Vermisst & Gefunden - Johanna Goldmann

  • Gebundene Ausgabe: 145 Seiten
    Verlag: A& M Weltbild; Auflage: 2006
    Sprache: Deutsch



    Kurzbeschreibung


    Weltweit teilen Millionen von Menschen ein Schicksal: Sie suchen nach Angehörigen oder Freunden die verschwunden sind - z.B. bei Kriegen, politischen Umstürzen, aber auch Naturkatastrophen. Mit der Ungewissheit über deren Verbleib beginnt ein Leben zwischen Hoffen und Bangen.


    In diesem Buch kommen Betroffene - vor allem aus Österreich, aber auch aus vielen anderen Ländern - zu Wort. Sie erzählen von ihren unterschiedlichen Schicksalen und gewähren Einblick in ihre Gefühlswelt auf der häufig verzweifelten Suche nach vermissten Personen.



    Meine Meinung


    Nach Vorwort, Einleitung und Danksagung werden Erfahrungsberichte von Betroffenen geschildert. Leute erzählen, wie es zu den Vermißtenfällen gekommen ist und wie sie die Familienangehörigen durch das Rote Kreuz wiedergefunden haben. Dabei sind die Hintergründe sehr unterschiedlich. Teilweise suchen Kinder ihre unbekannten Väter, die Kriegsgefangene oder Soldaten während eines Krieges waren und später in ihr Heimatland zurückgekehrt sind. Oftmals suchen auch Familien ihre Angehörigen, weil sie durch Kriege und der Flucht getrennt wurden. Dabei geht es nicht nur um die Weltkriege, sondern es geht auch u.a. um Leute aus Afghanistan, Eritrea, Kamerun oder Bosnien Herzegowina.


    Weiter geht es im Buch um Hintergrundinformationen und Einsatzberichte des Roten Kreuzes. Neben den Folgen der Ungewissheit bei vermißten Angehörigen geht man hier näher auf die Suchdienste speziell und verschiedene Kampagnen ein. Außerdem findet man Einsatzberichte über die Suche nach Vermißten durch den Tsunami 2004, die Vermissten des 2. Weltkrieges aus Österreich, vom Balkan, Sri Lanka, Ruanda, Argentinien und Angola.


    Im Anhang findet man noch offene Vermißtenaufrufe, die durch das Rote Kreuz noch nicht geklärt werden konnten.


    Alles in allem ist das Buch informativ, gerade auch durch den zweiten Teil. Es macht vielleicht auch Hoffnung, wenn man selbst Familienangehörige vermißt, weil man durch die Schilderungen im ersten Teil erfährt, das selbst nach Jahren oder Jahrzehnten eine Suche erfolgreich sein kann.
    Ansonsten ist es ein Buch das man gelesen haben kann, aber nicht gelesen haben muss.


    4 von 10 Punkten

    Kein Buch ist so schlecht, dass es nicht auf irgendeine Weise nütze.
    (Gaius Plinius Secundus d.Ä., röm. Schriftsteller)

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