'Doktor Schiwago' - 1. Buch - Anfang bis Ein Mädchen aus anderen Kreisen

  • Zitat

    Original von Lipperin
    Das geht, glaube ich, vielen so. Selbst wenn man nicht weiß, von wem etwas ist, aus irgendeinem Grund erkennt man einen russischen - oder muss man sagen slawischen? - Autoren. In der Regel jedenfalls.


    Da ich noch nicht viele (bis gar keine?) anderen slawischen Autoren gelesen habe (jedenfalls fallen mir aus dem Stegreif keine ein), kann ich das nicht vergleichen.



    Zitat

    Original von Lipperin
    Den Film habe ich übrigens nie gesehen. Ich glaube auch nicht, dass ich ihn mir anschauen würde, ich habe ein Bild von den handelnden Personen, das mag ich mir nicht wegnehmen bzw. überlagern lassen. Die Musik habe ich mir allerdings jetzt angehört, es ist ja ... nun ja ... ziemlich eingängig. Ich würde nicht sagen wollen, dass ich diese Melodie mit dem Roman in Verbindung bringen würde, eher ... da ich schon im zweiten Abschnitt bin ... ich musste hin und wieder an Strawinskys Sacre denken.


    Ja, Verfilmungen können schwierig sein. Bei mir war es ja so, daß mich die Verfilmung angeregt hat, das Buch zu lesen. Maurice Jarres Musik ist gewißlich eingängig; "Weißt Du wohin" war vor Jahren (ich meine etwa 1969) ein Hit, den Karel Gott auf Deutsch gesungen hat.



    Zitat

    Original von Lipperin
    Edit macht mich darauf aufmerksam, dass ich verstärkt darauf achte, mal Skrjabin-Anklänge zu "hören", fühlen. Jener war für Pasternak Vorbild, er begann seinetwegen Musik zu studieren. Daran muss ich immer wieder denken, wenn ich Bilder von Pasternak sehe, er hat wirklich Pianistenhände.


    Danke für den Hinweis, hatte ich auch gelesen. Allerdings ist, wenn ich das richtig überblicke, Skrjabin in meiner CD-Sammlung so gut wie nicht vertreten. Das sollte ich wohl mal ändern.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Zitat

    Original von SiCollier


    Zu spät. Ich geh mal suchen ... :grin



    Und danke für die Buchhinweise, sind notiert. :-)


    Drei gebundene Bände in ... äh ... sowjetrot, erschienen beim Aufbau-Verlag Berlin 1955, und das alles für schlappe 5 Euro. Da kann man nicht meckern.


    Und drum hab ich noch gekauft:
    Ilja Ehrenburg, Menschen Jahre Leben, drei gebundene Bände Memoiren, Verlag Volk und Welt, Berlin 1978
    und
    Valentin Katajew, Meine Diamantenkrone, gebundene Ausgabe, Verlag Volk und Welt, Berlin 1982.


    Die beiden letztgenannten Werke habe ich nur gekauft, weil Pasternak darin positiv erwähnt sein soll. Gans schön plöd, nicht? :wow :pille

  • Zitat

    Original von Lipperin
    Die beiden letztgenannten Werke habe ich nur gekauft, weil Pasternak darin positiv erwähnt sein soll. Gans schön plöd, nicht? :wow :pille


    Ne, ganz und gar nicht. Ich habe schon Bücher aus weit "geringeren" Gründen gekauft. :rolleyes :grin



    Zitat

    Original von Karthause
    "Der Leidensweg" wäre ja ein gutes Buch für eine Russen-LR im nächsten Herbst. ;-)


    Soll ich das als Zaunpfahl verstehen? :grin

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

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  • Zitat

    Original von Karthause
    Nö, Lipperin, das ist es bestimmt nicht. Ich habe auch gelegentlich solche Kaufargumente. :lache


    "Der Leidensweg" wäre ja ein gutes Buch für eine Russen-LR im nächsten Herbst. ;-)


    Wenn du so lange warten kannst ;-)
    Den "Leidensweg", immerhin auch wieder drei Bände, würde ich auf jeden Fall gerne mitlesen. Ein Tolstoi, den ich noch nicht gelesen habe - da komme ich auf keinen Fall vorbei.
    Aber nichts so bald, ja? :wave

  • Zitat

    Original von Clare
    Aber nichts so bald, ja? :wave


    Also jedenfalls nicht vor Februar, denn so gerne ich möchte, aber realistischerweise bin ich lesemäßig gesehen bis dahin "dicht". Danach bin ich wieder zu "Schandtaten" bereit. :grin :wave





    Mal sehen, ich kann dann ja ggf. einen LR-Vorschlag erstellen und wegen Termin fragen, da können wir absehen, ob es überhaupt gewünscht wird (wir also genug werden), ob es dann schon gewünscht wird oder erst im Herbst.
    Mein November ist leserundenmäßig voll, der Januar auch, um im Dezember möchte ich keine machen, außer evtl. Weihnachtsbücher, die ich sowieso lesen will.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • :lache Auch wieder wahr. Melde also gehorsamst, daß ich Zaunpfähle gesehen habe. :grin



    Nebenbei bemerkt habe ich gerade mal nach einer Ausgabe vom "Leidensweg" geguckt. Da wir noch ein bißchen Zeit haben, werde ich mir in aller Ruhe eine aussuchen, die mir zusagt (sofern die Beschreibungen stimmen). Denn dieses Werk befindet sich - soweit ich weiß - nicht in meiner Bibliothek, was zu meinem Entsetzen hin und wieder tatsächlich auch mal vorkommt. ;-)

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")


  • Wollt ihr es so bald lesen? Ich hatte gemeint gelesen zu haben, dass es um den nächsten Herbst ging...


    Ich weiß nicht, wie es im Frühjahr bei mir aussehen wird. Erfahrungsgemäß habe ich eher im Herbst/Winter Lust auf Tolstoi...
    Wenn es also wirklich im Frühjahr schon sein soll. muss ich mal schauen. :wave

  • Zitat

    Original von Clare
    Wollt ihr es so bald lesen? Ich hatte gemeint gelesen zu haben, dass es um den nächsten Herbst ging...


    Ich weiß nicht, wie es im Frühjahr bei mir aussehen wird. Erfahrungsgemäß habe ich eher im Herbst/Winter Lust auf Tolstoi...


    Sorry, mein Fehler, da habe ich etwas falsch verstanden. Im Prinzip lese ich "Russen" auch lieber im Herbst. (Im Sommer habe ich in einem anderen Forum eine Dostojewskij-Leserunde ausfallen lassen, weil ich zwar Dostojewskij ungemein mag, aber im (Früh-)Sommer ist das denn doch nicht das Richtige für mich).


    "Der stille Don" hatte auch rund ein halbes Jahr Vorlauf, bis es klappte. Ich behalte das im Hinterkopf und eröffne vielleicht im Frühjahr einen Vorschlagsthread für Herbst. Bei so einer langen Vorlaufzeit kommen vielleicht noch mehr dazu. Dann kann ich mir auch in aller Ruhe eine Buchausgabe (aus-)suchen und auf die richtige Gelegenheit warten. :-)
    :wave

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Zitat

    Original von SiCollier


    Sorry, mein Fehler, da habe ich etwas falsch verstanden. Im Prinzip lese ich "Russen" auch lieber im Herbst. (Im Sommer habe ich in einem anderen Forum eine Dostojewskij-Leserunde ausfallen lassen, weil ich zwar Dostojewskij ungemein mag, aber im (Früh-)Sommer ist das denn doch nicht das Richtige für mich).


    "Der stille Don" hatte auch rund ein halbes Jahr Vorlauf, bis es klappte. Ich behalte das im Hinterkopf und eröffne vielleicht im Frühjahr einen Vorschlagsthread für Herbst. Bei so einer langen Vorlaufzeit kommen vielleicht noch mehr dazu. Dann kann ich mir auch in aller Ruhe eine Buchausgabe (aus-)suchen und auf die richtige Gelegenheit warten. :-)
    :wave


    Dafür! :wave
    Ich habe den Drei-Bänder selber auch nicht. Die Bücherei hat sie aber im Sortiment, habe ich schon geschaut. :-)

  • Ein mehr als interessanter Schriftsteller ist dieser Tolstoi nach dem, was ich so auf die Schnelle über ihn gefunden habe. Erst distanziert bis ablehnend, dann annähernd, schließlich voll bei der Sache.


    Hat jemand von euch schon mal etwas von ihm gelesen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich irgendeine Erzählung in einem Sammelband russischer Autoren habe, hatte aber noch keine Zeit, danach zu suchen.

  • Zitat

    Original von Lipperin
    Ein mehr als interessanter Schriftsteller ist dieser Tolstoi nach dem, was ich so auf die Schnelle über ihn gefunden habe. Erst distanziert bis ablehnend, dann annähernd, schließlich voll bei der Sache.


    Hat jemand von euch schon mal etwas von ihm gelesen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich irgendeine Erzählung in einem Sammelband russischer Autoren habe, hatte aber noch keine Zeit, danach zu suchen.


    Ich bin gerade ganz überrascht, denn ich muss feststellen, dass ich ja völlig auf dem falschen Dampfer war, bzw. beim falschen Tolstoi.
    Von Alexej Tolstoi habe ich noch nichts gelesen.

  • Zitat

    Original von Clare
    Ich bin gerade ganz überrascht, denn ich muss feststellen, dass ich ja völlig auf dem falschen Dampfer war, bzw. beim falschen Tolstoi.
    Von Alexej Tolstoi habe ich noch nichts gelesen.


    :write Ich habe es erst bemerkt, als ich den Vornamen sah, daß das ein Tolstoi ist, den ich nicht kenne. Aber das, was ich auf die Schnelle gefunden habe, klingt so, daß mich das Buch (bzw. die Bücher) auf jeden Fall interessieren würden.


    Die hiesige Stadtbücherei gibt bei Ihrer Onlinesuche zwar 67.249 Medien an, aber meistens ist das, was ich suche, nicht dabei. So auch hier. ich habe auf Booklooker schon einige schöne Ausgaben entdeckt, bin mir nur noch nicht sicher, ob ich eine aus Moskau oder aus dem Aufbau Verlag (meist DDR) nehmen werde. Die Übersetzung ist jedes Mal die gleiche.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Zitat

    Original von SiCollier


    :write Ich habe es erst bemerkt, als ich den Vornamen sah, daß das ein Tolstoi ist, den ich nicht kenne. Aber das, was ich auf die Schnelle gefunden habe, klingt so, daß mich das Buch (bzw. die Bücher) auf jeden Fall interessieren würden.


    Die hiesige Stadtbücherei gibt bei Ihrer Onlinesuche zwar 67.249 Medien an, aber meistens ist das, was ich suche, nicht dabei. So auch hier. ich habe auf Booklooker schon einige schöne Ausgaben entdeckt, bin mir nur noch nicht sicher, ob ich eine aus Moskau oder aus dem Aufbau Verlag (meist DDR) nehmen werde. Die Übersetzung ist jedes Mal die gleiche.


    Wenn ich ganz ehrlich bin: Ich hätte mehr Lust auf den anderen Tolstoi gehabt, also Lew Nikolajewitsch. Mich strengen diese Kriegs-Bücher immer furchtbar an, also emotional. Und ich habe gelesen, dass "Der Leidensweg" eindeutig der sozialistischen Tendenzliteratur zuzurechnen ist. Aber das ist ja vielleicht gerade das, was ihr lesen wollt...Ich lese trotzdem mit.


    ;-)Oder wir lesen ein anderes Werk von A.N. Tolstoi. Er hat auch "Das goldene Schlüsselchen oder die Abenteuer des Burattino", eine russische Version des Kinderbuchklassikers Pinocchio geschrieben und auch SciFi-Literatur.
    War nur ein Scherz :rofl

  • Zitat

    Original von Clare
    Wenn ich ganz ehrlich bin: Ich hätte mehr Lust auf den anderen Tolstoi gehabt, also Lew Nikolajewitsch. Mich strengen diese Kriegs-Bücher immer furchtbar an, also emotional. Und ich habe gelesen, dass "Der Leidensweg" eindeutig der sozialistischen Tendenzliteratur zuzurechnen ist. Aber das ist ja vielleicht gerade das, was ihr lesen wollt...Ich lese trotzdem mit.


    Ich bin, wie gesagt, auch erst bei der Suche nach dem "Leidensweg" darauf gestoßen, was das für ein Tolstoi ist, und daß er systemtreu war. Interessant für mich wird das als Gegensatz zum "Stillen Don" (den ich wohl dann vorher erst nochmals lesen sollte?!).


    Was natürlich nicht hindert, noch ein Buch vom "anderen" Tolstoi zu lesen. ;-)


    Gestern in der Stadtbücherei ist mir dann aber ein Buch vom "richtigen" Tolstoi aufgefallen. Beim Titel "Die Kosaken und andere frühe Erzählungen" konnte ich nicht dran vorbeigehen und habe es mir ausgeliehen. Allerdings eine Ausgabe aus dem Winkler Verlag (die Amazon nicht im Datenbestand hat, drum habe ich die TB-Ausgabe verlinkt).
    .

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Zitat

    Original von Clare


    Wenn ich ganz ehrlich bin: Ich hätte mehr Lust auf den anderen Tolstoi gehabt, also Lew Nikolajewitsch.


    Aus ... äh ... diversen Gründen werde ich in Kürze lesen: Der Tod des Iwan Iljitsch. Sind ja nur ca. 150 Seiten, wenn ich recht gezählt habe.
    Falls jemand Lust hat, mitzulesen ...


    Zitat

    Mich strengen diese Kriegs-Bücher immer furchtbar an, also emotional.


    :write


    Zitat

    Und ich habe gelesen, dass "Der Leidensweg" eindeutig der sozialistischen Tendenzliteratur zuzurechnen ist. Aber das ist ja vielleicht gerade das, was ihr lesen wollt.


    Vielleicht erkennt man dann endlich mal, wie so etwas zu klingen hat? :-) Beim "Stillen Don" haben wir ja so unsere Schwierigkeiten gehabt, obwohl der Herr Autor deutlich Anhänger des Systems war.




    Zitat

    War nur ein Scherz :rofl


    *erleichtert bin*

  • Zitat

    Original von Lipperin
    Aus ... äh ... diversen Gründen werde ich in Kürze lesen: Der Tod des Iwan Iljitsch. Sind ja nur ca. 150 Seiten, wenn ich recht gezählt habe.
    Falls jemand Lust hat, mitzulesen ...


    Das ist im zweiten Erzählungsband drin, den ich mir mitgenommen habe. Da sind es nur rund 70 Seiten. Da würde ich mitlesen. (Den Schiwago sollte ich in spätestens zwei Tagen durch haben). :wave



    Zitat

    Original von Lipperin
    Vielleicht erkennt man dann endlich mal, wie so etwas zu klingen hat? :-) Beim "Stillen Don" haben wir ja so unsere Schwierigkeiten gehabt, obwohl der Herr Autor deutlich Anhänger des Systems war.


    So in die Richtung gingen auch meine Gedanken dabei. Ob ich das dann über drei Bücher durchhalte, ist eine andere Frage. Aber versuchen würde ich es auf jeden Fall gerne.
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    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")