Mondscheinbiss- Janin P. Klinger

  • Serena Love Baltimore verdient ihren Lebensunterhalt als Lieutenant beim NYPD. Dass sie eine Werwölfin ist, geht nicht unbedingt jeden etwas an. Ihre Familie, ein wildes Werwolfsrudel, hat sich damit abgefunden, dass sie in ihrem Job schon mal ihr Leben riskiert. Was jedoch die Beschützerinstinkte ihrer Brüder auf Hochtouren laufen lässt, ist die Tatsache, dass sie ein Verhältnis mit dem Top-Profiler Jason LaFavre hat. Denn Jason ist nicht nur ihr Liebster, sondern obendrein ein Vampir und somit Persona non grata in Werwolfkreisen. Als ein Serienkiller es auf Serena abgesehen hat, scheint das zerbrechliche Friedensgeflecht zu zerreißen, und stellt nicht nur die Liebe von Serena und Jason auf eine harte Probe.


    "Mondscheinbiss" ist das Debüt der deutschen Autorin Janin P. Klinger. Es handelt sich hierbei um einen Thriller mit paranormalem Einschlag. Wie der Titel schon suggeriert, sind die Hauptakteure in dieser Geschichte Vampire und Werwölfe.
    Die Handlung ist spannend konstruiert, sowie durch verschiedene Umstände unvorhersehbar und daher mit viel Kurzweil zu lesen.
    Das Thema Vampire und Werwölfe wird in "Mondscheinbiss" auf eine neue Art und Weise behandelt, wobei die Autorin zusätzlich neuartige Informationen im Bezug auf die körperliche Verfassung von Vampiren einstreut, die für ihre Geschichte von elementarer Bedeutung sind.
    Eine zarte beginnende Liebesgeschichte ist in "Mondscheinbiss" nicht zu finden, da die beiden Hauptprotagonisten bereits ein Paar sind und sich von Herzen lieben. Dadurch wird auch der romantische Aspekt ein Stück weit bedient. Erotische Szenen sind dafür so gut wie gar nicht zu finden, da dieses Thema lediglich angekratzt wird und es über Andeutungen nicht hinausgeht.
    Innerhalb der Handlung werden immer mal wieder Szenen aus der Vergangenheit eingebaut, die zum Einen interessant zu lesen sind und zum Anderen auch Bedeutung für den "Fall" besitzen.
    Das Ende hätte meiner Ansicht nach noch ein wenig mehr ausgebaut werden können, da es ziemlich fix abgehandelt wird. Auch der Schluss ist mir ein wenig abrupt, da nicht alle Fragen geklärt wurden und er doch ziemlich offen ist.
    Alles in Allem ist "Mondscheinbiss" doch ein tolles Debüt einer Autorin, die man im Auge behalten sollte, denn diese Geschichte um Serena und Jason besitzt viel Potential.


    Serena ist ein Werwolf, der einiges hat durchmachen müssen in ihrer Vergangenheit. Sie ist eine toughe Polizistin, die jedoch das Eine oder Andere vor ihrem Partner- Jason- geheim hält. Jason, ein Vampir, hält auch so einiges vor Serena zurück, was nach und nach in eine ziemlich heikle Situation führt. In einem sind sie sich aber einig, und das ist ihre Liebe zueinander.


    Die Autorin besitzt viel Talent im Bezug auf ihren Schreibstil, denn er ist flüssig zu lesen, auch wenn die Übergänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart manchmal etwas zu fließend sind. Dennoch sind alle Worte an ihrem richtigen Platz und der Leser kann sich daher gut in der Geschichte wohlfühlen und die Seiten innerhalb kürzester durchschmökern.


    Das Cover ist ein wahrer Hingucker mit tollen Details. Es gefällt mir richtig gut.

  • Ein Serienmörder ist unterwegs. Junge Frauen werden auf mysteriöse Weise ermordet. Bei ihren Leichen finden sich Nachrichten, die an eine der ermittelnden Lieutenants des New York Police Departments gerichtet sind - Serena Love Baltimore. Da ihr Freund, Top-Profiler Jason LaFavre und seines Zeichens Vampir, sich sorgen um sie macht, schaltet er sich in die Ermittlungen mit ein. Doch anfangs fällt es den beiden schwer, Hinweisen zu folgen, da der Mörder gekonnt alle Personen oder Indizien eleminiert, die auch nur ansatzweise auf seine Spur führen könnten. Die Nachrichten an Serena werden immer persönlicher und auch sonst wird der Mörder immer aggressiver. Lansam stellt sich hierbei heraus, dass er von ihrem Geheimnis Kenntnis hat. Denn Serena ist nicht nur eine ausgezeichnete Polizistin und eine wunderschöne und durchtrainierte Frau, sondern sie ist auch eine Werwölfin, und zwar von Geburt an, was sehr selten ist.
    Natürlich kommt es auch auf privater Ebene immer wieder zu Zwischenfällen und Unstimmigkeiten, da Serenas Famiie nicht mit der Wahl ihres Freundes einverstanden ist. Zum einen sind Vampire und Werwölfe schon von Natur aus eigentlich keine Freunde, zum anderen gibt es da persönliche Gründe aus der Vergangenheit der Familie. Und während die beiden noch verzweifelt nach dem Mörder suchen, geraten Serena, ihre Freunde und Familie immer mehr in Gefahr. Werden Sie den Mörder noch rechtzeitig finden? Und wird ihre Liebe stark genug sein?


    Janin Klingers Debüt ist ein gelungener Urban-Fantasy-Roman. Durch den Wechsel einzelner Erzählstränge schafft sie es stets die Spannung beim Lesen aufrechtzuerhalten, die sie von Anfang an kreiert. Lange habe ich hinsichtlich der Identität des Mörders im Dunkeln getappt, was meine Spannung weiterhin angeheizt hat. Die Charaktere der Geschichte sind durchweg sympathisch und detailreich gezeichnet; Serena und Jason verkörpern sowohl charakterlich, als auch optisch das Ideal einer Frau und eines Mannes. Serena habe ich bewundert und beneidet und Jason wurde von mir gnadenlos angehimmelt. Der Roman ist so flüssig und spannend geschrieben, dass ich gar nicht anders konnte, als ihn in einem Rutsch durchzulesen. Dabei habe ich die ganze Zeit mit Serena und Jason mitgefiebert. Ein wahrhaft gelungenes Debüt, das hoffentlich bald mit einer Fortsetzung gekrönt wird. Ich bin auf jeden Fall wieder mit dabei.

    Es wäre gut Bücher kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.
    Arthur Schopenhauer (1788-1860)


    :lesend