Frederik J. Duparc
Carel Fabritius. 1622 - 1654
Carel Fabritius' erhaltenes Œuvre, so dachte man bis Anfang der 1980er Jahre, bestünde aus lediglich acht Bildern. Bei der Explosion des städtischen Pulvermagazin in Delft 1654 kam Fabritius tragisch ums Leben, und mit ihm gingen zahlreiche seiner Bilder verloren. Erst ein 1985 entdecktes Gemälde ermöglichte es, dem Ausnahmemaler weitere Bilder einwandfrei zuzuordnen. Seine Meisterschaft schon in frühen Jahren war von solcher Qualität, dass man diese Werke lange Zeit Rembrandt zuschrieb. Aufgrund seines originellen Strichs, seiner außergewöhnlichen Kreativität und Lichtbehandlung gilt er neben Rembrandt und Jan Vermeer zu den Meistermalern des holländischen 17. Jahrhunderts. Dieser Band führt durch sein Leben und Schaffen, mit zahlreichen Skizzen und Vergleichswerken.
Text Englisch. 104 Abbildungen. 160 Seiten. Fadenheftung. Großformat 23x29 cm. Leinen.
Ich habe mir diesen Bildband in Ergänzung zu Donna Tartts "The Goldfinch" gekauft. Fabritius' Gemälde gleichen Namens spielt dort eine zentrale Rolle und die Mutter des Helden erklärt das Bild und die Geschichte des Malers so anschaulich, dass ich mehr dazu wissen wollte.
Das vorliegende Buch ist ein Ausstellungskatalog, der vor rd. 10 Jahren anläßlich der Ausstellung zu Fabritius' 350. Todestag erschien. Seit "The Goldfinch" der Öffentlichkeit Ende des 19. Jahrhunderts zugänglich gemacht wurde, ist es das beliebteste Gemälde von Fabritius. Was ich verstehen kann, denn seine anderen Gemälde sind doch - zumindest für mich - typisch für die sog. alten Meister der Niederlande.
Die Schaffenszeit Fabritius' wird ausführlich beschrieben, wie auch seine einzelnen Gemälde, begleitet von vielen farbigen Abdrucken. Derzeit gibt es den Bildband über Amazon von Zweitausendeins für EUR 9,95 zu kaufen. Absolut super Preis-/Leistungsverhältnis.
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