Der Zauberhut - Terry Pratchett

  • Originaltitel: Sourcery - 1988
    Taschenbuch: 368 Seiten
    Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 8 (Oktober 2007)
    ISBN: 3492285171

    Über den Autor
    Terry Pratchett, geboren 1948 in Beaconsfield, England, erfand in den Achtzigerjahren eine ungemein flache Welt, die auf dem Rücken von vier Elefanten und einer Riesenschildkröte ruht, und hatte damit einen schier unglaublichen Erfolg: Ein Prozent aller in Großbritannien verkauften Bücher sind Scheibenweltromane. Jeder achte Deutsche besitzt ein Pratchett-Buch. Bei Piper liegen der erste Scheibenweltroman »Die Farben der Magie« sowie die frühen Bände um Rincewind, Gevatter Tod, die Hexen und die Wachen vor – Meisterwerke, die unter den Fans einhellig als nach wie vor unerreicht gelten. Terry Pratchett erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den »World Fantasy Lifetime Achievement Award« 2010. [SIZE=7](Quelle: Amazon)[/SIZE]

    Über den Inhalt
    Die Scheibenwelt gerät in größte Gefahr, als der junge Münze, achter Sohn eines Magiers, den Vorsitz an der Unsichtbaren Universität an sich reißt. Der Zauberhut, magisches Relikt und Zierde des Erzkanzlers, muss vor dem neuen Herrscher in Sicherheit gebracht werden. Doch ausgerechnet der tolpatschige Rincewind wird für dieses Vorhaben auserwählt. Und gemeinsam mit der schönen Barbarenfriseuse Conina schlittert er in ein haarsträubendes Abenteuer … [SIZE=7](Quelle: Amazon)[/SIZE]

    Meine Erfahrung
    "... in der Kunst der Magie ist er mindestens ebenso geschickt wie ein Fisch beim bergsteigen..." - so steht's auf der Buchrückseite und ich finde, besser kann man Rincewind nicht beschreiben. :grin

    Mit dem typischen Humor wird der Leser durch die haarsträubenden Abenteuer des schusseligen Zauberers geführt.
    Ich habe vor ein paar Jahren den Sammelband 'Rincewind der Zauberer' geschenkt bekommen. 'Die Farben der Magie', 'Das Licht der Phantasie', 'Der Zauberhut' und 'Eric' sind darin enthalten.
    Meiner Meinung nach ist es der perfekte Einstieg in die Scheibenwelt. In wie weit die (Einzel)Bücher für den Band umgeschrieben, gekürzt etc. wurden kann ich nicht sagen, mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen. (Ja, ich weiß, Original ist besser, aber ich hab's halt geschenkt bekommen und bin dann auch bei den deutschen Versionen geblieben ;-))

    Die Story hat mich von Anfang an klasse unterhalten.
    Die Charaktere sind (wie gewohnt) gut beschrieben und einfach zum kaputtlachen.
    Meine Lieblinge sind auf jeden Fall TOD (der in diesem Band auch mit seinen drei Kumpanen mehr oder weniger gut unterwegs ist) und Conina, die Barbarenheldin im falschen Gewerbe.
    (Ich bin immer noch unschlüssig, ob ich Münze bemitleiden, fürchten oder verachten soll, aber meistens hätte ich ihn gerne über's Knie gelegt :lache)

    Zwischendurch bin ich sehr ins Stocken geraten, was aber nicht am Buch sondern an mir lag (blöde Viren :rolleyes). Deswegen habe ich es nicht ganz so flüssig durchgelesen, wie ich es mir gewünscht hätte.


    Eine tolle Episode der Scheibenweltserie. Witzig, ideenreich und nie langweilig.


    9 von 10 Punkte

  • Den Zauberhut und auch Pyramiden kannte ich noch nicht - und da kam mir diese Ausgabe gerade recht.


    Ich habe mich gut unterhalten. Es gibt zwar kein Lachen am laufenden Band, aber doch einige lustige und viele kleine, feine Szenen. Vor allem die mit den Reitern der Apokralypse oder mit dem Bibliothekar.
    Rincewind wird nie mein Lieblingscharakter werden, aber in diesem Buch kam er schön zur Geltung. Die orientalisch-blumige Redeweise von Krösus hat mich sehr amüsiert. Auch Conina ist eine Bereicherung, da nach meinem Geschmack eh zu wenige starke weibliche Charaktere die Scheibenwelt bewohnen.
    Unglaublich dagegen, dass Conina sowohl im Klappentext als auch in der Inhaltsangabe als "Corinna" bezeichnet wird. Das gibt eine virtuelle Ohrfeige fürs Lektorat.
    Auch die neue Titelbildgestaltung gefällt mir nicht. Die alten, überladenen Cover waren unverwechselbar und für mich ein Pratchett-Markenzeichen.

    Kinder lieben zunächst ihre Eltern blind, später fangen sie an, diese zu beurteilen, manchmal verzeihen sie ihnen sogar. Oscar Wilde