Glückskekssommer - Kerstin Hohlfeld

  • Über die Autorin
    Kerstin Hohlfeld, geboren 1965, lebt seit ihrem Studium der Theologie in Berlin. Sie absolvierte einen Belletristik-Kurs an der Hamburger Schule des Schreibens sowie ein Drehbuchseminar an der renommierten Katholischen Medien-Akademie (kma) in Ludwigshafen, aus dem eine Zusammenarbeit mit Zieglerfilm Köln resultierte. 2007 gewann Kerstin Hohlfeld den EU-Drehbuch-Wettbewerb „EuroWistdom“. „Glückskekssommer in Berlin“ ist ihr Debüt als Romanautorin.


    Kurzbeschreibung
    Eine liebenswerte Träumerin erlebt den Sommer ihres Lebens. Ein Roman für alle, die ihr Leben auch selbst in die Hand nehmen. Locker, humorvoll und mit einem Augenzwinkern erzählt!"Heute Abend hält das Schicksal etwas für Sie bereit!" Eigentlich glaubt die angehende Schneiderin Rosa Redlich kein bisschen an das Schicksal und schon gar nicht an die Prophezeiungen aus Discounter-Glückskeksen. Aber dieser Spruch hat es ihr ausnahmsweise angetan, denn im Moment scheint sie eine echte Glückssträhne zu haben. Ausgerechnet die berühmte Filmdiva Eva Andrees hat Rosas Gesellenstück entdeckt und möchte "dieses Traumkleid und kein anderes" für ihren Auftritt bei der Berliner Filmnacht. Doch kann das Schicksal wirklich in einem Keks geschrieben stehen?


    Meine Rezension
    Der erste Satz der Kurzbeschreibung trifft es gut, der zweite allerdings eher weniger.


    Rosa Redlich ist ein sehr talentierter Schneiderazubi. Sie macht ihre Ausbildung gemeinsam mit ihrer Cousine Lila. Die beiden sind wie Schwestern und arbeiten nicht nur zusammen,sie leben auch in einer Wohnung miteinander.


    Doch irgendwie ist in Rosas Leben der Wurm drin: erst reißt sich die Schauspielerin Eva Andrees um Rosas Gesellenstück, doch bei der Berliner Filmnacht, bei der sie das Kleid trägt, platzt eine Naht und sie steht halbnackt da. Ab diesem Zeitpunkt geht es abwärts mit Rosa: sie verliert ihren Job und ihre Chefin schwärzt sie bei allen guten Schneidern der Stadt an. Auch die Beziehung zu Rob wird immer unerfreulicher… was ist nur los? Und was haben diese vermaledeiten Glückskekse mit all dem zu tun?


    Das Buch ist zwar sehr locker und sehr leicht geschrieben und lässt sich sehr flüssig weglesen, für meinen persönlichen Lesegeschmack war es jedoch nur sehr bedingt etwas:
    Anstatt sich an ihrem eigenen Schopf zu packen, macht Rosa die Glückskekse für ihr Elend verantwortlich.
    Auf S. 171 fragt sie sich: Bin ich wirklich eine solche Nervensäge? Ja, sie ist. Sie ist naiv, egoistisch und völlig blind dafür, wer es gut mit ihr meint und wer nicht. Doch glücklicherweise kratzt sie gerade noch die Kurve und bekommt ihr Leben in den Griff.


    Mir persönlich war das Buch „zu jung“, ich konnte auch der Idee mit dem „Glückskeksorakel“ nicht allzu viel abgewinnen. Da das Buch aber prinzipiell unterhaltsam geschrieben ist, denke ich, es wird durchaus seine Fans in der Generation nach mir finden.

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)