19:43 Stunden
ungekürzte Lesung
Sprecher: George Guidall
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Zum Inhalt
Die Autorin Helene Wecker nimmt ihre Leser mit auf eine faszinierende Reise durch die verschiedensten Kulturkreise im New York der Jahrhundertwende.
Chava ist ein Golem, eine aus Ton geschaffene Kreatur. Ein in Ungnade gefallener Rabbi, der gerne mit dunkler kabbalistischer Magie experimentiert, rief sie ins Leben. Auf dem Seeweg von Polen nach New York stirbt ihr Herr und so ist Chava frei bei ihrer Ankunft im Jahr 1899 auf Staten Island.
Ahmad ist ein Dschinn, ein in der antiken syrischen Wüste dem Feuer entsprungenes Wesen, das in einer alten Kupferflasche gefangen war und durch einen Zufall in New York freigesetzt wird - ohne ganz frei zu sein.
Ahmad und Chava werden trotz ihrer Unterschiede Freunde, sie sind Seelenverwandte mit einer mystischen Verbindung.
Das erste Drittel habe ich heute schon durchgehört, fasziniert von der Erzählung und von Helene Weckers Stil. Elemente jüdischer und arabischer Literatur werden mit historischen Abschnitten verflochten. Die verschiedenen Stadtbezirke des damaligen New York werden lebendig, die Hauptfiguren liebevoll und ausführlich eingeführt, ab und zu ein wenig Situationskomik, einige philosphische Überlegungen (z.B. als Chava überlegt, was Geld sein könnte, welche Bedeutung es hat, weil sie so viele Gedanken liest, in denen es um Geld geht...)
Ein wenig erinnert es mich an die Bücher von Deborah Harkness, die auch geschickt Fantasy mit historischen Elementen mischt, deren Hauptfiguren sich als magische Wesen in unserer Welt bewegen und die eben jene Figuren schnell lebendig werden.