'Der dunkle Thron' - Seiten 282 - 414

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    Zitat

    ypsele84, ich denke, Nick ist so frustriert über die Situation, weil er Polly heiraten musste und sie von niederer Herkunft ist. Damals schloss man solche Ehen einfach nicht und es ist ihm nun nicht mehr möglich, eine "standesgemäße" Verbindung einzugehen, aus der dann auch ein "standesgemäßer" Erbe hervorgehen könnte. Dieses Dilemma nimmt Nick so gegen Polly und seinen Sohn ein. Hätte er sie nicht heiraten müssen (wegen seiner verbohrten Treue zu Mary), würde er sie wahrscheinlich vorbehaltlos lieben können. Allerdings ist das alles nicht Pollys Schuld und schon gar nicht die der Kinder. Das weiss Nick natürlich ebenfalls und macht ihn erst recht wütend


    :write


    Zitat

    Verständlich finde ich Nicks Verhalten, sympathisch auch nicht besonders, aber menschlich


    Nur allzu menschlich. Und auch hier sehe ich ein bisschen, dass seine Jugend hier durchschimmert. Einerseits genießt er die "Freuden", die er mit Polly hat andererseits kann er aber seine genauen Gefühle ihr gegenüber nicht einordnen. Er glaubt, er liebt sie nicht und sie hat ihm halt nur aus seiner Einsamkeit geholfen. Aber besser Polly als gar keine Frau. So machen es ja viele Menschen - ich kenne einige, bei denen man sich fragt, warum sie überhaupt noch zusammen sind, wo man doch merkt, dass es keine Liebe ist.
    Und realistisch fand ich auch, dass er sich keinen Pfifferling um Verhütung kümmert und nur so nebulös dachte, wer stillt wird eh nicht schwanger aber wirklich wichtig war es ihm auch nicht. Gedankenlos einfach. So sind meine Söhne auch oft - die Freiheit der Jugend. :grin


    Zitat

    Ich glaube nicht, dass Nick so gesehen werden soll - er ist 'nur' ehrlich - und königstreu, aber er weiss um diverse Macken -


    Nein edel ist Nick nicht. Eher ein bisschen naiv manchmal, oft stur und wenn er mal einen Entschluss gefasst oder gar einen Eid geschworen hat, dann gibt es für ihn kein zurück mehr.


    Also ich fand, dass er in diesem Abschnitt bereits eine große Entwicklung durchmacht zum Mann hin und mir hat gut gefallen, dass nach seiner Verhaftung ein Bruch im Lauf der Erzählung war und im Leben von Nick natürlich auch. Das er sich so leicht verstecken kann habe ich hingenommen aber ich bin froh, dass es jetzt vorbei ist, denn ewig konnte das ja nicht gutgehen.
    Und jetzt bin ich gespannt, ob er ein "normales" Leben je wieder auf die Reihe kriegt und ob die Entwicklungen im Königshaus ihm dabei vielleicht helfen werden.

    Hollundergrüße :wave



    :lesend


    Die Hexenholzkrone 2 - Tad Williams



    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin,

    daß er tun kann, was er will,

    sondern daß er nicht tun muß,

    was er nicht will - Jean Rousseau)

  • Zitat

    Zitat:ypsele84, ich denke, Nick ist so frustriert über die Situation, weil er Polly heiraten musste und sie von niederer Herkunft ist. Damals schloss man solche Ehen einfach nicht und es ist ihm nun nicht mehr möglich, eine "standesgemäße" Verbindung einzugehen, aus der dann auch ein "standesgemäßer" Erbe hervorgehen könnte. Dieses Dilemma nimmt Nick so gegen Polly und seinen Sohn ein. Hätte er sie nicht heiraten müssen (wegen seiner verbohrten Treue zu Mary), würde er sie wahrscheinlich vorbehaltlos lieben können. Allerdings ist das alles nicht Pollys Schuld und schon gar nicht die der Kinder. Das weiss Nick natürlich ebenfalls und macht ihn erst recht wütend


    Ich glaube an der Stelle ist er einfach soauer, auf sich selbst und lässt das ungerechtfertigt an den anderen aus. Er sah keinen Ausweg um sein Ziel - Mary beschützen, koste es, was es wolle - zu erreichen - nur froh war er darüber einfach nicht. Und weil er nicht rauskam - und sich das vielleicht auch nicht eingestehen will, ist er lieber sauer auf die, die auch nichts dafür können.

    Binchen
    :write
    Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält. (William Somerset Maugham) ;-)

  • Lustig. Die einen sehen Nick nach der Sache mit Polly als unsympathischer an und die anderen immer noch als Sympathieträger. Vermutlich sind genau so viele der einen wie der anderen Meinung :lache
    Ich hab das als gar nicht soo wichtige Szene gesehen während dem Lesen!
    Aber wenn ihr jetzt schon darüber diskutiert, hier meine Meinung: Polly ist von sich aus in Nicks Bett gekrochen und wusste ziemlich sicher, dass sie irgendwann schwanger wird und dass das Kind dann ein Bastard ist. Es war also ihre Entscheidung. Dass sie sich für ihr Kind mehr wünscht, ist ihr nicht zu verdenken, jedoch wird das sehr schwierig, weil sie ist und bleibt doch die Magd und Nick der Lord. (ich gehe jetzt mal davon aus, dass er irgendwann Waringham wieder kriegt, auch wenn er im Moment das nicht tut :lache). So unsympathisch kommt mir Nick also nicht rüber, weil er stellt eher nur die Fakten klar und macht Polly keine Hoffnungen. Diese jedoch macht Nick sehr viele Vorwürfe, die er meiner Meinung nach nicht verdient hat. Außerdem weiß Polly vermutlich, dass Nick sie nicht liebt und evtl kommt ja ihr "sauersein" auch daher, dass sie weiß, dass sie nie eine richtig tolle Familie sein werden...


    Zum Rest ;-)
    Dass Mary sich selbst vergiftet hat, hab ich mir irgendwie gleich gedacht. Und Nick dreht gleich mal voll am Rad, mensch. Er ist mir da auch ein wenig zu fanatisch, aber das hat wohl einfach damit zu tun, dass ein Schwur früher wohl wirklich sehr wichtig war.


    Die Pferdeknecht-Sache hat mir sehr gut gefallen, aber ich bin einfach auch ein absoluter Pferdenarr und es freut mich immer, wenn ich ein wenig mehr über die Vierbeiner lesen darf.


    Marys Auftritt als der König zu Besuch war fand ich übrigens klasse, auch wenns nix genützt hat.


    Cromwells Einfluss nimmt beängstigende Maße an! :(


    Madog ist übrigens klasse, ich mag die Waliser igendwie immer sehr! :)

  • Na ja reingekrochen klingt etwas gemein. Und dass sie mit einer Schwangerschaft rechnen musste stimmt zwar aber erstens ist sie ja auch noch ein junges Ding und hoffte wohl, dass es nicht passieren würde, zweitens liebt sie ihn ja seit vielen Jahren und drittens gehören ja auch damals schon zwei dazu und irgendwie finde ich es gemein, dass sie aufpassen und nein sagen soll und der gnädige Herr kann einfach genießen.
    Aber um andere Frauen macht er sich Tag und Nacht Gedanken und Sorgen. Tztztz.
    Aber wie schon erwähnt mag ich Nick trotzdem, denn seine Gefühlswirrungen sind einfach menschlich und so gut beschrieben, dass ich ihm nicht böse sein mag. Aber Polly hat trotzdem einen Mann verdient, der sie und die Kinder richtig liebt.

    Hollundergrüße :wave



    :lesend


    Die Hexenholzkrone 2 - Tad Williams



    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin,

    daß er tun kann, was er will,

    sondern daß er nicht tun muß,

    was er nicht will - Jean Rousseau)

  • Ich sehe das ganz anders. Polly wäre mit der Situation als Fridelfrau und Mutter der Bastarde völlig einverstanden gewesen, das hätte vermutlich auch in Waringham niemand gestört, aber wenn sie geheiratet wird, dann kann sie für ihre Kinder auch etwas erwarten- Nick hätte komplett die Konsequenzen ziehen müssen und dazu ist er einfach nicht bereit. Er Beutet Polly nur weiter aus, diesmal zu seiner Tarnung, nicht nur zur sexuellen Befriedigung.

  • Nein, ich schließ mich euch an. Mir wurde Nick in dem Abschnitt auch zunehmend unsympathischer. Vor allem aber auch unverständlicher, in seinem Wahn, Mary zu beschützen.


    Außerdem tauchen immer wieder neue "voll nette Leute" auf (sorry), so dass mir das langsam zu viel gemütliches Verwandtschaftsgetue ist - die Gefahr, in der Nick schwebt, wie ja die ganze Zeit immer wieder betont wird, spüre ich nicht.

  • Das er Polly nach der Geburt am liebsten schlagen würde, schlägt dem Fass den Boden aus.
    Hallo die Frau hatte gerade furchtbare Schmerzen! Der Typ hat doch ein Problem.


    Auch wenn es ihn "menschlich" macht, im wahren Leben würde ich jeden Mann wie Nick NICHT mögen. Bei mir ist er jetzt unten durch.


    Gut das es viele andere Charaktere in dem Buch gibt, die ich sehr mag.

    Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat. - Marie von Ebner-Eschenbach

  • Ich reihe mich in die Schlange der Umsymapthen bei der Geschichte zwischen Polly und Nick ein... :lache


    Ich verstehe schon den Standesdünkel und Nicks Frustration bei der ganzen Sache. Aber ein wenig kratzt es mich schon, dass er, der er der Meinung ist, jeder Mensch solle die Bibel lesen können, erstens solche Standesunterschiede macht und zweitens Polly als Frau so gar keine Rechte zuzugestehen scheint. Er liebt sie nicht, will ihr nichts vergeben und benutzt sie doch bei jeder Gelegenheit für seine Zwecke, sei es nun so oder so. Und, dass er seinem Zweitgeborenen gegenüber so gar keine Symapthie aufbringen kann, fuchst mich ungemein - was kann bitte das arme Kind für seine Eltern, speziell für seinen Vater?!
    Interessant ist auch sein Fanatismus für Mary - die junge Dame wird von ihm regelrecht angebetet und fast heilig gesprochen. Unglaublich. Dabei ist sie doch auch "nur" eine Frau. So wirklich verstehe ich diese waringhamsche Hingabe nicht - Treue hin oder her.


    Trotzdem Mary Auftritt beim Besuch des Königs und auch ihre Giftmischerei, damit ihre Mutter sie besucht, fand ich beeindruckend. Genauso, wie Katharinas Auftauchen, als Nick und Madog sich prügeln. :grin Ich mag Katharina und zumindest hier spielt mir Fau Gablé voll in die Hände. Madog finde ich als neuen Charakter auch außerordentlich erfrischend, muss ich sagen - nur die Tatsache, dass er natürlich wieder um 3 Ecken mit Nick verwandt sein muss und natürlich wieder die Güte und Intelligenz in Person ist, schmälert meine Symapthie ein wenig. Ich hätte gern mal einen niederträchtigen Verwandten...


    Irgendwie fühle ich auch meine Ahnung bestätigt, dass die Geschichte um Ray böse enden wird. So oft, wie Katherine Howard erwähnt wird - das kann eigtentlich nur Schlechtes geben.


    Wen ich in diesem Abschnitt wieder besonders beeindruckend fand, ist Lady Meg. Die Hinrichtungsszene ihres Vaters hat mir wirklich Gänsehaut beschert, mehr noch. Und als sie mit geradem Rücken den Kopf ihres Vaters geholt hat...unglaublich. Ich glaube, ich sollte mir das Buch um Thomas More noch zu Gemüte führen, was hier so warm von einigen Eulen empfohlen wurde.


    So, mal schauen, wie es jetzt weitergeht - Anne Boleyns Tage sind ja bald wieder gezählt, also muss es doch weitergehen, im Königlichen Glücksspiel um einen Erben und der waringhamschen Sturheit im Kampf um Gerechtigkeit.
    :grin

  • Zitat

    Und, dass er seinem Zweitgeborenen gegenüber so gar keine Symapthie aufbringen kann, fuchst mich ungemein - was kann bitte das arme Kind für seine Eltern, speziell für seinen Vater?!


    Hier habe ich prinzipiell das Gefühl, dass er nicht so gut mit ganz kleinen Kindern kann. Da kommen noch weiter Szenen später, wo ich mir das dachte. Erst wenn sie richtig sprechen können, wird es etwas besser. Allerdings hat er schon genaue Vorstellungen, wie sie sich zu benehmen haben. Bis zu einem gewissen Grad ist er hier aber ein Spiegel seiner Zeit. Ich finde dies realistischer als wenn Kinder wie heutzutage wie rohe Eier behandelt werden. Damals waren Respekt vor den Erwachsenen und feste Regeln doch eher normal. Und auch heutzutage gibt es noch einige Väter, die ihre Söhne erst interessant finden, wenn sie Lego bauen und Eisenbahn spielen können.


    Zitat

    Irgendwie fühle ich auch meine Ahnung bestätigt, dass die Geschichte um Ray böse enden wird. So oft, wie Katherine Howard erwähnt wird - das kann eigtentlich nur Schlechtes geben.


    Wurde die Dame nicht wegen Seitensprüngen vom König hingerichtet? :-(
    Oh je auch mir gruselt es schon.

    Hollundergrüße :wave



    :lesend


    Die Hexenholzkrone 2 - Tad Williams



    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin,

    daß er tun kann, was er will,

    sondern daß er nicht tun muß,

    was er nicht will - Jean Rousseau)

  • Zitat

    Original von hollyhollunder


    Hier habe ich prinzipiell das Gefühl, dass er nicht so gut mit ganz kleinen Kindern kann. Da kommen noch weiter Szenen später, wo ich mir das dachte. Erst wenn sie richtig sprechen können, wird es etwas besser. Allerdings hat er schon genaue Vorstellungen, wie sie sich zu benehmen haben. Bis zu einem gewissen Grad ist er hier aber ein Spiegel seiner Zeit. Ich finde dies realistischer als wenn Kinder wie heutzutage wie rohe Eier behandelt werden. Damals waren Respekt vor den Erwachsenen und feste Regeln doch eher normal. Und auch heutzutage gibt es noch einige Väter, die ihre Söhne erst interessant finden, wenn sie Lego bauen und Eisenbahn spielen können.


    Ja, da magst Du Recht haben, Holly - erscheint einfach (noch) keinen Bezug zu Kindern zu haben. Aber mit Ray ist er doch als kleiner Junge auch higekommen, also verstehe ich das trotzdem nicht so ganz.


    [SIZE=7]Offtopic: Also, ich würde meinem Mann die Hölle heiß machen, wenn er sein Kind erst interessant finden würde, wenn es alt genug wäre, um "Papa" zu sagen... ;-)[/SIZE]


    Zitat

    Original von hollyhollunder


    Wurde die Dame nicht wegen Seitensprüngen vom König hingerichtet? :-(
    Oh je auch mir gruselt es schon.


    Ja, genau die Dame war´s...eben deswegen habe ich auch ein seeeehr ungutes Gefühl bei der Sache.

  • Also ich habe die Erfahrung aus meiner heutigen, täglichen Praxis, dass Mütter hell entsetzt sind, wenn der Vater mit seinem fünfjährigen Kind Umgang einklagt. Mama hat "die Drecksau" rausgeschmissen als das Kind zwischen wenige Monate bis zwei Jahre alt war, weil er soff, gewalttätig war oder fremdging, zu faul zum Arbeiten war oder was auch immer und der Kindesvater hat sich die ganze Zeit über nicht um den Scheißbären gekümmert und jetzt, wo die Mutter alle Krankheiten und Nöte alleine durchgestanden hat, jetzt kommt derauf einmal daher, UNMÖÖÖGLICH !!!! Nicht im Geringsten - mit einem Kind ab fünf Jahren kann Mann Fußball oder Eisenbahn spielen,kann in den Zoo oder Zirkus gehen, also eher die Regel als die Ausnahme, im Jahre 2011 wohlgemerkt, jetzt überlegt euch, dass damals Kinder bis zum fünften Lebensjahr oft mit Distanz und nicht mit allzugroßer Liebe betrachtet wurden, die Kindersterblichkeit war schliesslich enorm Schätzungen gehen von einer Säuglingssterblichkeit von 10 % und Kindersterblichkeit von 40 % aus, Datenmaterial aus der Zeit von 1648 ist zumindest in dDeutschland nicht genügend vorhanden. Da war es schlauer Liebe erst am die Kinder zu verschwenden, die es "geschafft" haben.

  • Ich glaube aber nicht, dass das hier der Grund war. Mit seiner Tochter ist er ja zunächst ganz anders umgegangen. Die Distanz kam später.
    Den Grund für die Distanz zum Sohn nach ich zumindest irgendwie nachvollziehen. Der trägt indirekt die Schuld für seine eigene Nachlässigkeit und den Irrglauben, stillende Frauen können nicht schwanger werden.
    Und er trägt den "Makel" seiner Mutter: Das Kind einer Bediensteten.

  • Sympathisch ist Nicks Verhalten gegenüber Polly mit Sicherheit nicht, aber vor dem Hintergrund damaliger Gegebenheiten zumindest verständlich.
    Mir gefällt die Darstellung der Hauptfigur, die nicht nur idealisiert wird, sondern wie jeder normale Mensch auch schlechte Eigenschaften hat.


    Mich würde vielmehr interessieren, ob diese Eheschließung überhaupt gültig ist. Selbst falls Papiere unterzeichnet wurden - und darüber wurde nichts gesagt -, hat Nick eine falsche Identität angegeben. Vermutlich wird er sich so, falls er wieder nach Waringham zurückkehren kann, aus der Sache rauswinden können?

  • Zitat

    Original von Blackie


    Trotzdem Mary Auftritt beim Besuch des Königs und auch ihre Giftmischerei, damit ihre Mutter sie besucht, fand ich beeindruckend. Genauso, wie Katharinas Auftauchen, als Nick und Madog sich prügeln. :grin Ich mag Katharina und zumindest hier spielt mir Fau Gablé voll in die Hände. Madog finde ich als neuen Charakter auch außerordentlich erfrischend, muss ich sagen - nur die Tatsache, dass er natürlich wieder um 3 Ecken mit Nick verwandt sein muss und natürlich wieder die Güte und Intelligenz in Person ist, schmälert meine Symapthie ein wenig. Ich hätte gern mal einen niederträchtigen Verwandten...


    Das wäre wirklich mal was neues gewesen, bisher waren die niederträchtigen Verwandten ja immer angeheiratet :lache

  • Zitat

    Sympathisch ist Nicks Verhalten gegenüber Polly mit Sicherheit nicht, aber vor dem Hintergrund damaliger Gegebenheiten zumindest verständlich.


    :write


    Zitat

    Mich würde vielmehr interessieren, ob diese Eheschließung überhaupt gültig ist. Selbst falls Papiere unterzeichnet wurden - und darüber wurde nichts gesagt -, hat Nick eine falsche Identität angegeben. Vermutlich wird er sich so, falls er wieder nach Waringham zurückkehren kann, aus der Sache rauswinden können?


    Rauswinden könnte er sich wahrscheinlich schon. Schließlich ist er ein Earl und sei nur eine Magd. Wem wird man da wohl eher glauben. Ob er allerdings seinem Gewissen entrinnen kann. Ich schätze ihn ja so ein, dass er sich vor sich selbst nicht rauswinden wird können.
    Interessant wird es wohl, wenn er eine andere heiraten möchte. Eine standesgemäße vielleicht. Solange kann er es ja einfach so dahinlaufen lassen. Das ist bis jetzt ja sein Motto bei seiner Beziehung zu Polly und den Kindern.

    Hollundergrüße :wave



    :lesend


    Die Hexenholzkrone 2 - Tad Williams



    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin,

    daß er tun kann, was er will,

    sondern daß er nicht tun muß,

    was er nicht will - Jean Rousseau)

  • Zitat

    Original von €nigma


    Mir gefällt die Darstellung der Hauptfigur, die nicht nur idealisiert wird, sondern wie jeder normale Mensch auch schlechte Eigenschaften hat.


    "Auch schlechte Eigenschaften" sind ja schön und gut, aber ich tu mir wirklich schwer irgendwelche richtig guten Eigenschaften an dem kerl zu finden. Seine bedingungslose Treue Mary gegenüber bekommt im verlauf des Buches etwas zwanghaftes. Seinen Freunden gegenüber ist er nur so lange ergeben, wie es ihm in den Kram passt. Mit dem Engagement in der Krippe beweist er zwar Mildtätigkeit, aber schließlich erkennt er selbst, dass das in den Momenten einfach "in" war und er sich durch dieses Engagement unauffällig macht. Er fordert Respekt von seinen Untergebenen ein, ist selbst aber ein Musterbeispiel an Respektlosikeit und Sturköpfogkeit. Und dazu ist er auch noch blond und hager und trägt Bart :yikes Ne, mein Fall ist der gute Nick nun wirklich nicht.

  • Zitat

    Original von €nigma
    Vermutlich wird er sich so, falls er wieder nach Waringham zurückkehren kann, aus der Sache rauswinden können?


    Mancher bringt nicht fertig, was er doch tun könnte. Damals hatte man noch so was seltsames wie Moralvorstellungen.