Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag (1992)
ISBN-10: 3522168283
ab 12 J.
Über die Autorin
Sissi Flegel (*18. August 1944 in Schwäbisch Hall) ist eine deutsche Schriftstellerin, die vorwiegend als Kinder- und Jugendbuchautorin arbeitet.
Sissi Flegel absolvierte in Schwäbisch Gmünd und Reutlingen ein Lehramtsstudium in den Fächern Deutsch, Englisch und Geschichte. Danach arbeitete sie als Grund- und Hauptschullehrerin, Multiplikatorin und war am Landesinstitut für Erziehung und Unterricht in Stuttgart tätig, gab ihren Beruf aber bald auf und machte die Schriftstellerei zu ihrem Hauptberuf. 1988 erhielt sie den Literaturpreis der Stadt Dinkelsbühl. Sie schreibt auch unter dem Pseudonym Fiona Fischer. [SIZE=7](Quelle: Wikipedia)[/SIZE]
Über den Inhalt
Der Fund eines geheimnisvollen Totenkopfes in ihrer Heimatstadt lässt Jana immer weiter in ein Labyrinth, aus dem es kein Zurück mehr gibt. Die Spur führt sie nach Irland, aber ihre fast kriminalistischen Nachforschungen über die Vergangenheit des Kopfes bringen nicht nur die Lösung dieses Rätsels zutage. Die Reise wird für Jana auch zu einer Suche nach sich selbst, was sicher nicht immer bequem für sie ist.
Dieser Jugendroman erzählt in Tagebuch- und Briefform über die Erlebnisse und Gedanken, die Wünsche und Schwierigkeiten eines jungen Mädchens, das dabei ist, seinen eigenen Lebensweg zu finden. [SIZE=7](Quelle: Klappentext)[/SIZE]
Meine Erfahrung
Jaja, die Jana…
Ihre Geschichte beginnt mit einen Brief an ihre ältere Schwester, die in Irland eine Ausbildung zur Goldschmiedin macht. Ich schätze, sie ist so zwischen 15 - 17 Jahre alt (sie geht noch zur Schule, aber sie darf schon alleine ins Ausland verreisen…). Ihr Alter wird aber nirgends genannt.
Ihr plötzlich entfachtes Interesse an Köpfe bringt sie auf ihrer Radtour mit Freunden durch Irland an abgelegene, dennoch sehenswürdige Orte. Die Landschaft, ihre Gewächse und die Einwohner werden eingängig geschildert und man fühlt sich als wäre man direkt dabei. Spannung kommt keine auf, es ist einfach ein Reisetagebuch eines jungen Mädchens, das viele neue Erfahrungen macht und ihrer Umwelt und sich selbst Fragen stellt, wie sie es noch nie getan hat. Sie wächst an ihren Aufgaben und man kann ihr (leider nur teilweise vollendetes) Erwachsenwerden als Leser miterleben.
Zu Hause angekommen hatte ich so meine Schwierigkeiten mit ihr. Sie war auf einmal nicht mehr das neugierige Mädchen, das stets dazu lernt sondern eine nervige Terror-Zicke. Zum Beispiel so:
ZitatWeißt du, was ich schlimm finde? Manchmal, vor allem jetzt, kann ich gar nicht glauben, dass du mich wirklich gern hast.
Es gibt keinen Grund, weshalb ich es nicht glauben könnte, es sind nur einfach Zweifel.
Das ist doch bescheuert, oder? Könntest du mir bitte trotzdem schreiben, wie sehr du mich magst?
Oder:
Zitat[…] - das ist auch der Grund, weshalb ich dir schon wieder schreibe, obwohl du's natürlich nicht verdient hast. Ich halte dich nämlich immer auf dem laufenden, aber du bist schrecklich faul und denkst wohl, wenn du bis abends arbeitest, bräuchtest du niemandem mehr etwas Gutes tun. Dabei ist mir dein Rat und Beistand wirklich wichtig!
Obwohl das nervige nicht wieder ganz verschwunden ist wurde ich damit entschädigt, dass sie interessante Information zu dem Schädel und den Labyrinthen entdeckt. Das hat mir wiederrum gut gefallen.
Anfangs hat mich der Brief- und Tagebucherzählstil eher genervt. Wahrscheinlich stand das Buch deswegen so lange ungelesen in meinem Regal. Aber nach einer Weile gewöhnt man sich daran.
Ein unbeschwerter Reisebericht von der Grünen Insel und aus dem Mittelalter.
6/10