Taschenbuch: 127 Seiten
Verlag: Kiepenheuer & Witsch (1993)
ISBN: 3462023063
Über den Autor
Vicki Baum, geboren am 24.01.1888 in Wien, gestorben am 29.08.1960 in Hollywood. Zunächst Musikerin, 1926 Redakteurin in Berlin, seit 1931 in den USA; verheiratet mit dem Dirigenten R. Lert. Ihre Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und teilweise verfilmt. [SIZE=7](Quelle: Amazon)[/SIZE]
Über den Inhalt
»Vermutlich das Anständigste (…), was ich geschrieben habe«, urteilte Vicki Baum selbst über die Qualität der vorliegenden Erzählungen, die sie Novellen nannte. In ihnen erweist sie sich fernab des Genres der gehobenen Unterhaltungsliteratur, dem sie ihre große Popularität verdankt, als souveräne, differenzierte Erzählerin. Die Novelle »Der Weg« von 1925 war ein Meilenstein in ihrer schriftstellerischen Karriere. Mit ihr gewann sie den ersten Preis in einem Erzählwettbewerb und das besonde¬re Lob des Jurymitglieds Thomas Mann. Wie die anderen frühen Texte »Hunger« und »Jape im Warenhaus« sowie die 1941 im amerikanischen Exil verfasste Titelgeschichte »Der Weihnachtskarpfen« besticht diese Erzählung durch die ebenso zupackende wie leichtfüßige Sprache, durch die meisterliche Spannung und das große Einfühlungsvermögen in die menschliche Psyche. Die Geschichten über Krieg, Hunger, Liebe und Tod sind von unerwarteter Radikalität. Ihre Menschen machen allesamt mitten in der tristen Gewöhnlichkeit des Alltags außergewöhnliche Erfahrungen, stoßen an ihre Grenzen – und scheitern.
Ein Teil ihrer Prosa gehöre in ein »bescheidenes Unterhaltungseckchen«, ein anderer »vielleicht doch in etwas bessere Gesellschaft«, sagte Vicki Baum einmal in ihrer unnachahmlichen wienerischen Art über ihr Werk. Mit den Erzählungen dieses Bandes hat sie sich einen dauerhaften Platz in der deutschsprachigen Literatur erschrieben.
Die Erzählungen »Hunger« (1922), »Der Weg« (1925) und »Jape im Warenhaus« (1931) wurden dem Band Die Strandwache. Novelle, Kiepenheuer & Witsch 1953, entnommen.
»Der Weihnachtskarpfen« erschien zuerst auf Englisch: The Christmas Carp, 1941. Die Übersetzung stammt von Karin Graf.
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Meine Erfahrung
Die Geschichten sind vom Inhalt sehr unterschiedlich, regen aber allesamt zum Nachdenken an.
Der alte (teils umschreibende, teils direkte) Schreibstil hat mir sehr gut gefallen.
Nachdenklich stimmendes Buch, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
8/10 Punkte