Roderers Eröffnung – Guillermo Martinez

  • 118 Seiten
    Fischer Verlag, 2011
    Originaltitel: Acerca De Roderer
    Übersetzt von Angelica Ammar
    ISBN: 3596182638
    Preis: 8,95 Euro


    Kurzbeschreibung
    Der gefeierte Roman des argentinischen Bestsellerautors über das tragische Duell zweier junger Menschen, deren überragende Intelligenz sie in Welten katapultiert, in dem das Leben keinen Platz hat. Eine ungewöhnliche Schachpartie gegen den erst kürzlich zugezogenen Mitabiturienten Roderer erschüttert den sonst siegesgewissen Ich-Erzähler des Buches. Vor allem die demütigende Unausweichlichkeit der Niederlage - Figur um Figur eliminierte Roderer vom Spielfeld, um erst ganz am Ende den Todesstoß zu setzen - ist es, die den Erzähler irritiert: obwohl selbst hochintelligent, muss er sich eingestehen, dass er der intellektuellen Unerbittlichkeit Roderers nicht gewachsen ist. Doch in die neidvolle Bewunderung für das Genie mischt sich die Ahnung einer Tragödie: denn während er sich selbst immer mehr mit den Gegebenheiten der Welt arrangiert, beobachtet er, wie Roderer sich immer stärker vom Leben entfernt. Freunde, die Frau, die ihn liebt, seine Familie und schließlich sich selbst, all das opfert Roderer, um das einzige zu bekommen, das er braucht: Zeit. Zeit für die Vollendung seines einsamen Unterfangens, dem Versuch, dem Wesen des absoluten Wissens auf die Spur zu kommen.


    Über den Autor
    Guillermo Martínez wurde 1962 in Bahia Blanca geboren und lebt seit 1985 in Buenos Aires. Er ist ein argentinischer Schriftsteller und promovierter Mathematiker.


    Angelica Ammar wurde 1972 in München geboren. Sie studierte Romanistik und Ethnologie in München und Madrid. Weitere Aufenthalte in Lissabon, Montevideo und Buenos Aires. Zahlreiche Übersetzungen aus dem Spanischen und Französischen. Sie verbrachte zehn Jahre in Paris, seit 2007 lebt Ammar in Barcelona. 2006 erhält sie den Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung.


    Meine Meinung
    Ein namenloser Ich-Erzähler beginnt mit seiner ersten Begegnung mit Roderos, einen neuen Schulkameraden. Dieser ist wie er überdurchschnittlich intelligent. Im weiteren Verlauf dieses sehr kurzen, nur knapp 120 Seiten umfassenden Büchlein, werden die unterschiedlichen Lebensgeschichten der beiden beschrieben. Zeitlich spielt es zur Zeit des Falklandkrieges 1982, der auf das Leben des Ich-Erzählers Einfluss nimmt.


    Für mich war es schon das dritte dieses Autors für mich, es hat mir jedoch von allen drei am wenigsten gefallen. Vieles bleibt unausgesprochen, die Sprache ist nicht überdurchschnittlich aber doch gut zu lesen. Ein Buch, welches schnell gelesen ist und zumindest bei mir nicht lange im Gedächtnis verbleiben wird.

  • Zitat

    Original von Wiggli
    Für mich war es schon das dritte dieses Autors für mich, es hat mir jedoch von allen drei am wenigsten gefallen.


    Das kann ich genau so für mich übernehmen. Eigentlich hab ich es nur ganz gelesen, weil sich abbrechen bei den paar Seiten auch irgendwo nicht gelohnt hätte ... :grin


    Zitat

    Original von Wiggli
    Ein Buch, welches schnell gelesen ist und zumindest bei mir nicht lange im Gedächtnis verbleiben wird.


    Auch das unterschreibe ich 1:1. Ich hatte sogar das Gefühl, dass sich Inhalte während des Lesens bereits wieder verflüchtigen. Ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch dran erinnern kann, es gelesen zu haben :lache
    Und ich gebe ehrlich zu, dass ich nicht wirklich verstanden habe, worum genau es denn nun eigentlich ging.

  • Ich hatte gehofft, du würdest dich zu Wort melden. :-]


    Zitat

    Und ich gebe ehrlich zu, dass ich nicht wirklich verstanden habe, worum genau es denn nun eigentlich ging.


    Da rätsle ich auch immer noch, ich schätze, es geht wohl im Kern darum, wie zwei Menschen, die fast die gleichen Grundlagen haben, damit zurecht kommen und was sie aus ihrem Leben machen. Aber eine Prüfung würde ich darüber nicht schreiben wollen.

  • Zitat

    Original von Wiggli
    Ich hatte gehofft, du würdest dich zu Wort melden. :-]


    Und ich hatte gehofft, Du würdest eine Rezi dazu schreiben :grin
    Ich fand es sprachlich bzw. erzählerisch übrigens eigentlich sogar noch recht ansprechend.
    Martinez hat für mich einen in gutem Sinne distinguiert-altmodischen Stil, den ich richtig gerne lese. Deshalb werde ich, wenn was neues kommt, auf jeden Fall wieder zugreifen.

  • Dann hatten wir ja eine gute Aufgabenteilung. :grin Auch danke für die Vorwarnung, so konnte ich meine Erwartungen gehörig runterschrauben und habe mir das Buch nur geliehen.


    Sprachlich habe ich den Autor auch besser in Erinnerung. Ich bin mal gespannt, ob und wann etwas neues übersetzt wird. Die Kurzgeschichte werde ich auslassen. :gruebel