Prometheus - Dunkle Zeichen (Alien Prequel) von Ridley Scott

  • Ich überlege auch noch, ob es sich wirklich lohnt. Ich meine jetzt für Kulturmenschen! Dass die Spektakel-Heinis & Heidis mit einem IQ jenseits der Kulturgrenze himmelhochjauchzend begeistert sein werden, ist mir klar. Aber ich lasse mich gerne überzeugen.

  • Eintrag eines Kulturmenschen vor fünf Minuten im Fratzenbuch:


    Zurück aus dem Kino: An alle, die sich "Prometheus" noch nicht angetan haben: Lasst es! Geldverschwendung! So einen Mistfilm hab ich lang nicht gesehen ... Da geht man ins Kino, um dem Fernsehprogramm zu entfliehen und dann so was ... Hoffentlich wird das nächste Buch besser ;-) Gute Nacht

  • Zitat

    Original von beisswenger
    Lasst es!


    Das Schöne an diesen ganzen hochtrabenden vernichtenden ( und ebenso in den Himmel hebendenden, die gibt es nämlich auch, zB vom Spiegel) Kritiken ist ja die Tatsache, sich durchaus einfach doch noch eine eigene Meinung bilden zu können. ;-)


    Mir blutet fast das Herz, denn ich schaffe es in den nächsten Wochen nicht ins Kino und trotzdem ist es das Erste, was ich zeitig machen werde. Eine eigene Meinung bilden.


    Ich erwarte keine zweite S. Weaver und keinen Alienfilm. Ich erwarte Giger- Düsterwelten und Ridley Scott SF, die endlich wieder zum Fürchten böse ist. Ich kann es kaum mehr abwarten und ab jetzt werde ich keine Kritik mehr lesen, gut oder schlecht. :wave

    Ailton nicht dick, Ailton schießt Tor. Wenn Ailton Tor, dann dick egal.



    Grüße, Das Rienchen ;-)

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  • Also gut rienchen, dann bild ich mir meine Meinung. Ich weiß zwar jetzt schon, dass ich mit einem flauen Gefühl das Kino verlassen werde, aber ich gebe dem Film eine Chance.

  • Beisswenger, ich sage nur, wie ich es mache. Jemanden zu belehren, liegt mir fern. :) Keine Kritik der Welt, von wem auch immer könnte mich vom Kinobesuch abschrecken, dafür habe ich mich viel zu sehr darauf gefreut. Und Filmkritiken an sich sind für mich ohnehin immer sone Sache...

    Ailton nicht dick, Ailton schießt Tor. Wenn Ailton Tor, dann dick egal.



    Grüße, Das Rienchen ;-)

  • Wir waren am Mittwoch.


    Also ich fand den schon spannend....


    Aber Charilze und Michael waren nicht so böse wie sie angekündigt wurden. Und irgendwie hat mir was gefehlt wobei ich nicht genau sagen kann was.




    Übrigens heißt der Film


    Prometheus - Dunkle Zeichen :winkt

  • Alles in allem fand ich den Film spannend. Die Story war sicher nicht der Kracher, aber die Atmosphäre, die Bauten, die Effekte und das Setting gefielen mir sehr. Man fühlte sich gleich an Alien erinnert und sollte es ja auch sein. Michael Fassbender und Noomi Rapace spielten ihre Rollen überzeugend. Im Nachhinein verstehe ich nur nicht, warum Ridley Scott alles so immens geheimhalten musste. So viel Neues und Innovatives war nun nicht dabei - jedenfalls für mich.


  • Hupps. :wow :lache


    Schon geändert.:)

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    Grüße, Das Rienchen ;-)

  • Oje, hier die Meldung eines guten Freundes auf unserem Forum, nachdem er den Film angesehen hat:


    --
    So, bin aus dem Kino zurück. Werde jetzt nicht spoilern, nur bewerten.


    Prometheus hat es problemlos geschafft in die TOP 5 Liste der schlechtesten Filme, welche ich je gesehen habe, vorzurücken. Wollte schon nach 15 Minuten gehen und hätte dies auch besser getan.


    Überlegt Euch gut, ob Ihr euch das antun wollt. Wer was genaueres wissen will, gerne per P.M.


    Absoluter Schisiß-Film. Bin echt sauer!
    --


    Sollte dazu sagen, daß er als regelmäßiger Intensivbesucher des FFF einen sehr guten Riecher für diese Genres hat. Da werde ich wohl die Finger von lassen.

  • Optisch hui, inhaltlich pfui. Schon nach wenigen Minuten gerät die Handlung ins Stolpern, zum Ende hin ist das Drehbuch nur noch katastrophal schlecht. Ich will nicht weiter ins Detail gehen, dafür war das alles zu wirr und belanglos, und Kopfschmerzen müssen auch nicht sein.


    Das einzig Positive, außer der ansprechenden Optik: habe wieder richtig Lust bekommen, Alien 1 und 2 anzuschauen.

    Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.
    - Wittgenstein -

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  • Zuerst das Positive: Der Film war viel besser als ich dachte. Theron und Fassbender zeigten tatsächlich so etwas wie eine schauspielerische Leistung. Die Effekte waren gut, wie erwartet, die Story befriedigend.


    Das war’s dann aber auch. Neben den in der Presse bereits kritisierten schwachen Dialogen, schwachen Darstellern etc. gab es noch zusätzliche Schwächen:


    Wie kann ein Raumschiff innerhalb von 4 Jahren 40 Lichtjahre überwinden? Vielleicht finden wir irgendwann einmal eine Abkürzung durch ein Wurmloch – aber bitte: doch nicht bereits in 80 Jahren, denn der Film spielt im Jahre 2093. Ebenso wenig werden wir in 80 Jahren einen perfekten Androiden fertigen können.


    Weitere Fragen, die sich ein durchschnittlich intelligenter Mitteleuropäer stellt: Warum konstruiert die Spezies, die auch uns Menschen konstruiert hat, eine Biowaffe, die wie eine billige Krake aus hundert SciFi-Billigproduktionen aussieht? Sind die Konstrukteure genauso einfältig wie diese Hollywood-Einfaltspinsel, die diesen Kinoschinken konstruiert haben? Unwahrscheinlich, denn dann würden wir Menschen anders aussehen.


    Grauen kann auch anders - viel intelligenter dargestellt werden: ich denke dabei an Solaris!


    Und das bittere Ende war so billig wie es dümmlich war: das Monster war eine abgekupferte Kopie aus Alien. Ja, man könnte es als Anspielung verkaufen – ich fand’s nur peinlich.


    Insgesamt eine gute 4 minus. Ridley Scott konnte es mal besser: z.B. Alien und Blade Runner! Von ihm hätten wir mehr erwarten können.

  • Zitat

    Original von beisswenger


    Insgesamt eine gute 4 minus. Ridley Scott konnte es mal besser: z.B. Alien und Blade Runner! Von ihm hätten wir mehr erwarten können.


    Scott ist kein Regisseur, der inhaltlich beeindruckende Akzente setzen kann. Auch wenn er an Alien maßgeblich beteiligt war, ist dieser Film inhaltlich sehr simpel angelegt, er profitiert vom damals fortschrittlichen Art-Design, von der Atmosphäre, schauspielerischen Einzelleistungen.


    Ist ein Drehbuch von Anfang an schlecht, kann Scott das Ruder auch nicht mehr rumreißen. Ich schätze ihn sehr als Regisseur, aber dramaturgisch fehlt es ihm (zumeist) am Können.


    Prometheus will zuviele Themen abhandeln, reißt das meiste aber nur an, ohne auch nur einmal in die Tiefe zu gehen. Zwanzig zu kurz geratene Motive wild und willkürlich aneinander zu reihen, macht noch keine große Musik. Hätte ich im Vorfeld gewusst, dass es sich beim Drehbuchautoren um Damon Lindelof handelt, hätte ich mir das Geld wohl gespart. Denn dem hallt schon seit längerem der Ruf nach, ein ziemlicher Stümper zu sein.

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    - Wittgenstein -

  • Habe den Film gestern im Kino gesehen. Alles in allem eine gute Unterhaltungsshow, die zwar nicht an die Alien-Klassiker herankommt, aber auf jeden Fall sehenswert ist. Die Raumschiffbesatzung aus prolligen Rappern (Willste mal flachgelegt werden, Blondie? usw.) und anderen "Individualisten" kam jedoch teilweise nicht sonderlich glaubwürdig rüber. Auf derartigen Hollywood-Klamauk kann ich verzichten und "cool" ist es auch nicht.
    Aber die Aufschlüsslung der Alien-Vorgschichte ist interessant und ich bin mal gespannt, wie es weitergeht.

  • Gestern habe ich ihn endlich gesehen.


    Ridley Scott hat sich mit "Alien 1" selbst einen bahnbrechenden Maßstab gesetzt, den auch er niemals mehr brechen wird. Was natürlich u.a auch an der großartigen Figur der "Ripley" liegt, die einfach nie mehr zu ersetzen sein wird.


    Dennoch ist "Prometheus" der zweitbeste aller insgesamt nun fünf Alien- Teile, obwohl er ja gar kein Alien- Film ist. :)


    Scott versteht es, fremde Welten düster, angsteinflößend und undurchdringlich darzustellen. Das All ist ein Ort, an dem das Böse hinter jeder Ecke lauern kann, an dem den Protagonisten niemand mehr helfen kann, an dem sich jeder selbst der nächste ist. Endlich wieder.


    Kameraführung- und Soundeffekte sind einfach atemberaubend, wenn mir die Musik manchmal auch ein bisschen zuviel war, etwas reduzierter und bösartiger hätte es auch getan. Die dunklen Bilder werden durch die üblichen H. R Giger- Projektionen und Plastiken wie gewohnt faszinierend unheimlich dargestellt, bösartig und stets ansexualisiert, wie nur Giger das kann. :wow


    Zudem lässt Scott einen subtilen, bösen Humor einfließen. Er setzt geschickte Anspielungen ein, beispielsweise



    Horroreffekte werden sparsam, aber sehr wirkungsvoll und konsequent eingesetzt.



    Die Schauspieler sind allesamt sehr gut besetzt (allen voran Charlize Theron, schön frostig), wenn auch so mancher Nebencharakter sehr blass bleibt, das kann Scott sicher besser. Er haucht sonst auch noch jeder so kleinen Nebenrolle ein unverwechselbares Wesen ein und der leichte Pathos sowie die kleine Liebesgeschichte haben mich, naja, gestört ist nicht das richtige Wort. Ich hätte es mir alles ein bisschen spröder gewünscht, andererseits war so manches für den Plot ja dann doch wichtig.


    Logigfehler konnte ich nicht entdecken, der Film wirft sicherlich Fragen auf, die sich aber mE klären werden und nur der Spannungshaltung dienen, denn es kommt ja mindestens noch ein weiterer Teil. Ich bin jetzt schon gespannt, wie ein Flitzebogen.


    Bleibt zu hoffen, dass die Geschichte nicht kaputterzählt wird, aber nach diesem furiosen ersten Teil bin ich guter Dinge. Ganz großartiges Science Fiction Kino, könnte ich mir die Tage direkt nochmal ansehen! :anbet

    Ailton nicht dick, Ailton schießt Tor. Wenn Ailton Tor, dann dick egal.



    Grüße, Das Rienchen ;-)

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  • Die Neugier hat gesiegt und so habe ich mir den Film trotz sehr niedriger Erwartungshaltung angesehen. Zeitlich passend, denn schließlich handelt es sich hier um einen Weihnachtsfilm. Die Expeditionsmitglieder werden pünktlich zu Heiligabend aufgetaut. Wobei mir da nie klar ist, an was man ein solches Datum Lichtjahre von unserem Sonnensystem festmacht, aber nun ja...


    Der Film ist durchgehend optisch sehr ansprechend und ich habe mich zumindest nicht gelangweilt. Die ersten zwanzig Minuten erzeugen sogar eine Art "Sense of Wonder", aber als die beiden Chef-Archäologen dem Team den Sinn ihrer Expedition erklären, konnte ich den beiden unwichtigen Opfer-Archäologen (mit sichtbaren "wir haben noch maximal 15 Minuten zu leben"-Tattoo auf der Stirn) nur zustimmen, wenn sie betonen, dass da mal eben 200 Jahre Darwinismus in die Tonne getreten werden bzw. dass ein paar Höhlenmalereien wohl kaum ein eindeutiger Hinweis auf die Korrektheit dieser abstrusen Ursprung-der-Menschheit-Theorie seien.


    Was dann folgt ist typische Alien-Kost, dabei tragen die bekannten Aliens überhaupt nicht zur Hintergrundgeschichte bei, sondern diesen nur den Actionsequenzen bzw. dem einen oder anderen mehr oder weniger gelungenen Filmzitat. Der Film wäre wahrscheinlich besser geworden, wenn man jegliche Alien-Referenz weggelassen hätte, was bleibt ist eine Story über eine Art Rasse von Übermenschen (den Konstrukteuren), deren Motivation, die von ihnen auf der Erde erschaffenen Menscheit auszulöschen nie auch nur ansatzweise geklärt wird. "Was haben wir falsch gemacht? Wieso hasst ihr uns so?", wird da mal gefragt. OK, Krieg, Zerstörung und allgemeiner menschlicher Wahnsinn. Wahrscheinlich ist das gemeint. Natürlich Grund genug, aber das ist alles ärgerlich platt. Im Grunde hat der Film überhaupt keine Story. Das Drehbuch würde auf einen Bierdeckel passen, zumindest kann es nur das Produkt eines durchgehenden Betäubungszustandes sein.


    Und dass dieses Prequel auch noch ein Sequel erleben wird - das Ganze endet mit einem sehr merkwürdigen Cliffhanger - ist geradezu beängstigend.


    Sollte das Ziel der Konstrukteure aber doch nicht die gesamte Menschheit sein, sondern nur Hollywood, werde ich mir den zweiten Teil doch noch anschauen und sie dabei kräftig anfeuern.

  • Ich habe die Blu Ray geschenkt bekommen und mir den Film mal zu Gemüte geführt.


    Das Schlimmste: Die Logikfehler sorgen dafür, dass man den Film zu keiner Sekunde wirklich ernst nehmen kann.


    Das Positive: Tolle Schauspieler, Hochglanz Optik und perfekte Spezialeffekte.


    Mein Fazit: Ich mag die meisten Alienfilme (bis auf Teil 3) und war daher sehr gespannt auf dieses Prequel. Leider konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen. Für einen DVD-Abend ist der Film aber gut zu gebrauchen. Gehirn aus und sich berieseln lassen, lautet da die Devise.

  • Zitat

    Logikfehler


    Da das dem Film immer wieder vorgeworfen wird und ich sie nicht finde- wo genau sind die Logikfehler? ME nach wird nicht alles erklärt, was der Dramaturgie aber nicht schadet. Aber was ist unlogisch? Es würde mich wirklich interessieren. :wave

    Ailton nicht dick, Ailton schießt Tor. Wenn Ailton Tor, dann dick egal.



    Grüße, Das Rienchen ;-)

  • Zitat

    Original von rienchen


    Da das dem Film immer wieder vorgeworfen wird und ich sie nicht finde- wo genau sind die Logikfehler? ME nach wird nicht alles erklärt, was der Dramaturgie aber nicht schadet. Aber was ist unlogisch? Es würde mich wirklich interessieren. :wave


    Da gibt es reichlich Material im Netz. Hier z.B. http://wegotthiscovered.com/mo…issues-with-prometheus/2/.


    Ich glaube es ist wirklich eine Mischung aus wissenschaftlichen Fehlern und Figuren, die unlogisch, ohne nachvollziehbare Motivation, Dinge tun, die zufällig die Story vorantreiben.