Vision - Dean R. Koontz

  • Taschenbuch: 250 Seiten
    Verlag: Heyne (1. Juni 1993)
    ISBN: 3453063708; 3453440730



    Über den Autor


    Dean Koontz wurde 1945 in Pennsylvania geboren und lebt heute mit seiner Frau in Kalifornien. Seine zahlreichen Romane - Thriller und Horrorromane - wurden sämtlich zu internationalen Bestsellern und in über dreißig Sprachen übersetzt. Weltweit hat er bislang über 250 Millionen Exemplare seiner Bücher verkauft. (Quelle: Amazon)



    Über den Inhalt


    Mary Bergen ist eine junge Hellseherin, die Gewaltverbrechen sehen kann, bevor das Messer zusticht, die Kugel trifft, der erste Tropfen Blut fließt. Sie kann in die Zukunft sehen, aber um dem unheimlichen Killer zu entrinnen muss sie tief in ihre eigene dunkle Vergangenheit hinabsteigen. (Quelle: Klappentext)



    Meine Erfahrung


    Zu meinem vierzehnten Geburtstag habe ich das Buch geschenkt bekommen und gleich verschlungen. Damals fand ich die blutüberströmten Visionen grausam und unheimlich. Begeistert war ich trotzdem.


    Jetzt habe ich es nochmal gelesen und festgestellt, dass ich es (16 Jahre später) immer noch spannend finde.


    Die Protagonistin war mir sofort sympathisch. Eine übernatürlich begabte Frau, die trotz (oder gerade wegen) ihres psychischen Traumas stark und mitfühlend ist, obwohl sie selber der Meinung ist, sie brauche dafür ihren blöden Ehemann.


    Von der ersten bis zur letzten Seite war ich gespannt und wurde unterhalten. Wegen der (für mich persönlich) angenehmen Länge von 250 Seiten kommt die Spannung auch nie verloren und man kann sich voll auf die Geschichte einlassen.


    Klar, wirklich Neues bringt die Story nicht, aber dafür, dass sie schon so alt ist (wurde soweit ich weiß Ende der 70er geschrieben) birgt sie immer noch einen aktuellen Reiz. Das fasziniert mich genauso wie beim ersten Mal.


    Einen Minuspunkt gibt es für die Frage, die ihr Ehemann Mary immer stellt. "Ist dir was?" - Das hat mich dermaßen genervt...



    Ein spannender Thriller, der einen mit über- aber auch ganz natürlich grausamen Szenario bis zum Ende packt und nicht loslässt.


    9/10



    ASIN/ISBN: 3453063708

    Viele Grüße
    Inks



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    SuB: 48

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Inkslinger ()

  • Ich lese gerade einige alte Romane noch einmal, um festzustellen, ob sich das Weiterhin-Aufheben lohnt.
    Naja, hier eher nicht...


    Genau wie Inkslinger habe ich Vision vor einigen Jahren gelesen und damals gut gefunden. Anders als Inkslinger frage ich mich heute, was mir damals gefallen hat.
    Gut, es ist eines von Koontz`Frühwerken, auf die er wohl selber auch nicht mehr besonders stolz ist, vermute ich.


    Die Handlung ist absolut abstrus, verworren, unlogisch und pathetisch. Die Charakter sind zweidimensional und unglaubwürdig, und eigentlich sind alle unsympathisch.


    Einen großen Anteil an meiner Abneigung gegen das Buch trägt wohl auch der Übersetzer, der in der deutschen Grammatik wohl nicht sehr bewandert ist.


    Nein, das war nichts... Vielleicht eine Jugendsünde, sowohl vom Autor als auch von mir ;-)

    Kinder lieben zunächst ihre Eltern blind, später fangen sie an, diese zu beurteilen, manchmal verzeihen sie ihnen sogar. Oscar Wilde