Sir Walter Scott-Preis 2012

  • Pressemitteilung:


    Selma Mahlknecht erhält den Sir Walter Scott-Preis 2012 für ihren Roman „Helena“


    Der Autorenkreis Quo Vadis hat die drei besten deutschsprachigen historischen Romane der Jahre 2010 und 2011 ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Historica im münsterländischen Billerbeck statt.


    Billerbeck, 9. November 2012: Die Gewinnerin des Sir Walter Scott-Preises 2012 heißt Selma Mahlknecht. Sie erhält den Literaturpreis des Autorenkreises Quo Vadis für ihren Roman „Helena“ (Edition Raetia 2010). Die Auszeichnung des Goldenen Lorbeers ist mit 2.000 Euro dotiert, zusätzlich bekam die Österreicherin eine von Jean-Paul Raymond entworfene Glastrophäe. Die Jury urteilt: „Es ist weder eine alltägliche Geschichte noch eine alltägliche Form, sie zu präsentieren. Die Autorin bedient sich einer knappen, klaren Sprache und entführt ihre Leser doch in eine üppige Welt.“ Und weiter: „Mit ihrem Roman schenkt die Autorin dem Publikum die griechische Sagenwelt neu. Sie schreibt: ‚Ich habe gelernt, Abschied zu nehmen. Nun lerne ich, anzukommen‘. Auch die Autorin ist angekommen. Sie hat erreicht, was vielen nicht gelingt: eine bereits auf viele verschiedene Arten geschriebene Geschichte neu zu erzählen und damit die Menschen zu bewegen.“ Der Jury für den
    Sir Walter Scott-Preis 2012 gehören an: Katrin Burseg, Autorin und Journalistin, Johann Holzner, Germanist und Historiker, Rita Kohn dell’Agnese, Journalistin und Redakteurin Histo-Couch, Andreas Malessa, Hörfunkund Fernsehjournalist, Autor und Theologe, Ute Pape, Journalistin, und Andreas Pittler, Autor.

    Mit dem zweiten Platz, dem Silbernen Lorbeer und 1.000 Euro, zeichnete die Jury Jürgen-Thomas Ernst für seinen Roman „Anima“ (Braumüller Literaturverlag 2010) aus. „Es ist das Zusammenspiel von knappen, präzise gewählten Worten, eines außergewöhnlichen, aber durchaus melodiösen Sprachrhythmus und der gekonnten Wiedergabe vieler winziger Details, die dem Bild jenes Leben einhauchen, das den Roman mit seiner ganzen, berührenden Geschichte zu einem einzigartigen Erlebnis macht“, so die Jury. „Der Autor hat eine Figur geschaffen – eigentlich einen Antihelden – , mit der sich die Leser identifizieren und die ihnen als Vorbild dienen kann. Das macht einen guten – einen überzeugenden – Roman aus.“


    Den dritten Platz belegt Marc Buhl. Er erhielt den Bronzenen Lorbeer und 500 Euro Preisgeld für seinen Roman „Das Paradies des August Engelhardt“ (Eichborn Verlag 2011). „Der Autor hat einen der ungewöhnlichsten‚ Auswanderer-Romane‘ geschrieben (…). Und es ist beileibe nicht nur die Geschichte, die in ihrer Skurrilität bestechend ist. Es ist auch die Sprache, die Herangehensweise des Autors, die anders ist. Anders – und überzeugend“, befindet die Jury. „Der Held der Geschichte erlaubt sich viele Freiheiten – der Autor erlaubt sich ebenfalls einige Freiheiten. Sie stehen im Kontext zu solider Recherche und verbürgten historischen Fakten. Dadurch entsteht eine Einheit, eine Geschichte, die zu lesen schlicht und einfach Spaß macht.“


    Insgesamt hatten sich 162 Autoren um den Literaturpreis beworben, deren Werke zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 31. Dezember 2011 erschienen waren. 50 Romane schafften es auf die Longlist, zehn davon auf die Shortlist. Die weiteren Finalisten in alphabetischer Reihenfolge: Charlotte Freise, „Die Seelenfotografin“ (Rowohlt 2010), Peter Kersken, „Im Schatten der Zeche“ (Emons 2010), Heike Koschyk, „Die Alchemie der Nacht“ (Rütten und Loening 2011), Robert Löhr, „Der Hamlett-Komplott“ (Piper 2011), Charlotte Lyne, „Glencoe“ (Bastei-Lübbe 2011), Titus Müller, „Tanz unter Sternen“ (Blessing 2011), Hanns Peter Zwißler, „Die Kunst des Scharfrichters und der Nutzen des Schafotts“ (Königshausen & Neumann 2011).


    Mit dem Sir Walter Scott-Preis zeichnet der Autorenkreis Quo Vadis den besten deutschsprachigen historischen Roman der vergangenen zwei Jahre aus. Die Preisverleihung fand im Rahmen einer festlichen Gala zum Auftakt der Historica 2012 in Billerbeck statt. Die Laudatio hielt die Journalistin und Histo-Couch-Redakteurin Rita Kohn dell’Agnese.

  • Mir scheint, keines dieser Bücher wurde hier schon rezensiert. :gruebel
    Hat jemand schon eines gelesen?


    Von den anderen nominierten, hätte ich fünf gekannt. Immerhin.

    Hollundergrüße :wave



    :lesend


    Die Hexenholzkrone 2 - Tad Williams



    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin,

    daß er tun kann, was er will,

    sondern daß er nicht tun muß,

    was er nicht will - Jean Rousseau)

  • Ich gratuliere sehr herzlich.
    Bisher habe ich schon zweimal durch diesen Preis einen Roman kennengelernt, der mir andernfalls entgangen waere und der fuer mich zum ganz grossen Highlight wurde:
    "Die Lichter des Georges Psalmanazar" (Daniela Droescher) und "Der Koenig von Albanien" (Andreas Izquierdo).
    In diesem Jahr werde ich mir den Roman "Helena" kaufen. Ich liebe diese Geschichte, und die Besprechung der Jury hoert sich unwiderstehlich an.


    Herzlich,
    Charlie

  • Danke, Herr Palomar!


    Ich sehe gerade, dass das ja viel, viel mehr mein Thema ist als das Siegerbuch. Dem kann ich nicht widerstehen und auch nicht warten. Das Buch muss ich jetzt sofort haben.


    Noch einmal - herzlichen Dank.
    Fuer mich ist dieser Preis jedes Jahr eine Fundgrube.
    (Auch wenn ich mich ueber einen Sieg von Titus Mueller oder Charlotte Freise sehr gefreut haette.)
    Charlie