Sturm im Elfenland von Frances G. Hill

  • Kurzbeschreibung


    Im Elfenland herrscht Unruhe. Seit König Auberon die Ausübung von Magie verboten hat, regt sich im ganzen Reich Widerstand. Das Leben der jungen Elfe Alana verläuft jedoch unbeschwert - bis eines Tages unerwarteter Besuch auf das Gut ihres Vaters kommt. Die Eltern ihres Cousins Ivaylo wurden als Aufrührer verurteilt und verbannt, darum soll der junge Elf nun in Alanas Familie eine neue Heimat finden. Ivaylo ist still und verschlossen; doch bald erkennt nicht nur Alana, dass der geheimnisvolle Junge in den alten magischen Künsten sehr bewandert ist. Was ist das Geheimnis des Sternensteins, den Ivaylo bei sich trägt? Und warum öffnen sich plötzlich überall im Elfenland gefährliche Dämonentore? Tiefer und tiefer gerät Alana in einen Strudel mysteriöser Ereignisse... doch wie kann sie ihren Gefühlen trauen, wenn sie dabei ist, sich in einen Verräter zu verlieben?


    Autor:


    Frances G. Hill stammt aus Neeseeland, wo sie als jüngste von fünf Töchtern auf einer Schaf-Farm auswuchs. Mit acht Jahren verfasste sie ihre erste Kurzgeschichte und im Alter von 16 Jahren ihren ersten Roman, der von einem New Yorker Verlagshaus veröffentlicht wurde.
    Heute lebt Frances G. Hill mit ihrer Familie und drei rot getigerten Katzen auf Long Island, wo sie Romane schreibt und in ihrer Freizeit Antiquitäten restauriert.




    Die Geschichte beginnt mit dem jungen Elfen Ivaylo, der zusehen muss, wie seine Eltern als Verräter festgenommen werden. Er selbst gerät unter die Fittiche von Munir, dem Magier des Königs Auberon. Dieser bringt ihn dann nach einiger Zeit zu seinem Onkel. Dort trifft er schließlich auf seine Cousine Alana. Eigentlich möchte er mit seiner Cousine nichts zu tun haben, aber dann kommt alles ganz anders und sowohl Alana als auch Ivaylo benötigen die Hilfe des jeweils anderen.


    Bei der Gestaltung des gebundenen Buches wurde sehr viel Mühe und LIebe zum Detail reingesteckt. So wurden die einzelnen Kapitelanfänge mit Ornamenten versehen und der Einband glänzt silbrig.


    Relativ kurze Kapitel, die immer wieder zwischen den Elfen Alana und Ivaylo und dem König und seinem Magier Munir hin- und herwechseln, steigern zusätzlich das Lesetempo.


    Fazit: Ein sehr guter Roman, dessen Verpackung den Leser anlockt und ihn mit dem Inhalt begeistert.


    Empfohlen zwischen 12 und 15 Jahren, aber auch durchaus für Erwachsene sehr gut geeignet.

  • Frances G. Hill - Ellorans Traum


    Ob das wohl nur eine Namensgleichheit ist? Frances G. Hill ist (wurde hier im Forum durch die Autorin bestätigt, drum darf ich das schreiben) ein Pseudonym, das Susanne Gerdom für ihren ersten Roman verwendet hat.
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    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Stimmt durchaus. Tanzmaus, wo hast Du diese Bio her? Selbst Wikipedia lüftet das Geheimnis dieses Pseudonyms. Von wegen Neuseeland - Rheinhausen!


    Edit: Steht tatsächlich so im Buch, ist aber nur ein Spaß (wir haben bei den 42erAutoren darüber diskutiert, hatte ich vergessen). Jedenfalls handelt es sich um Susanne Gerdom. Frances G. Hill war das Pseudonym, das ihr Heyne für den Erstling übergestülpt hat, und weil jetzt mehrere Romane praktisch parallel erschienen sind, hat sie einen davon wieder unter diesem Pseudonym veröffentlicht.

  • Zitat

    Original von Tom
    Stimmt durchaus. Tanzmaus, wo hast Du diese Bio her? Selbst Wikipedia lüftet das Geheimnis dieses Pseudonyms. Von wegen Neuseeland - Rheinhausen!
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    Das habe ich einfach mal vom Schutzumschlag hinten so abgeschrieben ;-). Hätte natürlich auch die Bio von Susanne hier reinkopieren können, aber man will es ja richtig machen und daher nimmt man die vom Verlag verbreitete, abgedruckte und mitgelieferte Bio aus dem Buch selbst. :winkt

  • Nach einem Attentat auf die Familie des Elfenkönigs ließ dieser die Ausübung von Magie im Elfenland verbieten. Doch natürlich gibt es immer ein paar, die sich nicht an Verbote halten, genau wie im richtigen Leben. Als seine Eltern deshalb verbannt werden, muss Ivaylo bei seinem absolut königstreuen Onkel leben. Der Junge ist sehr traurig und verschlossen, und zunächst sind er und seine Cousine Alana sich überhaupt nicht grün. Ganz sachte wandeln sich nach und nach ihre Gefühle, was keinen mehr überrascht als die beiden selbst. So sorgt Ivaylo dafür, dass Alana einen Sternenstein von einem Zwerg bekommt, mit dessen Hilfe sie endlich ihre magischen Fähigkeiten entfalten kann. Und die werden im Laufe der Geschichte dringend benötigt. Schließlich herrscht Krieg zwischen den Elfen und den Zwergen, und überall im Land entstehen gefährliche Dämonentore. König Auberon und seine rechte Hand Munir, denen es als Einzigen noch erlaubt ist, Magie auszuüben, versuchen verzweifelt, die Dämonentore zu schließen und so das Eindringen von Dämonen in ihre Welt zu verhindern.


    Das Buch setzt sich aus zwei Erzählsträngen zusammen. Im einen, der den weitaus größeren Anteil hat, werden die Erlebnisse von Alana und Ivaylo erzählt, im anderen die von Auberon und Munir. Durch verschiedene Schriftarten lassen sich die beiden Perspektiven klar erkennen. Die Handlungen beider Stränge laufen perfekt aufeinander zu.


    Anfangs haben mich die vielen Personen mit den ungewöhnlichen Namen etwas verwirrt, aber bald hat sich das gegeben. Die Handlung ist von Anfang an spannend, und die Autorin versteht es wunderbar, die Spannung auch über alle 458 Seiten hoch zu halten bzw. zum Schluss hin sogar noch zu steigern. Hier habe ich echt z.T. den Atem angehalten, weil ich so mit den Protagonisten gebangt habe. Der Schreibstil von Frances G. Hill gefällt mir super! Die bildhafte Sprache ist einfach klasse. Vor dem inneren Auge läuft direkt ein Film ab. So fällt es dann auch nicht wirklich schwer, in die Geschichte reinzukommen. Die Charaktere sind liebevoll dargestellt, sie entwickeln sich ständig weiter, teilweise auch in eine überraschende Richtung.


    Der Leser wird über einige Zusammenhänge lange Zeit bewusst im Unklaren gelassen, hier kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und wild spekulieren. Aber am Ende wird alles aufgeklärt, da bleiben keine Fragen offen.


    Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch (übrigens mein erstes von dieser Autorin, aber garantiert nicht das letzte!) zu lesen. Ich kann es allen jungen und junggebliebenen Zwergen- und Elfenfans nur wärmstens empfehlen :-)