Christian Gailly - KV 622

  • Titel: KV 622
    Autor: Christian Gailly
    Übersetzt aus dem Französischen von: Chris E. Paschold und Albert Gier
    Verlag: Berliner Taschenbuch Verlag
    Erschienen: August 2004
    Seitenzahl: 141
    ISBN-10: 3833300809
    SBN-13: 978-3833300806
    Preis: 7.50 EUR


    Das sagt der Klappentext:
    Zufällig hört der Erzähler dieses Romans Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur Köchelverzeichnis 622 im Radio. Fortan ist es sein Bestreben, dieses Konzert live zu hören. Er bricht auf aus der Provinz nach Paris, um das Konzert in einem berühmten Pariser Hause ungestört zu genießen. Penibel bereitet er seinen Konzertbesuch vor, und schließlich kommt es zu dem lang ersehnten Hörerlebnis. Doch neben dem Erzähler sitzt eine blinde Frau, deren Ehemann sie ins Konzert gebracht hat, um sie dann für immer zu verlassen ...


    Der Autor:
    Christian Gailly wurde 1943 geboren. Er war Jazzsaxophonist, dann Psychoanalytiker und lebt heute als Autor in Paris.
    Meine Meinung:
    Mit leichter Ironie führt der Autor durch diese Geschichte. Sehr angenehm ist die Eleganz seines Schreibstils, auch dann, wenn einem der im Vordergrund stehende Protagonist mal wieder gehörig auf den Wecker geht. Gerade als er sich einen Anzug und Schuhe für den Konzertbesuch kauft und dann feststellt, dass er noch gar nicht im Besitz einer Eintrittskarte ist. Aber gerade dieses „Genervtsein“ der Leser macht den ganz besonderen Reiz dieses Buches aus. Man staunt immer wieder über die Umständlichkeit und Verschrobenheit des Hauptdarstellers dieser Geschichte. Gailly bevorzugt eine klare Sprache, Direktheit scheint das Prinzip seines Schreibens zu sein. Auch die erotische Komponente dieses Buches ist klar in ihrer Aussage, da wird vom Autor – glücklicherweise – nicht um den „heißen Brei“ herumgeredet. Ein durchaus lesenswertes Buch auch wenn es keine tieferen Erkenntnisse über das Leben vermittelt. In jedem Falle aber bekommt man schon Lust, sich wieder einmal Mozarts Klarinettenkonzert anzuhören.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

  • Eine Ergänzung zur vorstehenden Buchvorstellung. :wave

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.