Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (8. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN: 3453436903
Über den Autor
"Carrie", "The Shining", "Misery" - es gibt wohl nur wenige Leser oder Kinogänger, die nicht zumindest eine dieser drei Horrorgeschichten von Stephen King kennen. Einen internationalen Bestseller nach dem anderen legt der 1947 in Maine geborene Autor vor. Und nicht wenige davon wurden auch erfolgreich verfilmt. So spektakulär die Geschichten sind, so bürgerlich klingt Kings Werdegang. Nach Schule, Universität und früher Heirat arbeitete er zunächst als Englischlehrer. Seiner Passion fürs Schreiben ging er abends und am Wochenende nach, bis ihm der Erfolg seiner ersten großen Geschichte, "Carrie", erlaubte, ausschließlich als Schriftsteller zu leben. Der Rest ist Legende. King hat drei Kinder und bereits mehrere Enkelkinder und lebt mit seiner Frau Tabitha in Maine und Florida. [SIZE=7](Quelle: Amazon)[/SIZE]
Über den Inhalt
Ein merkwürdiger Kunde, der da in Harvey's Gun Shop schweres Gerät einkauft: eine Weatherby-Büchse für die Großwildjagd und einen Revolver Kaliber 44 Magnum, wie ihn Dirty Harry im gleichnamigen Film benutzt. Ein Mann mittleren Alters, der sich mit Waffen nicht gut auszukennen scheint, aber freundlich, kreditwürdig und bescheiden ist. Ein Mann, der hart gearbeitet hat und es zu etwas gebracht hat. Barton Dawes ist Geschäftsführer einer Wäscherei und das Haus, in dem er wohnt, gehört ihm. Doch nun bedroht der Ausbau eines Highways alles, was er liebt und wofür er lebt. Daher hat er beschlossen, etwas Außergewöhnliches zu tun, das Aufsehen erregt. Und in die Schlagzeilen kommt man am sichersten mit Tod und Zerstörung. [SIZE=7](Quelle: Amazon)[/SIZE]
Meine Erfahrung
Ich bin bei diesem Buch hin und hergerissen.
Einerseits ist es bedrückend, spannend und irre. Man spürt die Achterbahnfahrt, die der Protagonist durchlebt. Sein Leben wird durch die Umstände durcheinander gebracht und auseinander gerissen. Alles, wofür er jahrelang gelebt hat, wird ihm genommen und man kann seine Wut und Verzweiflung nachempfinden.
Andererseits ist er ein Vollhonk.
Manche Situationen verbockt er total und es hat mich schon teilweise aufgeregt, wie er sein Zeug handhabt. Meistens ist er nur allein mit sich und seinen Problemen. Er pendelt zwischen Häufchen Elend und Psychopath hin und her. Manchmal hätte ich ihn am liebsten geschüttelt und gesagt: "Jetzt mach endlich was!"
Obwohl mein Gesamteindruck eher positiv ist hatte ich an manchen Stellen echt genug von dem vor Selbstmitleid zerfließenden Bart. Aber das Buch hat auch starke Seiten. Es ist nicht so gut wie 'Amok' oder 'Todesmarsch', aber ich hatte schon schlechtere Leseerlebnisse.
Teils spannender, teils deprimierender Blick auf einen verzweifelten Mann, der den Leser manchmal mitreißt und manchmal abstößt.
8 Punkte
[SIZE=7]Edit: ISBN geändert[/SIZE]