Die Frequenz der Angst - Sascha André Michael

  • Inhaltsangabe vom Verlag:


    Auf der Suche nach dem unheimlichsten Klang der Welt stößt der vereinsamte Nürnberger Komponist Sandy Martens unvermittelt auf mysteriöse Radiosender, die offenbar von geheimnisvollen Funkstationen bedient werden. Ohne es zu ahnen, verstrickt er sich mit dieser Entdeckung in eine alptraumhafte Verschwörung, in der Wahn und Wirklichkeit nicht mehr zu unterscheiden sind. Gejagt und überwacht von erbarmungslosen Geheimdiensten bleibt ihm und seinem besten Freund nur ein Pakt mit dem Teufel, um zu überleben.


    Mitten in der beschaulichen fränkischen Metropole entwickelt sich ein packender Thriller, bei dem nichts ist wie es scheint und hinter jeder Antwort eine neue Frage lauert.


    Meine Meinung:


    Ich glaube, ich habe bei noch keinem Buch so intensiv darüber nachgedacht es abzubrechen.


    Die Grundidee gefällt mir wirklich gut: Ein Geheimsender, der Morde an Personen in Auftrag gibt – und das ganze über eine verschlüsselte Frequenz. Der arme Sandy mitten in diesem Abenteuer entschlüsselt die geheimen Botschaften und gerät dabei an den Rande der Realität.


    Die Charaktere sind auch liebevoll ausgearbeitet. Der paranoide Sandy und der selbstbewusste Schlabbo ergänzen sich wirklich prima und bilden eine runde Einheit.


    Allerdings bin ich mit dem Schreibstil des Autors so überhaupt nicht warm geworden. Die ersten Zweifel kamen schon auf Seite 70. Für mich hat sich durch die ewig langen Sätze und das andauernde Beschreiben der Technik, Gefühlswelt und Umwelt einfach keine Spannung aufgebaut. War ein Ansatz von Spannung da, wurden wieder absatz- und seitenweise die Eindrücke des Charakters beschrieben. Vielleicht lag es auch an der Er-Perspektive, dass ich einfach keinen Zugang zum Charakter und somit zur Geschichte gefunden habe. Auf Seite 230 habe ich dann endgültig das Handtuch geworfen.


    Schade eigentlich…


    Bewertung für die Grundidee: 3/5 Sterne