Wo warst Du: Ein Septembertag in New York - Alexander Osang und Anja Reich

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
    Verlag: Piper; Auflage: 3 (Juli 2011)


    Kurzbeschreibung (lt. amazon):
    So ist über den 11. September noch nie berichtet worden: persönlich, berührend und manchmal sogar komisch. Alexander Osang, damals Spiegel-Korrespondent, erzählt von seiner Odyssee durch das geschockte New York, immer auf der Suche nach »seiner« Geschichte. Seine Frau und Kollegin Anja Reich sieht die schwarzen Wolken aus Manhattan auf ihr Haus in Brooklyn zukommen. Sie durchlebt diesen Tag mit den gemeinsamen Kindern und Nachbarn in der Straße ganz anders, nicht weniger dramatisch – und ohne Nachricht von ihrem Mann. Jeder von beiden schreibt nun seine eigene Geschichte über den längsten Tag von New York City. So entstehen zwei Erzählungen, die zusammen einen ungemein dichten, mitreißenden und farbigen Bericht eines Paares ergeben – über die Katastrophe und darüber, was diese mit ihnen macht.


    Über die Autoren
    Anja Reich und Alexander Osang lernten sich bei der BerlinerZeitung kennen, wo sie im Wendejahr 1990 beide als Reporter arbeiteten. Zusammen gingen sie von 1999 bis 2006 nach New York. In diesen Jahren entstand u. a. sein Bestseller »Die Nachrichten« (verfilmt von Matti Geschonneck). Anja Reich leitet heute das Magazin der Berliner Zeitung. Alexander Osang arbeitet als Reporter für den Spiegel. Er erhielt mehrfach den Egon-Erwin-Kisch-Preis und den Theodor-Wolff-Preis.


    Meine Meinung
    Ich bin mit hohen Erwartungen an das Buch gegangen. Die Kurzbeschreibung hörte sich sehr verlockend an. Das Cover tat sein übriges dazu. Diese naive Kinderzeichung der WTC und dem Flugzeug berührte mich auf eine ganz komische Art und Weise. Kurz: Ich musste das Buch lesen.
    Anfänglich allerdings kam ich nicht so recht in die Geschichte rein. Es geht um den Umzug und das neue Leben der beiden Autoren in New York. Langsam fing die Geschichte an. Ruhig und stetig. Da ich ja wusste auf was es hinauslief war ich zugegeben ein wenig ungeduldig.
    Im Nachhinein muss ich sagen es war genau richtig die Geschichte eher belanglos beginnen zu lassen. So kann man sich als Leser ein "normales" Bild vom Leben in New York machen. Und zwar bevor die Katastrophe diese Stadt und deren Menschen für immer veränderte. Durch diesen geschickten Einstieg bekam man ein Gefühl für das was in den Köpfen der New Yorker vorgegangen ist.
    Beeindruckend fand ich natürlich die "Hauptgeschichte". Was denkt man an so einem Tag? Was tut man vor allen Dingen an so einem Tag?


    Die beiden Autoren haben die Geschichte jeweils aus ihrer Sicht geschrieben. Durch die unterschiedlichen Schrifttypen kann man dies auch gut erkennen. Aufgrund der unterschiedlichen Erzählperspektiven bekommt man einen sehr guten Eindruck über das war die normalen Bürger gedacht haben. Nicht die Täter, oder die unzähligen unschuldigen Opfer stehen in diesem Buch im Vordergrund (obwohl sie durchaus eine kurze Erwähnung finden mussten) sondern der Nachbar von nebenan, also du und ich..


    Lesefazit:
    Für mich ist der 11. September immer noch unvorstellbar und nach all den Jahren nicht begreifbar. Dieses Buch war ein Muss und ich kann es jedem ans Herz legen, der sich für diese Geschichte interessiert. Vor allen Dingen für die Geschichten hinter der ganz großen Katastrophe.


    Von mir gibt es daher die volle Punktzahl.

    Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie. (James Daniel)

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