Über den Autor:
Gunther Lennert wurde 1953 in München geboren und arbeitet in einem Deutsch-Schweizer Unternehmen. Schneeblind ist der erste Krimi in der Serie um Hauptkommissar Florian Stocker und seine tierische Begleiterin Kassandra.
Zum Inhalt:
Bei einer nächtlichen Ermittlung in einer Fabrikhalle wird Polizeihauptkommissar Florian Stocker brutal niedergeschlagen. Als er aufwacht und noch total benommen Verstärkung ruft, entdecken die Kollegen am Tatort eine Leiche. Erschossen mit Stockers Dienstwaffe. Und als ob das nicht schon genug wäre, muss der Kommissar auch noch feststellen, dass er nach dem Schlag auf den Kopf plötzlich in der Lage ist, mit Katzen zu sprechen. Als besonders gesprächig erweist sich dabei seine eigene Katze Kassandra. Stocker glaubt an ein vorübergehendes Phänomen und beginnt unbeirrt mit seinen Ermittlungen. Mit dabei natürlich die vorlaute Kassandra, die sich aber bald als brillante Spürnase entpuppt.
Meine Meinung:
Bei diesem Krimi ist einiges neben der Spur. Einmal der Ermittler, Florian Stocker, der nach einer Kopfverletzung plötzlich mit Katzen sprechen kann und so ermittlungstechnische Unterstützung von seinem persönlichen Exemplar erhält. Das könnte eine nette Idee sein, wenn sich die Katze nicht so extrem menschlich ausdrücken würde und sich nicht mit Madonnenstatuen, Jeeps usw. auskennen würde. So stößt das nur sauer auf, auch wie selbstverständlich akzeptiert wird, dass Stocker überallhin – auch an Mordschauplätze – plötzlich von seiner Katze begleitet wird. Positiv will ich aber die Art anmerken, wie Kassandra, die Katze, Stockers Liebesleben kommentiert und versucht, ihn mit seiner Kollegin zu verkuppeln.
Mit den Personen und der gesamten Handlung wurde ich nicht richtig warm, ich fühlte mich, als wäre ich auf Praktikum bei der Polizei, latsche einem Inspektor hinterher, der mir nichts erklärt, bekomme nur Unterhaltungsfetzen mit und kapiere rein gar keine Zusammenhänge. Begünstigt wird dies dadurch, dass man nichts über die Gedankengänge der Ermittler erfährt und so deren Handlungen nicht wirklich nachvollziehen kann.
Dadurch kam auch keine wirkliche Spannung auf, von einem Ereignis stolpert man ins nächste und grübelt nebenbei darüber nach, warum Stocker seine Ermittlungen alle eher auf gefühlt illegalem Niveau führt.
Eindeutig eine Krimireihe, die ich nicht weiter verfolgen werde.
Mehr als vier Eulenpunkte sind nicht drin.