaturkritiker begeistern kann. Mit Sprache wird erstaunlicherweise kaum gearbeitet.
    Ich hatte von Michael Lentz, der als Sprachkünstler immer ernsthaft gewirkt hat, nicht solch schwache Prosa voller Phrasen erwartet. Eine richtige Enttäuschung.
    Mehr als 2 Punkte ist nicht drin.