Das Malträtieren unvollkommener Automaten von Max Goldt und Stephan Katz

  • Kurzbeschreibung
    Die alte "Art Pen"-Tinte gibt´s nicht mehr. Ein herber Schlag ins Antlitz aller Cartoonisten. Stephan Katz hat vorgesorgt: Als er hörte, daß die "Anna Amalia" brennt, schnappte er sich sämtliche Tiegel, Näpfe und Joghurtbecher, deren er habhaft werden konnte, und reiste nach Weimar, um möglichst viel Löschwasser aufzufangen. Ihm deuchte , daß sich in diesem Wasser Druckerschwärzepartikel aus alten Werken angereichert haben könnten, z.B. von Wieland, Herder, Goldt, Klopstock, Goethe und wie die auch alle geheißen haben mögen. Zuhause dämpfte er das Löschwasser ein, wodurch er zu einer ganz vortrefflichen Tinte gelangte, mit der Passagen des hier vorliegenden Druckerzeugnisses zumindest rein theorethisch hätten gezeichnet werden können.


    Über den Autor
    http://de.wikipedia.org/wiki/Katz_und_Goldt
    Max Goldt, geboren 1958 in Göttingen, lebt in Berlin. Zuletzt veröffentlichte er «QQ» (2007) und «Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens» (2005). Goldt, der seit 1989 Kolumnen für «Titanic» schreibt, ist außerdem Musiker und verfasst Hörspiele und Comics. 1997 wurde ihm der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor verliehen, 1999 der Richard-Schönfeld-Preis für literarische Satire, 2008 der Hugo-Ball-Preis und der renommierte Kleist-Preis.
    http://www.katzundgoldt.de/about.htm


    Meine Meinung:
    Nicht jeder kann mit dem Humor von Katz und Goldt was anfangen. Nicht jeder lacht über auf Dosen pinkelnde alte Damen oder dämliche T-Shirt Sprüche. Nicht jeder ist politisch ausreichend unkorrekt, um die Witzigkeit der Zeichnungen ausreichend zu würdigen und ich muß gestehen, nicht jedem ist die Intelligenz gegeben, alle Dinge auch wirklich zu verstehen. Mir auch nicht!
    Trotzdem waren die Comics herrlich amüsant, fies, dreckig und gemein und vorallem der Herr von der Realitätsbehörde hat mir ausgesprochen gut gefallen.
    Fazit:
    Nichts für jedermann, aber für die fiesen unter uns! :lache

  • Ja, den Humor muß man schon mitbringen, ansonsten legt man dieses Büchlein wahrscheinlich nach wenigen Seiten angewidert aus den Händen... :grin


    @ Babyjane: meine Lieblingsstelle: Dirty Talk in einem anständigen Haus :lache


    Ich würde irgendwie zu gerne mal Mäuschen spielen, wenn die beiden Autoren zusammen an ihren Werken feilen... :grin

    ...der Sinn des Lebens kann nicht sein, am Ende die Wohnung aufgeräumt zu hinterlassen, oder?


    Elke Heidenreich


    BT