Von Nick Vujicic habe ich das erste Mal vor etwa einem halben Jahr gehört, als ich ihn in einem Youtube-Clip gesehen habe. Während mich andere Schicksalsbücher von Menschen wie Gaby Köster nicht sonderlich interessieren, so hat mich sein Buch jedoch angesprochen, nicht zuletzt auch deshalb, weil ich es ermutigend finde, etwas über das Vertrauen zu Gott von anderen Menschen zu lesen.
Nick Vujicic ist seit seiner Geburt an Phokomelie erkrankt, einer Fehlbildung der Gliedmaßen, die sich bei ihm so auswirkt, dass ihm beide Arme und Beine fehlen. Nachdem Nick als Kind starke Schwierigkeiten hat, sich mit seiner Behinderung abzufinden, versucht er sich in der Badewanne zu ertränken. Doch an diesem Abend, so beschreibt er, habe Gott sein Leben in die Hand genommen und ihm Hoffnung geschenkt. Inzwischen arbeitet Nick als Motivationstrainer und hält Reden in vielen Ländern. Er lebt nach dem Motto „Wenn kein Wunder passiert, sei selbst eins“, dass auch der Untertitel seines Buches ist.
Nick spricht in seinem Buch direkt den Leser an. Er erzählt ihm von seinen vergangenen Erlebnissen, seinen neuen Lebenseinstellungen und bringt den Leser zum Nachdenken, in dem er seine Fragen an ihn richtet. Der Kernpunkt des Buches ist, entgegen meiner Erwartungen, nicht seine Biographie, sondern seine positive Lebenseinstellung die ihm hilft, das Leben zu bewältigen. Er schreibt, oft auch allgemein gehalten, über die Folgen von Rückschlägen, die Phasen während einer Veränderung, über verschiedene, positive Lebenseinstellungen und vieles mehr.
Man merkt, dass Nick sich intensiv mit dem Leben beschäftigt und daraus gelernt hat. Mit seinem Buch gibt er nun den Lesern ein Stück davon weiter. Ich hatte erwartet, eine Buch zu finden, dass von Nicks Bewältigung des Lebens erzählt. Gefunden habe ich ein Buch, das sich erstaunlich oft um den Leser und die Bewältigung SEINER Probleme dreht. Eine Art „Motivationsbuch“, das die Motivation durch Beispiele und Erfahrungen von Nick bzw. von Menschen, denen er begegnet ist, verstärkt. Deshalb denke ich, dass jeder Leser etwas aus diesem Buch mitnehmen kann.
