480 Seiten
Heyne Verlag, November 2011
Originaltitel: Collecting Cooper
Übersetzt von Frank Dabrock
ISBN: 3453435982
Preis: 8,99 Euro
2. Teil der Serie um Theo Tate
Kurzbeschreibung
Christchurch befindet sich im Ausnahmezustand: Mehrere junge Frauen sind spurlos verschwunden. Hat die totgeglaubte Mörderin Melissa X, die die Metropole schon einmal heimsuchte, erneut zugeschlagen? Detective Schroder bittet den frisch aus der Haft entlassenen Ex-Cop Theo Tate um Hilfe. Es beginnt eine schweißtreibende Jagd. Ein neuer Serienkiller hat die Bühne betreten, und seine Taten stellen alles Dagewesene in den Schatten.
Über den Autor
Paul Cleave wurde am 10. Dezember 1974 in Christchurch, Neuseeland geboren, dem Ort, wo auch seine Romane spielen. Neben dem Schreiben renoviert er Immobilien ("Ich kaufe ein Haus, lebe etwa ein Jahr in ihm, während ich es renoviere, und verkaufe es dann"). Dem Fan von Stephen King und Lee Child gelang mit seinem Debütroman Der siebte Tod auf Anhieb ein internationaler Erfolg, der in Deutschland monatelang auf den ersten Plätzen der Bestsellerlisten stand.
Meine Meinung
Nach „Die Toten schweigen nicht“ spielt auch in diesem Thriller der Ex-Cop Theo Tate die Hauptrolle. Er ist gerade eine Hapftstrafe wegen den Ereignissen aus dem Vorgänger verbüßt, als ihm ein ehemaliger Kollege um Hilfe bittet. Immer wieder verschwinden in Christchurch spurlos junge Frauen. Auch der Vater der Emma Green, die Tate vor einem Jahr angefahren hatte, „bittet“ Tate um Hilfe. Er wird immer mehr in die Suche hineingezogen, die sich zuspitzt, als auch noch Emma Green Collegeprofessor verschwindet.
In drei Strängen und im Präsent wird abwechselnd von Tate in der Ich-Form, dem Opfer Emma Grate und einer weiteren Figur erzählt. Leider weiß man dadurch oft mehr als Theo Tate selbst und kaum ist etwas, was ihn überrascht, auch für die Leser unerwartet.
Auch geht es eher weniger um den neuen Serienkiller Melissa X, bekannt aus „Der siebte Tod“, sondern um die Suche nach Emma Grate und ob es mehr als einen Täter gibt. Als Leser kennt man den Verantwortlichen für das Verschwinden der jungen Frauen was einiges an Spannung nimmt. Es gibt leider immer wieder Längen, die vielen Perspektivwechsel gehen auf Kosten der Spannung. Das Ende war recht gut, wenn auch nicht überzeugend.
Da das Ende von „Der Tod in mir“ verraten wird, sollte man diesen Thriller vorher lesen, falls er einen interessiert. Es wird noch mindestens einen weiteren Band mit Tate geben, der sich mit Melissa X beschäftigen wird.