Habe CD 3 jetzt auch durch und muss schon sagen, dass mir die Geschichte doch ziemlich an die Nieren geht. War gerade eben beim Einkaufen und musste mich beherrschen, keine Hamsterkäufe zu erledigen, weil doch bei Ann und ihrer Familie gerade das Essen knapp wird. Im Ernst, ich hab mich dabei ertappt, dass ich Sauerkraut, Reis, Dosenobst etc. eingekauft habe, was gar nicht auf meiner Liste stand
Auch die Tatsache, dass wir mit unserer Ölzentralheizung im Ernstfall ganz schön doof aus der Wäsche schauen würden, belastet mich derzeit irgendwie mehr als sonst. Wir haben keinen Ofen, in dem wir Holz schüren könnten. Irgendwie bedenklich, wie abhängig man sich macht
Der Mangel an Informationen, was draußen so abläuft, ist wohl mit das Schlimmste. Die Ungewißheit wie es weitergeht, wenn das Holz weg ist, die Vorräte aufgegessen sind, man keiner Menschenseele mehr begegnet, ob Hilfe kommt oder wie es Familienmitgliedern oder Freunden geht, ist gewiss fast unerträglich. Das die Pandemie gerade mit einem Schneesturm zusammenfällt, der die halbe Ostküste lahmlegt, ist daher doppeltes Unglück. Trotzdem ist der Ton in Anns Haus noch ziemich umgänglich und auch die Töchter sind noch sehr verträglich. Jeder Mensch geht anders mit Notsituationen um, aber ich finde es verwunderlich, dass nach einem Monat Quarantäne unter verschärften Bedingungen (Kälte, Hunger, Langeweile) noch nicht die Fetzen fliegen.
Ich vermute mal, dass Walter, der seltsame Hundebesitzer mit Stromgenerator, tot ist. Ich glaube nicht, dass der den Hund rausgeschmissen hat. Eine Möglichkeit wäre noch, dass er überfallen und beraubt worden ist. Wenn den falschen Leuten aufgefallen ist, dass er über so viele Vorräte und Strom verfügt, hat er wahrscheinlich nicht freiwillig geteilt. Passiert ist auf jeden Fall etwas. Ich wäre an Peters Stelle wahrscheinlich neugierig geworden und hätte noch einmal bei ihm vorbei geschaut.