Kurzbeschreibung lt. amazon.de:
Katharina von Aragón ist erst 14 Jahre alt, als sie den Thronfolger Englands heiraten muss. Sie verlässt ihr Heimatland Spanien, und damit alles, was sie liebt. Am englischen Hof, wo spürbar schroffere Sitten herrschen, sehnt sie sich zurück nach Badekultur und exotischen Früchten, nach luftigen Gewändern und lauen Sommernächten. Katharina wird die erste Frau Heinrichs VIII. Als Erste lernt sie den tyrannischen Herrscher aus nächster Nähe kennen, als Erste leidet sie unter seinen unzähligen Liebschaften, und als Erste erfährt sie, was es bedeutet, ihm keinen Sohn schenken zu können - ein Schicksal, von dem nicht nur ihre Ehe, sondern die Zukunft eines ganzen Landes abhängt
Meine Meinung:
Nachdem ich in "Die Schwester der Königin" und "Das Erbe der Königin" von Henrys Ehefrauen zwei, vier und fünf gelesen hatte, wollte ich natürlich wissen, was es mit er ersten auf sich hatte.
Zunächst habe ich mich etwas gelangweilt, nahm ich doch an, dass es um die Beziehung zwischen Catherine und Henry gehen würde, aber das war nur die halbe Wahrheit. Nachdem ich nämlich begriffen hatte, dass es um Catherines Weg auf den Thron geht, konnte ich mein Blick auf das Buch drehen und mich der Geschichte hingeben. Und die gefiel mir sehr gut! Henry ist natürlich immer wieder Bestandteil und (ohne zuviel zu verraten) läuft es ja auch auf die berühmte Ehe mit ihm hinaus, aber bis dahin passieren noch so einige andere Dinge im Leben der Prinzessin.
Mir fiel auf, dass, im Vergleich zu den anderen Büchern, wie noch einiges an historischem Hintergrund (bzgl. der Weltmächte und ihrem Stand zueinander) vermittelt wird. Wie geschichtlich korrekt das sein mag, sei mal dahin gestellt, aber ich fand es zumindest wirklich spannend.
Am Ende scheint mir die Autorin allerdings etwas zu rasen, da hätte ich mir wieder mehr Details zur Beziehung des Königspaars gewünscht, aber das macht keinen großen Teil des Buchs aus.
Ein großer Kritikpunkt, für den die Autorin jedoch nichts kann, sind die unsäglichen Übersetzungen der Namen ins Deutsche. Schlimm auch, weil es oft betont wird wer welchen Namen verbunden mit welchem Titel hat. Da nervt das ewige "Heinrich" doch sehr, zumindest mich, denn er hieß doch "Henry", nicht wahr?
Alles in allem kein überragendes aber gutes Buch, das mir, wenn auch nicht von Anfang an, einige spannende Lesestunden beschert hat. Von mir gibt es eine 2,0 (7 Punkte).