Die brennenden Paläste - Jack Height

  • Die brennenden Paläste


    Im Jahr des Herrn 1453 ist die kaiserliche Stadt Konstantinopel von einem übermächtigen Feind umstellt: Sultan Mehmends Heerscharen bereiten sich mit Kriegsschiffen und riesigen Kanonen auf den Sturm vor. An der seite Kaiser Konstantins steht seine Nichte Prinzessin Sofia, klug, gebildet und machtbewusst. Der Kaiser hat sie mit seinem obersten Heeresführer verlobt. Was er nicht weiß: Sofias Liebe gehört dem genuesischen Adeligen Longo, der sich verzweifelt müht, ihr zu Hilfe zu eilen. Doch der Fall Konstantinopels, der größten Stadt der Christenheit, ist nicht mehr aufzuhalten.....


    Zum Autor
    Jack Height studierte in Harvard und Chicago Geschichte, sein besonderes Interesse gilt dem Mittelalter und dem Fall Konstantinopels. Heute lebt er in Washington und arbeitet an seiner Promotion.'Die brennenden Paläste' ist sein Debütroman.


    Meine Meinung:


    Das Buch beginnt im jahr 1448 und endet nach dem Fall Konstantinnopels im Jahr 1453. Die fünf Jahre die beschrieben werden, sind gezeichnet durch Intrigen und Mord und um den man kann fast sagen, den endgültigen Fall des römischen Reichs.


    Sultan Mehmend versucht mit allen Mitteln, seinen Traum, den Fall Konstantinopels zu verwirklichen, dabei schreckt er vor wirklich nichts zurück, auch nicht am Mord an seinem Vater. Mehmend erscheint in dem Buch als sowohl machthunriger junger Mann, als auch als der Eroberer, der demjenigen dem es gebührt Ehre erweist.


    Gleichzeitig beschreibt das Buch aber auch den Kampf innerhalb der Mauern Konstantinopels. Auch hier geht es um Verrat und Macht und auch hier wird vor nichts zurückgeschreckt, um das Ziel zu erreichen. Vordergründig geht es um die Union der Ost-und Westkirche und die möglichen Folgen eines Büdnisses mit Rom.


    Vor diesem Hintergrund entwickelt sich die Liebesgeschichte zwischen Sophia und Longo, der sich zum Beschützer der Stadt herauskristalisiert und mit aller Macht versucht, die Mauer zu halten. Die Geschichte der beiden steht nicht so sehr im Vordergrund, alles ist darauf ausgerichtet, den Fall darzustellen, mit all seinen Abgründen.


    Das Buch scheint sich an Tatsachen festzumachen und alle Nebengeschichten sind meiner Meinung nur dazu da, um es nicht als Geschichtsbuch darstehen zu lassen. Obwohl ich die Ereignisse sehr spannend finde, wie alles was sich um Konstantinopel dreht, fehlte mir in diesem Roman ein wenig der Spannungsbogen. Das die Stadt fällt, das weiß man, wie vielleicht nicht. Ich wußte nicht, dass es Verräter auf beiden Seiten gab und das die Stadt nur bedingt im kampf fiel (sollte es den wirklich so gewesen sein).
    Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass man mehr mitfiebert, egal mit welcher Seite. So aber ist man eher neutral und sieht sich die Szenerie von außen an, ohne wirklich ein Teil davon zu sein. Das Geschehen wird nicht so richtig flüssig beschrieben sondern eher ein wenig holprig und abgehakt, was ich einfach sehr schade finde, denn der Fall Konstantinopels ist einer der wichtigsten Ereignisse der Geschichte, zumindest für mich.


    Wenn mir nämlich eins wirklich klar geworden ist durch das Buch dann, dass das Römische Reich wirklich erst unterging, als Konstantinopel fiel.


    Trotz allem gebe ich dem Buch 7 Punkte.

    :schaf


    Die Wahrheit ist die grösste aller Tragödien (Anonymus)


    Abwesend vom 20.08.-27.09.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Cathrine ()