Wow *schluck*, dieser Abschnitt hat es wirklich in sich.
Er fängt toll an - beide Mädels bekommen einen Heiratsantrag ihres Liebsten. Ich war erleichtert, dass James doch ein guter Kerl mit dem Herzen auf dem richtigen Fleck zu sein scheint. Und als Floortje dann auf der Plantage auch endlich ihre hochgestochene Attitude fallen lässt und ganz sie selbst ist - wie wir sie auf dem Schiff kennen- und liebengelernt haben -, war ich mehr als froh.
Und plötzlich - eine Eule beschrieb es hier so schön - bekommt die perfekte heile Welt erste Risse.
ZitatOriginal von Selma
Was der Rektor betrieben hat, ist ein klassischer Fall von Missbrauch mit Abhängigen. Es war für ihn ein leichtes die 14-jährige Floortje zu beeinflussen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Sie hatte damals niemanden dem sie vertrauen, mit dem sie sprechen konnte.
Ganz genau! Der Rektor hat ganz klar Floortjes Situation und ihre Sehnsucht nach Liebe und Zuneigung ausgenutzt.
Ich war beim Lesen so wütend auf diesen Mann, der sogar von den anderen Leuten noch bedauert wird, weil "der arme Mann fast seine Anstellung verloren hat", auf Floortjes Familie, die sich angeekelt von ihr abwendet und sie sogar zu einer Abtreibung ohne Betäubung zwingt, und vor allem auch auf James, der sie ohne mit der Wimper zu zucken auf so kalte Art und Weise einfach fallen lässt. Auch ich hätte Floortje am Liebsten in den Arm genommen und ihr gesagt, dass es nicht ihre Schuld war, was damals passiert ist.
Tja, und Jacobina geht wohl mit nach Sumatra. So hatte ich es jedenfalls verstanden. Kommt es Euch auch so vor, als ob sich unsere unsichere, verschüchterte Jacobina klammheimlich zum Fels in der Brandung für die Familie de Jong entwickelt hat?
Der kleine Junge aus dem Garten ist Melatis Sohn. Das hätte ich nicht gedacht. Ihre Reaktion auf Jacobinas Frage nach dem Major als Vater hinterlässt bei mir den Eindruck, als hätte Melati nicht freiwillig Verkehr mit dem Major gehabt.
Mir tat der kleine Kerl auch so leid, wie er sich an seine Mutter, die er kaum zu sehen bekommt, klammerte und weinte.
Das Buch hat eine regelrechte Sogwirkung entwickelt. Den dritten Leserundenabschnitt habe ich quasi in einem Zug über den heutigen Tag gelesen und nur für das Nötigste unterbrochen. Ich bin mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem ich - wie man so schön sagt - es kaum schaffe, das Buch wegzulegen. Schade, dass ich morgen wieder arbeiten muss. Unter der Woche schaff ich immer nicht so viel zu lesen, wie ich gern möchte. Andererseits hat das ja auch etwas Gutes: So habe ich das Buch nicht so schnell durch und noch ein bißchen länger etwas davon.
Nicole
: Ich möchte Dir auch noch einmal ganz herzlich für die Verlinkungen zu den Fotos danken, die Du uns hier immer so fleißig anbietest. Für mich bekommt die Geschichte - und auch die Leserunde - dadurch noch einmal eine ganz besondere, unvergessliche Note.