Erschienen 2004
315 Seiten
ISBN-10: 3462033921
Kurzbeschreibung:
Aus der Not heraus kreierte der Journalist und Autor Moritz von Uslar vor fünf Jahren eine Interviewform, die heute zum originellsten und erhellendsten gehört, was es im deutschen Blätterwald über Prominente zu lesen gibt. Im Sinne der Ansage 'So schnell wie möglich, denn wir haben ja nicht ewig Zeit' stellt er Berühmtheiten wie George Clooney, Elton John oder Hillary Clinton exakt 100 Fragen. Subversive und unverschämte Fragen, wie die an Woody Allen: 'Kennen Sie etwas Originelleres, als "Uh, Baby!" zu stöhnen beim Orgasmus?' Eigentlich als Gegenwehr auf die absurden Bedingungen gedacht, unter denen Hollywoodstars interviewt werden, erschuf Uslar eine Kunstform, in der sich die Gesprächspartner von einer gänzlich unbekannten Seite zeigen. Und das nicht nur im druckvollen Frage-und-Antwort-Spiel, sondern gerade auch durch ihre Körpersprache, durch Blicke und Gesten, die Uslar in wunderbar genauen, respektlosen Zwischenkommentaren beschreibt.
Uslars '100 Fragen', einer großen Fangemein de bekannt durch ihre Veröffentlichung im 'SZ-Magazin', sind Extremtexte - messerscharf und gefährlich dicht dran.
Interviewpartner:
Mick Jagger - Peter Stein - Woody Allen - Til Schweiger - Udo Lindenberg - Michel Friedman - Harald Schmidt - Angela Merkel - Götz George - Dieter Bohlen - Elton John - Karl Lagerfeld - Luciano Pavarotti - Willie Nelson - Ulrich Wickert - George Clooney - Heidi Klum - Hillary Rodham Clinton - Martin Walser u. a.
Über den Autor:
Moritz von Uslar, Jahrgang 1970, lebt als Reporter und Kolumnist des SZ-Magazins in Berlin. Zusammen mit Rebecca Casati veröffentlichte er 'Wie sehen Sie denn aus? Eine Stilkritik', 1999, zudem schreibt er Erzählungen (u. a. in 'Mesopotamia', herausgegeben von Christian Kracht, 1999) und Theaterstücke ('Freunde', 2000, und 'Freunde II', 2001).
Meine Meinung:
Das Leseerlebnis für dieses Buch, das 2004 erschienen ist und seit 2007 bei mir einstaubte kann ich nur als leicht surreal beschreiben. Da werden Interviews aus den Jahren 2000 ff veröffentlicht, Dieter Bohlen noch über Modern Talking befragt, Angela Merkel als Bundesvorsitzende der CDU und Oppositionsführerin, ein bisschen was hat das schon von Geschichtsbuch. Generell habe ich etwas gegen Zweitverwertung- alle diese Interviews sind schon im SZ- Magazin erschienen- da ich keine Süddeutsche lese war das aber nicht so schlimm. Die Interviewform ging meistens gut, war erfrischend, manchmal aber auch schwer gewollt, wenn ein Ach oder ein So,so als Antwort durchgingen. Erhellend auch die Zwischenbemerkungen des Interviewers, wenn er über die Körpersprache des Gegenübers berichtet. Direkt nach Erscheinen war das sicher ein gutes Buch, heute eher ein Geschichtsbuch.