Milchrahmstrudel - Jutta Mehler

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  • Kurzbeschreibung:
    Hat Fanni Rot die Leiche des Altenpflegers Roland Becker auf der Hintertreppe des Seniorenheims „Katherinenresidenz“ nur geträumt? Man will es ihr zumindest einreden. Denn angeblich weilt der junge Mann höchst lebendig in den österreichischen Alpen. Doch Fanni glaubt, dass Roland Becker im Sarg des verstorbenen Herrn Bonner begraben wurde – und sieht sich bezwungen, in einem Mordfall ohne Leiche zu ermitteln.


    Über die Autorin:
    Jutta Mehler, Jargang 1949, lebt und arbeitet in Niederbayern. Sie schreibt Romane und Erzählungen, die vorwiegend auf authentischen Lebensgeschichten basieren. Im Emons Verlag erschienen ihre Romane "Moldaukind", "Am seidenen Faden" und "Schadenfeuer" sowie die Niederbayern Krimis "Saure MIlch" und "Honigmilch".


    Meinung:
    Fanni Roth stolpert wieder einmal über eine Leiche. Der Tote ist einer der Pfleger in der Seniorenresidenz, in der Hans Roths Tante lebt. Doch dieses Mal gibt es ein Problem: der Tote scheint aufgestanden und verschwunden zu sein und niemand will Fanni so recht glauben, dass er überhaupt existiert hat. Doch sie ist sich sicher, dass sie gesehen hat, was sie gesehen hat und macht sich mit Sprudels Hilfe auf die Suche nach der Wahrheit.


    Wieder einmal ein absolut kurzweiliger Krimispaß aus Niederbayern. Jutta Mehler macht mit ihren Regionalkrimis einen absolut grandiosen Job. Sie sind kurz und knackig, fesselnd und genau das, was man sich unter einem Krimi mit regionalem Flair vorstellt. Dabei mag sich die Autorin am einen oder anderen Klischee bedienen, weiß aber im Gegenzug auch geschickt die Sonnenseiten des simplen Landlebens hervorzuheben. Beides an den richtigen Stellen, was die Geschichte lebhaft und real erscheinen lässt. Deshalb ist es immer wieder aufs Neue ein Vergnügen Fanni bei der Suche nach den Verbrechern zu begleiten. Ihre eigene, durchaus verzwickte, aber mit Humor getragene Situation tut ihr übrigens.


    Was mir besonders gut gefällt ist das wiederkehrende Auftauchen von Figuren. Man wird nicht in jedem Band vor ein neues und völlig unbekanntes Charakterset gesetzt, sondern trifft ständig auf ‚alte Bekannte’, die aber immer ihren Teil zur Geschichte beitragen, mal als Ermittlungshilfe, mal als Verdächtige. Natürlich kommen in jedem Band auch neue Gesichter dazu, allerdings nicht in dem Ausmaß, dass man das Gefühl hat in einer Großstadt und nicht im ländlichen Niederbayern gelandet zu sein.


    Interessant fand ich, dass in diesem Band Fannis persönliche Geschichte eine entscheidende Wendung nimmt und bin deshalb umso neugieriger, was der nächste Band in dieser Hinsicht mit sich bringen wird.


    Fazit:
    Fanni Roth ermittelt wieder! Und der Leser ist hautnah mit dabei. 10 von 10 Punkten für erneuten Lesespaß aus Niederbayern.

    "Sobald ich ein wenig Geld bekomme, kaufe ich Bücher; und wenn noch was übrig bleibt, kaufe ich Essen und Kleidung." - Desiderius Erasmus