Der spanische Schriftsteller Jorge Semprún ist gestern gestorben.
Er hat einige wichtige Romane geschrieben, viele autobiographisch.
Zum Autor:
Jorge Semprún wird am 10. Dezember 1923 in Madrid geboren. Mit 14 Jahren muss er bei Beginn des spanischen Bürgerkrieges mit seiner Familie nach Paris fliehen. Dort besucht er das Lycée Henri IV und studiert Philosophie an der Sorbonne. 1941 tritt er unter dem Pseudonym "Gérard" der kommunistischen Résistance-Bewegung "Francs-Tireurs et Partisans" bei. Die deutsche Gestapo verhaftet ihn 1943, und Semprun wird in das KZ Buchenwald deportiert. Befreiung 1945 und Rückkehr nach Paris. Ab 1953 koordiniert er als Mitglied des ZK der spanischen Exil-KP im Geheimen den Widerstand gegen das Franco-Regime in Paris. Unter dem Pseudonym Federico Sánchez arbeitet er zwischen 1957 und 1962 im Untergrund der kommunistischen Partei im franquistischen Spanien. 1964 wird er wegen Abweichung von der Parteilinie aus der KP ausgeschlossen. Seitdem widmet sich Semprun seiner schriftstellerischen Tätigkeit.
In den sechziger Jahren wird er erstmals als Drehbuchautor bekannt; mit berühmten Filmen wie beispielsweise "La guerre est finie" (Der Krieg ist aus) von 1966, "Z" (Z) von 1968 und "L'aveu" (Das Geständnis) von 1970.
Nach seiner Amtszeit als spanischer Kultusminister von 1988 - 1991 lebt Jorge Semprún in Paris.
1994 erhielt Jorge Semprún den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.