Die Insel der tausend Quellen (Sarah Lark)

  • Verlag: Bastei Lübbe
    Hardcover
    704 Seiten
    Originalsprache: Deutsch


    Inhalt


    London, 1732: Nach dem Tod ihrer ersten großen Liebe geht die Kaufmannstochter Nora eine Vernunftehe mit einem verwitweten Zuckerrohrpflanzer auf Jamaika ein. Aber das Leben in der Karibik gestaltet sich nicht so, wie Nora es sich ertäumt hat. Der Umgang der Plantagenbesitzer mit den Sklaven schockiert sie zutiefst, und sie entschließt sich, auf ihrer Zuckerrohrfarm manches zum Besseren zu wenden. Überraschend unterstützt sie dabei ihr erwachsener Stiefsohn Doug, als er aus Europa anreist. Allerdings versetzt seine Rückkehr manches in Aufruhr - vor allem Noras Gefühle. Doch dann verliert Nora durch ein tragisches Ereignis plötzlich alles, bis auf ihr Leben ...


    Die Autorin:


    Sarah Lark, geboren 1958, studierte Psychologie und promovierte über das Thema »Tagträume«. Nebenbei arbeitete sie lange Jahre als Reiseleiterin. Schon immer war sie fasziniert von den Sehnsuchtsorten dieser Erde. Ihre fesselnden Neuseelandromane fanden sofort ein großes Lesepublikum und sind Dauerbrenner auf der Bestsellerliste.
    Sarah Lark ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Schriftstellerin (Christiane Gohl). Sie lebt in Spanien. Unter dem Autorennamen Ricarda Jordan entführt sie ihre Leser auch ins farbenprächtige Mittelalter.


    Meine Meinung:


    Zwei Dinge bewegten mich zum Kauf dieses Buches:
    1. Das Cover ... ich finde es soooo toll (allerdings schauen die Cover von Sarah Larks Büchern immer annähernd gleich aus).
    2. Das Buch ist von Sarah Lark! Muss man dazu noch mehr sagen?


    Trotzdem hatte ich ein klein wenig Bauchweh, als ich das Buch dann vor mir hatte. Auf der einen Seite riesig große Vorfreude, immerhin ist Sarah Lark meine Lieblingsautorin. Auf der anderen Seite die Erinnerung an ihr letztes Buch ("Im Schatten des Kauribaums"), das verhältnismäßig schlecht war.
    Kaum hatte ich aber angefangen zu lesen, stellten sich alle Befürchtungen als unbegründet heraus. Gleich vorweg: Das Buch ist so, so, so toll! Ich glaube, es ist das beste, das Sarah Lark je geschrieben hat! :-]


    Toll fand ich den erfrischenden Schauplatzwechel. Endlich weg von Neuseeland, von den Maori. Das Augenmerk liegt dieses Mal auf den Sklaven. Wichtige historische Geschehnisse wurden geschickt in die Geschichte hineingezogen (so der Vertrag zwischen den Maroons und den Weißen), und hat die Handlung nicht gestört, sie nicht "beschwert", langweilig werden lassen.
    Vielmehr rennt die Handlung nur so dahin, dass man mit dem Lesen kaum nachkommt. Das Buch ist so spannend, dass ich teilweise um Atem gerungen habe, die fortschreitende Zeit auf meiner Uhr mit besorgtem Blick zur Kenntnis genommen habe und trotzdem noch weiter gelesen habe. Wer braucht schon Schlaf?


    Die Figuren sind sehr glaubwürdig dargestellt, Sympathieträger sind allerhand dabei.
    Stellenweise ist das Buch vorhersehbar, was der Lesefreude aber keinen Abbruch getan hat. Happy End gibt es natürlich auch. :-] Bleibt zu hoffen, dass es eine Fortsetzung gibt. :-]


    Alle möglichen Punkte und darüber hinaus :heisseliebe

  • Ich kann mich Prombär nur anschließen. "Die Insel der tausend Quellen" ist ein sooooo tolles Buch. Ich war gefesselt von der Handlung, an einigen Stellen hielt ich die Luft an, ich fühlte mich gedemütigt, wie die Sklaven auf den Plantagen und war starr vor Schreck wie die Protagonistin. Ein wirklich tolles Buch. Einmal angefangen kann man es nicht mehr aus der Hand legen. Muss man dann natürlich doch - gerade wenn man es in der Weihnachtszeit liest... ;) Und doch war ich selbst auf der Arbeit in Gedanken von der Handlung gefesselt. Ein ganz tolles Buch, dem ich viele, viele Leser wünsche.


    LESEN :anbet

  • Auch ich kann mich hier nur anschließen. Das Buch habe ich gestern erst angefangen, heute hatte ich noch keine Zeit zum Lesen und bin trotzdem schon auf Seite 290!!
    Das ist für mich Lese-Schnecke sehr, sehr schnell.


    Ich lese Sarah Lark immer sehr gerne, aber dieses Buch scheint mir wirklich noch besser zu gefallen, als die ganzen anderen!!!!

    Anna Karenina (LR), Der blinde Mörder (LR), Alias Grace (LR), Die Bücherdiebin (LR), Das Rosenholzzimmer (LR), Töchter des Nordlichts

  • Inzwischen habe ich das Buch beendet und kann mich Prombär nur anschließen.
    Das Buch wird höchst wahrscheinlich jetzt schon zu meinem Monatshighlight, auch wenn der Monat gerade erst angefanen hat!


    Der Schreibstil ist, wie von Sarah Lark gewohnt, flüssig und mitreissend. Die Personen werden gut und authentisch dargestellt und man erfährt genug, um sich mit ihnen identifizieren zu können.
    Besonders Nora hat es mir mit ihrer Art angetan!!!!


    Das Buch ist meiner Meinung nach ein absolutes MUSS für jeden, der gerne historische Bücher liest!!!!!

    Anna Karenina (LR), Der blinde Mörder (LR), Alias Grace (LR), Die Bücherdiebin (LR), Das Rosenholzzimmer (LR), Töchter des Nordlichts

  • Ich habe "l'île aux milles sources" von einer Kundin geschenkt bekommen, die weiss, dass ich gern lese.

    Der Schauplatz ist schon spektakulär, Jamaica, welch interessanter Ort. Nora, die Hauptfigur des Buches ist mir von der ersten Seite an sympathisch gewesen. Ich habe mit ihr gelitten, mit ihr gelacht und mich für sie gefreut, dass sie ihren Traum erfüllen konnte.

    Das Thema Sklaven, Sklavenhaltung ist "greifbar" geschildert und ich konnte zeitweise nur fassungslos den Kopf schütteln. Die Behandlung durch ihre Besitzer ist sehr oft einfach unmenschlich und deplaziert. Und so vieles wurde von der Kirche gebilligt und sogar erwartet. Das soll christliche Nächstenliebe sein ?

    Ich kann für dieses Buch eine klare Leseempfehlung aussprechen und freue mich, dass ich Band 2 auch gleich lesen kann :wave