Alles für meinen Vater

  • Deutschland / Israel 2008


    Darsteller: Hili Yalon, Shredi Jabarin, Shlomo Vishinsky
    Regisseur: Dror Zahavi


    Handlung laut Amazon:
    Um die Ehre seines Vaters zu retten, meint der junge Palästinenser Tarek, sich auf einem Marktplatz in Tel Aviv in die Luft sprengen zu müssen. Doch der Zünder versagt und weil am nächsten Tag Sabbat ist, muss Tarek zwei Tage warten, bis ihm der ahnungslose Elektrohändler Katz Ersatz liefert. Dank der neu gewonnenen Zeit lernt Tarek den heruntergekommenen Straßenzug abseits des Glamourzentrums kennen, erfährt anrührende Schicksale und beginnt eine Romanze mit der jungen Kioskbetreiberin Keren.


    Mein Eindruck:
    Ein gefühlvoller Film mit sensiblen Darstellern. Für den Palästinenser Tarek ändert sich an einem Wochenende sein Leben und Empfinden. Statt sich wie vorgesehen als Selbstmordattentäter auf dem Markt von Tel Aviv in die Luft zu sprengen, versagt sein Sprengkörper und er muss bis zum Sonntag auf Ersatz warten. In der Zwischenzeit lernt er Einwohner Tel Avivs kennen, freundet sich mit ihnen an. Er rettet sogar eine suizidgefährdete Frau.
    Dann lernt er die junge Keren kennen und verliebt sich in sie.
    Der Film ignoriert zwar die Probleme zwischen Palästinensern und Juden nicht, besitzt jedoch in erster Linie eine positive Wahrnehmung und zeigt eine lebenswerte Welt. Eine Welt, die jedoch auch immer mit vielen Widerständen kämpfen muss und auf dem schmalen Grad hin zu Gewalt, Leid und tot steht.


    Der Regisseur Dror Zahavi ist bekannt durch seine Verfilmung von "Mein Leben" von Marcel Reich-Ranicki.
    In diesem Film "Alles für meinen Vater" lässt er Erfahrungen seiner Kindheit einfliessen und zeigt das Tel Aviv, in dem er aufgewachsen ist.
    Als Bonus zu der DVD gibt es Interviews mit den Darstellern, der Produzentin und dem Regisseur.
    Ein sehenswerter Film, dessen Verdienst es ist, das schwer vorbelastete Thema mit einer unbekannten Leichtigkeit neu zu gestalten.