Sayonara für eine Leiche - Gert Anhalt

  • 336 Seiten
    Knaur Verlag, 2007
    ISBN: 3426632977
    Preis: vergriffen


    3. Teil der Serie um Hamada Ken


    Kurzbeschreibung
    Hamada Kens Selbstfindung im Zen-Kloster endet jäh, als er sich beim morgendlichen Putzen einen Nerv einklemmt und vorübergehend die Fähigkeit zum aufrechten Gang einbüßt. Während er sich zur Behandlung einem teuflischen Shiatsu-Meister ausliefert, wird sein Freund und Klosterbruder Sabu von der japanischen Mafia entführt. Sabu, steinreicher Sohn eines korrupten Baulöwen, hatte offenbar einige sehr heiße Eisen im Feuer. Noch etwas steif im Rücken beginnt Hamada zu ermitteln ...


    Über den Autor
    Gert Anhalt, Jahrgang 1963, studierte Japanologie in Marburg und Tokio und berichtete zehn Jahre für das Zweite Deutsche Fernsehen aus China und Japan. Seine bisherigen Krimis mit dem Helden Hamada Ken waren beide für den Glauser-Krimipreis nominiert.


    Meine Meinung
    Dieser 3. Teil der Serie um den Privatdetektiv Hamada Ken beginnt in einem Zen-Kloster, in dem Hamada sich selbst finden will. Doch schnell wird er in einen Kriminalfall hineingezogen und fängt an zu ermitteln, trotz seinem eingeklemmten Nervs.
    Wie schon die beiden Vorgänger ist auch dieser letzte Band manchmal gewollt witzig, aber auch oft auch wirklich komisch und brachte mich zum lachen. Vieles anders als anfangs gedacht und führt zu einem etwas überraschenden Ende. Leider gibt es kein Wiedersehen mit Hamada, da dies der letzte Band mit ihm war.

  • Meine Meinung:


    Auch in dem dritten Teil der Trilogie kommt der ebenso sympathische wie unfreiwilllig komische Detektiv Hamada Ken mit seinen Ermittlungen - dieses Mal geht es um einen angeblichen Selbstmord - wieder einmal zwielichtigen Gestalten in den höchsten (Yakuza-)Kreisen in die Quere. Seine neuen Bekanntschaften sind dabei nur bedingt eine Hilfe, aber als Figuren ebenso schrullig-liebenswert gezeichnet wie Hamada Ken selbst. Zugegeben, die Handlung in diesem dritten Hamada Ken-Band ist etwas dünn, ebenso wie die Auflösung, die zwar durchaus überraschend ist, aber auch einige Fragen offen lässt. Nichtsdestotrotz ist es aufgrund des insgesamt hohen Unterhaltungswertes schade, dass dies der letzte Fall des außergewöhnlichen Privatdetektivs ist, den man gerne bei noch weiteren Ermittlungen (und privaten wie beruflichen Fettnäpfchen) begleitet hätte. Und schließlich ist da immer noch das Geheimnis der "Penisse", jener mysteriösen Knabberei, von dem weder der Leser noch Hamadas Freunde wissen, um was es sich handelt. Schade, dass sich dies wohl auch nicht ändern wird.
    Dennoch: Die Hamada Ken-Trilogie bietet nicht nur kurzweilige Unterhaltung, sondern auch einige interessante gesellschaftspolitische Einblicke in das moderne Japan.


    Von mir 8 Punkte :-]