'Das Geheimnis der Maurin' - Seiten 100 - 186

  • Ich finde, dass das Buch immer deprimierender wird, hätte ich nicht den ersten Band gelesen wäre ich in stärker Versuchung das Buch abzubrechen, da es mich stimmungsmäßig belastet und Bücher lese ich zur Entspannung. Das zwar zeittypische aber mir doch stark auf die Nerven gehende Verhalten von Zarah ist teilweise unerträglich. Warum redet die nicht mit ihrem Mann,die dumme Pute?

  • Zitat

    Original von Eliza08
    Denn es gab Abschnitte, da stand ich ganz klar auf Jamies Seite und dann gab es Passagen, wo ich Zarah recht gegeben habe.


    Das Problem ist, daß man in so einer Beziehung nicht stur auf seiner Meinung bestehen kann, wie Zahra das tut. Jaime beharrt theoretisch zwar auch auf seiner Einstellung, aber praktisch geht er immer wieder Kompromisse ein bzw. setzt Prioritäten. Beides tut Zahra (fast) überhaupt nicht.



    Zitat

    Original von beowulf
    Ich finde, dass das Buch immer deprimierender wird, hätte ich nicht den ersten Band gelesen wäre ich in stärker Versuchung das Buch abzubrechen, da es mich stimmungsmäßig belastet und Bücher lese ich zur Entspannung.


    :write Danke. Ich dachte schon, mir ginge es alleine so. Zur Stimmungsaufhellung habe ich mir während der Tage des Lesens zwei stimmungsaufhellende Filme angesehen, sonst hätte es mich zu sehr runtergezogen. Ohne die Leserunde hätte ich jetzt mit ziemlicher Sicherheit nicht ausgelesen.



    Zitat

    Original von beowulf
    Das zwar zeittypische aber mir doch stark auf die Nerven gehende Verhalten von Zarah ist teilweise unerträglich.


    Zeittypisch??? In Wales wurde jetzt eine 33-jährige Mutter zu mindestens 17 Jahren Haft verurteilt, weil sie ihren siebenjährigen Sohn totgeschlagen hat. Grund: er hatte einige Koranverse vergessen.


    Das ist KEIN Witz.


    Quelle: Hersfelder Zeitung, Printausgabe 09. Januar 2013, nach einer dapd Meldung.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Hallo beowulf und SiCollier :wave


    es ist nicht nur euch so ergangen mit dem Roman, ich fühlte mich auch sehr deprimiert beim Lesen einiger Szenen - besonders mit Zahra.


    Ich habe deshalb versucht, mich auf die anderen Personen zu konzentrieren, weil ich diese Enge nicht mehr ertragen konnte, die mir Zahra`s Verhalten vermittelt hat.
    Sie hat sich leider im Verlauf der Handlung immer mehr in eine Sackgasse begeben und wurde geistig und seelisch bewegungsunfähig, weil es kein vor und kein zurück mehr für sie gab und die Gegenwart machte dann auch keinen Sinn mehr für sie.


    Leider können sehr religiöse Menschen, die psychisch labil sind oder andere Probleme haben, in Fanatismus abgleiten.
    Solche Nachrichten, wie die der Mutter, die ihren kleinen Sohn totschlägt wegen Koranversen ( ich habe auch davon gehört) erschüttern mich auch sehr und machen mich traurig und ratlos. :-(

  • Nun, die Situation ist nun einmal beklemmend - deswegen wird sie auch so dargestellt. :grin


    "Leichte Kost" kann so ein Roman/Thema nicht sein, auch keine heitere. Dafür sind zu viele Menschen zugrunde gegangen, sei es durch Flucht, sei es durch Kerker, Scheiterhaufen oder durchs Unglücklichsein.


    Und wenn man die Beklemmung so sehr spürt, dann ist sie zumindest "richtig" beschrieben. :grin
    Und ja, Emmy, die "hellen" Figuren sind Chalida und Aaron!
    :knuddel1


    LG
    Lea

  • Zitat

    Original von Lea Korte
    Nun, die Situation ist nun einmal beklemmend - deswegen wird sie auch so dargestellt. :grin


    "Leichte Kost" kann so ein Roman/Thema nicht sein, auch keine heitere. Dafür sind zu viele Menschen zugrunde gegangen, sei es durch Flucht, sei es durch Kerker, Scheiterhaufen oder durchs Unglücklichsein


    Genau deswegen hatte ich ja für eine Leserunde frühestens in der zweiten Januarhälfte plädiert. Weil ich dann - also außerhalb der Weihnachtszeit auch durchaus schwere Kost vertragen kann. Aber eben nicht, wenn ich quasi unter dem Tannenbaum (der steht bei uns noch) lese. Da geht einfach nur mental adäquates. Anders: zu anderem Zeitpunkt hätte ich mit hoher Wahrscheinlichkeit anders reagiert.


    Pech für Dich und das Buch. Auf jeden Fall habe ich gelernt und werde künftig in ähnlicher Situation (Terminverschiebung auf einen Termin, der mir eigentlich nicht paßt), eine Leserunde absagen. Egal, wie gerne ich das Buch eigentlich lesen wollen würde.


    Tut mir leid, Lea, daß ich diese Erfahrung nun ausgerechnet mit Deinem Buch machen mußte! :wave

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Hallo Lea :knuddel1


    das Beklemmende der Situation hast du auf jeden Fall sehr überzeugend
    vermittelt, auch wie die Kinder immer mehr unter der angespannten Stimmung zuhause leiden.
    Vielleicht hätte es für meinen Geschmack ein paar hellere, versöhnliche Szenen zwischendurch mal geben dürfen - denn zu viel von einer Sache verfehlt manchmal das Ziel.



    Raschid, Tamu und natürlich Jaime sind auch meine Sympathieträger geworden und ich habe mir gewünscht, dass auch Zahra ihre Sichtweise übernimmt und sich ein wenig an die neue Situation anpasst und toleranter wird.
    Aber ihr Weg war eben ein anderer ..... :wave

  • Im Endeffekt ... (äh, eigentlich sind wir hier im Anfangsbereich, da sollte nichts über den Schluss verraten, oder? Und Spoiler .. wie geht das???)
    Danach sage ich dann was ;-)


    SiCollier - mir wäre auch ein anderer Termin Recht gewesen, aber dieser hier war es natürlich auch.


    LG
    Lea

  • Zitat

    Original von Lea Korte
    Und Spoiler .. wie geht das???)


    Einfach den Text, der gespoilert werden soll, markieren und auf die Schaltfläche links über dem Eingabefeld drücken. (vgl. angehängtes Bild) Meldung bestätigen.


    Das Ergebnis:

  • Zitat

    Original von Emmy


    Vielleicht hätte es für meinen Geschmack ein paar hellere, versöhnliche Szenen zwischendurch mal geben dürfen - denn zu viel von einer Sache verfehlt manchmal das Ziel.



    Zitat

    Und ja - Aaron und Chalida habe ich sehr gemocht und mich wie verrückt gefreut für die beiden, dass sie sich am Ende durchsetzen konnten und in eine gemeinsame Zukunft starten.
    Raschid, Tamu und natürlich Jaime sind auch meine Sympathieträger geworden und ich habe mir gewünscht, dass auch Zahra ihre Sichtweise übernimmt und sich ein wenig an die neue Situation anpasst und toleranter wird.
    Aber ihr Weg war eben ein anderer ..... :wave



    Danke für die Hilfestellung beim Spoilern!
    :knuddel1


    LG
    Lea

  • Hallo Lea :knuddel1


    sorry, meinen Beitrag oben müsste ich auch spoilern :learn
    Hoffentlich lerne ich das nochmal :grin


    Es gab ja durchaus harmonische Szenen zwischen Jaime und Zahra, in denen sie sich gespürt haben.
    Jedenfalls auf körperlicher Ebene kommen sie noch zueinander und das zeigt, wie sehr beide Nähe brauchen und ihre Streitereien bedauern.
    Denn oftmals ist der Körper "klüger" als der Geist und handelt intuitiv richtig.
    Diese Szenen waren auch sehr wichtig, denn sonst hätten Jaime und Zahra sich wahrscheinlich verloren..... :wave

  • Zitat

    Original von beowulf
    Das zwar zeittypische aber mir doch stark auf die Nerven gehende Verhalten von Zarah ist teilweise unerträglich. Warum redet die nicht mit ihrem Mann,die dumme Pute?


    Ja, mich hat sie auch genervt, aber gleichzeitig fand ich diese Darstellung absolut stimmig und glaubwürdig. Endlich mal keine dieser taffen und modernen Frauen, die die Vergangenheit nur als hübsche Kulisse haben, sich aber verhalten wie heute. Das stört mich in vielen anderen historischen Romanen sehr.


    Und mich hat diese düstere Stimmung auch nicht gestört, wenn ich ein Heile-Welt-Buch lesen will (was ich durchaus auch manchmal will), dann nehme ich nichts über die Reconquista in Spanien. Auch in diesem Punkt fand ich das Buch so überzeugend, eben weil es keine unrealistischen Fügungen und Wunder gab.

  • Zitat

    Original von chiclana


    Und mich hat diese düstere Stimmung auch nicht gestört, wenn ich ein Heile-Welt-Buch lesen will (was ich durchaus auch manchmal will), dann nehme ich nichts über die Reconquista in Spanien. Auch in diesem Punkt fand ich das Buch so überzeugend, eben weil es keine unrealistischen Fügungen und Wunder gab.


    Danke für das Kompliment! :-)


  • Genau, das Herz macht dann manchmal eben doch etwas anderes als der Verstand sagt. :grin

  • Zitat

    Original von chiclana
    Ja, mich hat sie auch genervt, aber gleichzeitig fand ich diese Darstellung absolut stimmig und glaubwürdig.
    (...)
    Und mich hat diese düstere Stimmung auch nicht gestört, wenn ich ein Heile-Welt-Buch lesen will (was ich durchaus auch manchmal will), dann nehme ich nichts über die Reconquista in Spanien. Auch in diesem Punkt fand ich das Buch so überzeugend, eben weil es keine unrealistischen Fügungen und Wunder gab.


    Ja schon. Nur ab dem ersten Advent bis etwa Mitte Januar ist für mich Heile-Welt-Bücher-Zeit. Das war, wenn ich es recht entsinne, seit einigen Jahren die erste Ausnahme von dieser Regel. Ich habe daraus gelernt und werde mich künftig lesemäßig wieder entsprechend verhalten, und Leserunden eben absagen, wenn sie in diese Zeit gelegt werden, egal ob ich ein Buch eigentlich lesen möchte.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")