2. Fall für Chefinspektor Otto Morell
Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1 (5. August 2011)
ISBN-10: 3596182867
ISBN-13: 978-3596182862
Kurzbeschreibung:
An der altehrwürdigen Wiener Alma Mater Rudolphina-Universität wurde Professor Vitus Novak ermordet. Und ausgerechnet Leander Lorentz, ein Freund von Chefinspektor Otto Morell, soll ihn umgebracht haben. Novak war Archäologe und einer von mehreren Ausgrabungsteilnehmern in Syrien, die nach dem sagenumwobenen Schatz des Alulim suchten. Einer der Teilnehmer kehrte seinerzeit von dieser Expedition nicht zurück und gilt seither als verschollen. Hat diese Ausgrabung etwas mit dem Mord an dem Professor zu tun? Morell eilt seinem Freund zu Hilfe und stößt auf ein Netz von Intrigen, Korruption und Verrat.
Zur Autorin:
Daniela Larcher wurde 1977 in Bregenz geboren. Sie studierte Prozess- und Projektmanagement an der FH Vorarlberg und war anschließend zwei Jahre lang in der Werbebranche tätig. 2002 begann sie ein Studium der Archäologie an der Universität Wien und arbeitete parallel dazu im Bereich PR und Eventmanagement. Mitte 2006 zog sie nach New York, um dort für ein Jahr beim Verlag powerHouse Books zu arbeiten. Seit Juli 2007 ist sie wieder zurück in Wien, wo sie derzeit im Eventbereich tätig ist.
Meine Meinung:
Mir gefiel der 1. Teil (Die Zahl) so gut, dass ich ungeduldig auf eine Fortsetzung wartete, die nun im August erschienen ist. Dieses Mal ist der Ort des Geschehens Wien, wo die Gerichtsmedizinern Nina Capelli, die auch im 1. Buch schon eine Rolle spielt, einen neuen Job aufnimmt. Ihr Lebenshefährte Leander wird verdächtigt, seinen Kollegen ermordet zu haben, war ihr Verhältnis bekanntermaßen nicht das Beste. Doch Otto Morell kann das nicht glauben, kennt er Leander doch auch sehr gut.
Die Ermittlungen in dem Mordfall darf Otto Morell eigentlich nicht durchführen, ist er doch nicht mehr zuständig und damals aus Wien fortgegangen, um ein ruhigeres Leben auf dem Land zu führen, doch dass sein ungeliebter Ex-Kollege zuständig ist, von dem er weiß, dass der zu schnell ein Urteil fällt, behagt Otto Morell gar nicht, und so muss er doch auf eigene Faust ermitteln.
In diesem Buch spielt das Thema Grab eine große Rolle, sei es im Rahmen eines Beerdigungsinstituts oder der Katakomben unter dem Wiener Stephansdom. Jedes Kapitel wird zudem mit einem passendem Zitat eingeleitet. Der Titel ist also sehr gut gewählt. Österreichisches Nationalkolorit kommt wieder passend durch, und man versteht als Norddeutscher ohne Probleme die paar einheimischen Wörter, die den Roman aber eindeutig in Wien ansiedeln.
Die Protagonisten, allen voran Otto Morell und Nina Capelli, haben mir wieder gut gefallen, es machte mir Spaß, ihnen zu folgen und zu rätseln, wer nun wohl der Schuldige war und wie man die Unschuld Leanders beweisen kann. Oftmals habe ich über Otto Morell auch schmunzeln müssen.
Von mir Daumen hoch für eine gelungene und bis zum Schluß spannende Fortsetzung, auch wenn ich die Auflösung etwas ungewöhnlich fand.
9 Punkte