Heyne, 2010
512 Seiten
Kurzbeschreibung:
Wien 1529: Der Sturm des osmanischen Heeres fegt auf die Stadt zu. Die junge Madelin wird bei der Flucht von ihrer ungleichen Schwester getrennt. Madelin ist mutig, voller Leben und voller Liebe. Doch sie gerät zwischen die Fronten des Kampfes um das letzte Bollwerk der Christenheit. Die Schicksalsleserin ahnt nicht, dass sie selbst den Schlüssel zum Wohl oder Wehe der Stadt in der Hand hält: ein geheimnisvolles Tarotspiel.
Über die Autorin:
Lena Falkenhagen, geboren 1973 in Celle, arbeitete nach ihrem Studium der Germanistik und Anglistik als Übersetzerin, Lektorin und Autorin für Fantasy-Rollenspiele. Als Redakteurin Aventuriens gestaltet sie die größte phantastische Rollenspielwelt Deutschlands mit. Nach "Das Mädchen und der Schwarze Tod", "Die Lichtermagd" und „Die Schicksalsleserin“ ist "Die letzte Hanseatin" ihr vierter historischer Roman. Die Preisträgerin des DeLiA-Romanpreises 2010 lebt in Hannover.
Mein Eindruck:
Der Roman behandelt einen interessante historischen Zeitpunkt: 1529, Wien im Krieg gegen die Osmanen
Im Buch ist eine Karte von Wien anno 1529 enthalten.
Der Roman ist ziemlich komplex, die geschichtlichen Ereignisse sind bestimmen den Verlauf der Handlung und sind gut integriert. Bald drehen sich alles um zwei unterschiedliche Schwestern, die eine, Anna, wird Gefangene der Osmanen. Ihre Halbschwester Madelin ist sogar zur Hälfte eine Osmanin. Dann gibt es noch ihren Freund Lucas, das wird natürlich eine Liebesgeschichte, unaufdringlich in die Geschichte eingegliedert.
Die Komponente mit dem Wahrsagen ist weniger wichtig für das Buch und musste hauptsächlich für den unoriginellen Titel herhalten.
Die Sprache ist hervorragend, Lena Falkenhagen kann wirklich schreiben
Aber, der Beginn und der Haupthandlungsstrang verlaufen zum Teil zu gemächlich. Sonst gibt es aber viele gute Passagen und die Dramatik nimmt gegen Ende hin zu.
Trotz aller guten Ansätze faszinierte mich der Roman am Anfang nicht ganz so stark wie ihr preisgekrönter Erfolgsroman Die Lichtermagd. Doch der Roman steigert sich schließlich und ich kann ihn wirklich empfehlen.