2 Tage Paris von Julie Delpy

  • 2 Tage Paris von Julie Delpy


    Es gibt sie noch, die Perlen unter den Filmen im Free- Tv, wie dieser wunderbare Film, der gestern auf "Arte" lief, beweist.


    Handlung (Wikipedia)


    Die Französin Marion und ihr amerikanischer Freund Jack machen nach einem Trip nach Venedig für zwei Tage Stopp bei Marions Eltern in Paris. Was für Marion ein Wiedersehen mit Familie, Freunden und Ex-Liebhabern ist, wird für Jack, der kein Französisch spricht und sowieso hypochondrisch unentspannt ist, zur Qual. Marions schrulliger Vater lässt keine Gelegenheit aus, den vermeintlich wenig kulturbewanderten Jack zu testen und zu provozieren. Zudem kennt Marions gesamte Familie die verfänglichen Nacktfotos, welche Marion, hauptberufliche Fotografin, einst von Jack aufnahm. Außerdem nerven Jack die zahlreichen Ex-Affairen von Marion, denen sie in den Straßen von Paris oder auf Partys wieder begegnet. Hinzu kommt die unbeherrschte Impulsivität der Französin: Marion legt sich nicht nur mit rassistischen Taxifahrern an, sondern beschimpft in einem Restaurant auch lautstark einen unliebsamen Ex-Mann als Pädophilen. Als Jack schließlich obszöne SMS auf Marions Handy findet, die ihr ein weiterer Ex-Lover regelmäßig zukommen lässt, droht der gemeinsame Paris-Trip endgültig zum Desaster zu werden. Getrennt ziehen Marion und Jack durch die Stadt, um am Ende doch noch Versöhnung zu feiern.


    Meine Meinung:


    Ein witziger, zynischer, intelligenter, cholerischer, schräger, mitunter obzöner, aber niemals billig wirkender Film. Die Schauspieler wirken aus dem Leben gegriffen echt. Ich kann jetzt nicht so viel schreiben, weil ich in Eile bin. Aber- bevor ich es vergesse- wer Liebhaber schräger Komödien ist, sollte sich diesen Film unbedingt ansehen, Tränen lachen und über das Leben und die Liebe nachdenken. Sehr, sehr schön! :-]

    Ailton nicht dick, Ailton schießt Tor. Wenn Ailton Tor, dann dick egal.



    Grüße, Das Rienchen ;-)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von rienchen ()

  • Nach dem einstimmigen Lob hatte ich mir die DVD zugelegt und nachdem sie gut ein halbes Jahr im Regal schlummerte, kam ich gestern endlich dazu, mir diesen Film anzusehen.
    Hauptdarsteller neben Julie Delpy und Adam Goldberg ist natürlich die Stadt der Liebe Paris, durch die das französisch-amerikanische Pärchen für zwei Tage einen Streifzug antritt. Dabei werden sie nach meinem Geschmack zu oft mit französischen Klischees konfrontiert, die Jack immer wieder zu schaffen machen.
    Ob er sich über Marions Mutter aufregt, die während einer Sexszene in die Wohnung fällt oder sich über die psychedelisch wirkende Bettwäsche aus Marions Jugendtagen echauffiert oder mit den Exliebhabern seiner Freundin nicht klarkommt, immer setzt dieser frankophile Streifen auf die Gegensätze von Marion und Jack und versucht sich in einer komödiantischen Verarbeitung, die nur bedingt gelingt. Oft genug wirkt die Komik abgestanden und die starke offensichtliche Anlehnung an Filme des Meisterregisseurs Woody Allen, der es erfolgreich schafft kluge, komische und zynische Seiten in Paarbeziehungen zu inszenieren, verhilft "2 Tage Paris" nicht zu dem gewünschten Erfolg.
    Wer wie ich von "Before sunrise" begeistert war und von "Before sunset" enttäuscht wurde, sollte trotz einer überzeugenden Julie Delpy von diesem Film die Finger lassen.

  • Vor kurzem lief ja die Fortsetzung 2 Tage New York im Kino, leider habe ich es nicht geschafft, hineinzugehen. Muss also bei Gelegenheit nachgeholt werden.


    Aber alleine das Filmplakat finde ich schon zum Schreien, das hätte ich nur zu gerne in meiner Küche oder so hängen! :lache


    Schade, dass Dir der Film nicht so zugesagt hat, Salonlöwin. :knuddel1


    Ailton nicht dick, Ailton schießt Tor. Wenn Ailton Tor, dann dick egal.



    Grüße, Das Rienchen ;-)

  • Rienchen, mein französischer Kollege hat ihn mir empfohlen und ich habe ihn letztes Wochenende mit meinem Herzallerliebst angeschaut. Julie Delpy spielt hervorragend, doch auch sie konnte die zahlreichen Schwächen nicht überdecken. Und der Hauptdarsteller war eine Fehlbesetzung.

  • Beisswenger,
    mein mir Angetrauter und ich haben uns königlich amüsiert, besonders bei der Szene in der Metro. :lache Ich fand den Schauspieler toll, Julie Delpy ohnehin. Geschmack ist nunmal unterschiedlich, schade aber macht ja nüscht. :-)

    Ailton nicht dick, Ailton schießt Tor. Wenn Ailton Tor, dann dick egal.



    Grüße, Das Rienchen ;-)

  • Salonlöwin,

    den französischen Kritiken zufolge (die ich gelesen habe), soll der große Scheiße sein.


    Apropos, wenn wir schon dabei sind, dann empfehle ich "Keine Sorge, mir geht’s gut" (Je vais bien, ne t’en fais pas) basierend auf dem gleichnamigen Buch von Olivier Adam, mit einer überragenden Mèlanie Laurent, die in Inglourious Basterds Daniel Brühl an die Wand gespielt hat.

  • Zitat

    Original von beisswenger
    exactement ma chere ( scheiß iphone, wo sind die '), c'est la vie!


    Einfach das e lange halten, dann kommt die Auswahl. Ist zumindest auf meinem billigen Samsung Galaxy S irgendwas so, mon chère. :lache


    Salonlöwin, bis auf wenige Filme von W. Allen ( Matchpoint ), mag ich seine Werke nicht. Geht komplett an mir vorbei. :-)

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