'Oktoberfest' - Seiten 519 - Ende

  • Ok... dann ist das mein Intuschtuschtusch-Problem, weil ich Karl May einfach doof finde. :lache


    Kermit der Frosch stammt keineswegs aus der Sesamstraße, sondern aus der Muppet-Show! :wow


    @ Jane
    ich war mehr als ein oder zweimal davor, das Ding in die Ecke zu pfeffern.
    Ich denke immer noch über meine Rezi nach. :gruebel

  • Zitat

    Kermit der Frosch stammt keineswegs aus der Sesamstraße, sondern aus der Muppet-Show! Wow


    Auch gut! Ist schon eine ganze Weile her, dass ich diese Sendungen mit meinem Sohn geschaut habe ;-)!


    Edit: Heute finde ich Karl May auch doof, aber in jungen Jahren war ich ein absoluter Fan!

  • Am Ende laufen alle Fäden zusammen. Amelie ist mit dem fiesen Russen auf Sylt. Die Auflösung, warum Iljuschin so scharf auf die Schnalle ist, wirkt lau auf mich. Der Schlussteil ist eine Orgie an Zufällen, zusammengeschustert, hingebogen. Hauptsache es kann irgendwie so passiert sein.


    So trifft Meier seinen Kumpel Vogel in der Kneipe und plaudert entgegen jeglicher Vernunft und Abmachung, den Aufenthaltsort von Amelie brühwarm aus. Vogel, ein Informant der Russen, hat glücklicherweise gleich eine passende Waffe dabei -erhat sie von den Russen- um auf die Nordseeinsel zu reisen. Seine Motivation kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Ihm muss doch klar sein, dass die Polizei längst im Anmarsch ist.


    Der gesamte Roman baut unheimlich stark auf maximal durchgezogenen Effekten und dramatischen Momenten auf. Dabei leidet die Nachvollziehbarkeit. Natürlich muss die Fregatte am Ende die Feriensiedlung ausradieren. :lache


    Noch eines ist mir aufgefallen: ich verstehe auch nicht, wieso sich Blochin im Flieger, der Amelie Frau zu erkennen gibt, wenn er später doch in die Rolle seine Bruders schlüpfen will. :gruebel


    Den Bruderzwist, auf dem der Roman aufgebaut ist, finde ich generell eine gute Idee. Überhaupt mag ich, wenn ein Autor dicke Bretter bohrt. :grin
    Aber es gibt leider manches an diesem Buch, dass ich mager finde. Dazu später mehr...


    :wave

  • Zitat

    Original von Luc
    Noch eines ist mir aufgefallen: ich verstehe auch nicht, wieso sich Blochin im Flieger, der Amelie Frau zu erkennen gibt, wenn er später doch in die Rolle seine Bruders schlüpfen will. :gruebel


    Ich schätze mal, er hat nicht damit gerechnet, dass Iljuschin sie lebend davonkommen lässt...


    Dass Meierinho alles ausplaudert finde ich auch völlig daneben, hat sich doch eben noch um einen Job bei Härter beworben! Muss ihm doch auch klar sein, dass er das vergessen kann, wenn's rauskommt!


    Und dass Vogel dann schneller vor Ort ist als Polizei und Bundewehr?!? Noch dazu hat er ja mit seinen "Alles-nix-Schlimmes"-Geschäften ja erst zu der Situation beigetragen!!! Geschieht ihm ganz recht, dass sein Schicksal offen bleibt...


    Sehr passend fand ich auch Romberg: "er war sich immer ganz sicher gewesen, dass er eines Tages gewinnen würde." :grin. Diesen ungleichen Zweikampf kann ich mir auch nur durch Blochins Verletzung und Rombergs dreißig Jahre aufgestaute Gefühle erklären. Aber wie schon bei der Seifenpfütze-Szene und auch dem ungeöffneten Fallschirm von Kusnezow darf hier auch mal der Zufall helfen...


    Die Erklärung, warum es Amelie sein musste, fand ich auch etwas hanebüchen, aber gut bei so einem "Verrückten" muss einem ja nicht alles logisch erscheinen!

    Liebe Grüße :wave


    Waldmeisterin


    Every day I give my family two choices for dinner: take it or leave it!


    Nulla unda tam profunda quam vis amoris furibunda

  • Ich grübele schon, ob ich da was überlesen oder bereits vergessen hab :grin
    Aber wie haben die Russen das alles eigentlich finanziert? Muß doch eine ungeheure Summe gekostet haben, die Waffen, die Ausrüstung und das alles. Wurde das irgendwo erwähnt? :gruebel

  • Zitat

    Original von JaneDoe
    Ich grübele schon, ob ich da was überlesen oder bereits vergessen hab :grin
    Aber wie haben die Russen das alles eigentlich finanziert? Muß doch eine ungeheure Summe gekostet haben, die Waffen, die Ausrüstung und das alles. Wurde das irgendwo erwähnt? :gruebel


    Nein, das ist auch ein Punkt, der mir nicht in den Kram paßte. Einiges wird wohl noch aus ihrer aktiven Zeit stammen, aber eben nicht alles.
    Und für die Diebstähle waren ja auch Schmiergelder nötig.

  • Na das war doch noch mal ein nicht gerade kampfarmes Ende. Es war schon spannend bis zum Schluß allerdings auch für mich mit einigen Sachen die ich etwas überzogen fand.
    Das Iljuschin sich gerade Amelie herausgesucht hat wegen der Freundin seiner Schwester die im Kindesalter ertrunken ist und in der er verliebt war finde ich seltsam.
    Meirinho hätte ich doch für schlauer gehalten. Er möchte gerne für Härter noch einmal arbeiten verrät aber alles was er mitbekommen hat über Amelie an Vogel. Vogel ist also in diesem Fall derjenige der für den Schlamassel zuständig ist wollte das schnelle Geld machen und hat sich kaufen lassen. Das er mit Pistole dann schneller auf Sylt ist als Härter mit seiner „Armee“ sei mal dahingestellt. Das er zur Strafe allerdings verletzt wird und sein Ende offen bleibt ist ok.
    Romberg gewinnt am Ende doch in dem er seinen Bruder (Blochin) besiegt auch wenn es vielleicht nur gelingt da dieser schwer verletzt ist und er eine große Wut aufgebaut hat. Zu sagen wie er aus Afrika wieder nach Deutschland kommt hätte ja gereicht aber die Arien schmettern hat auch für mich nichts von Bedeutung.
    Auch hier gehen mir manche Sprüche auf die Nerven. Ich kann mir einfach nicht vorstellen das man in einer solchen angespannte Atmosphäre wirklich Sprüche kloppt und nicht völlig unter Spannung steht auf das wichtigste beschränkt.
    Der Spruch zum Schluß „Ich bin Härter. Wolfgang Härter“ hatte für mich schon etwas wie der Schluß beim Film.

  • Zitat

    Original von Babyjane


    Nein, das ist auch ein Punkt, der mir nicht in den Kram paßte. Einiges wird wohl noch aus ihrer aktiven Zeit stammen, aber eben nicht alles.
    Und für die Diebstähle waren ja auch Schmiergelder nötig.


    Schon die ersten Seiten vergessen? Hieß der nicht Jansen, der Bestände abgezeigt hat und dem eine Million versprochen wurde und der dafür drei Fingerspitzen eines gleichschenkligen Dreiecks auf die Brust bekam ?


    Ertrag 100 % - Kosten ein paar Sekunden Konzentration

    "Sie lesen?"
    "Seit der Grundschule, aber nur, wenn's keiner sieht."


    Geoffrey Wigham in "London Calling" von Finn Tomson

  • @ Dyke
    Natürlich nicht.
    Aber es wurde sicherlich nicht alles geklaut, Anzüge, Funktechnik. Die Raketen stammen aus russischen Beständen, können also nicht von dem Diebstahl herrühren.

  • Zitat

    Original von JaneDoe
    dyke ,
    nee, nicht vergessen. Aber was ist schon eine läppische Million für so ein Vorhaben? Und wer sagt, dass die die Million wirklich hatten?


    Hey, das war doch nicht der Wert der Waffen, das war Schmiergeld für den Beschaffer.


    Und es ist doch egal, ob sie die Million hatten, denn zahlen wollten sie doch eh nicht.


    Außerdem waren sie ja reguläre Einheiten in Russland und konnten die dortigen Ressourcen als Elite-Einheit problemlos nutzen.
    Und das solch eine Truppe während der Einsätze in der Vergangenheit nicht das ein oder andere auf die Seite geschafft hat, bzw. wahrscheinlich das ein oder andere Verbrechen zur Geldbeschaffung durchgeführt hat, muss doch nicht im Detail erklärt werden.


    Die einzigen erkennbaren echten Kosten sind das Lagerhaus und für den Aufenthalt während der Vorbereitung in Deutschland.

    "Sie lesen?"
    "Seit der Grundschule, aber nur, wenn's keiner sieht."


    Geoffrey Wigham in "London Calling" von Finn Tomson

  • Amelie schafft es, durch ihre SIM-Karte geortet zu werden (was für ein Zufall, daß im Haus gerade ein Handy herumlag, daß auch noch aufgeladen war....). Der großen Katastrophe entgeht München, der "letzte Gruß" wird von Stefan verhindert. Und Karl findet das Haus, in dem sich sein Bruder erholen will - und tötet ihn. Hoffentlich behält er jetzt auch seine Diamanten und macht sich damit ein schönes Leben! Die letzten Worte des Buches lassen auf eine Fortsetzung schließen: Ich bin Härter. Wolfgang Härter.
    Also doch ein James-Bond, Indianer Jones Verschnitt! :rofl
    Ich schwanke für dieses Buch zwischen 7-8 Punkten...



    Zitat

    Original von Waldmeisterin
    Dass Meierinho alles ausplaudert finde ich auch völlig daneben, hat sich doch eben noch um einen Job bei Härter beworben! Muss ihm doch auch klar sein, dass er das vergessen kann, wenn's rauskommt!


    Und dass Vogel dann schneller vor Ort ist als Polizei und Bundewehr?!? Noch dazu hat er ja mit seinen "Alles-nix-Schlimmes"-Geschäften ja erst zu der Situation beigetragen!!! Geschieht ihm ganz recht, dass sein Schicksal offen bleibt...


    Das Stefan Meier alles ausplaudert, konnte ich auch nicht verstehen! Und dann ist Werner auch noch als erster bei Amelie? Sehr unwahrscheinlich! Und dann die geschenkte Schusswaffe von Malow...

  • @ Dyke
    Und die bereits erstellte Legende bei dem ein oder anderen, samt bereits gekauftem Rückzugsort nicht zu vergessen. Fahrzeuge. Das Material um glaubwürdig eine Bauarbeiterbrigade darzustellen, die Möglichkeit die Kühllaster zu mieten und die Fahrer zu bezahlen. (diese Bezahlung hat ja stattgefunden.)

  • Schon klar, das war das Schmiergeld.
    Selbst wenn sie das eine oder andere zur Seite geschafft haben, passt das immer noch nicht. Wie schafft man einen Riesenhubschrauber, der 30 Mann transportieren kann, zur Seite (selbst wenn er zerlegt ist)?
    Sie hatten die allerneueste Technologie, die muss Unsummen gekostet haben. Wenn sie das alles geklaut hätten, wäre es sicher irgendwann man aufgefallen. Und das Zeug muss ja irgendwo gelagert worden sein. Kostet auch. Was da alleine an Schmier- nd Schweigegeldern insgesamt schon zusammen gekommen sein muss, möchte ich nicht wissen.


    Und als russischer Soldat haben sie sicher keine Reichtümer anhäufen können.

  • Ihr seid aber jetzt auch pingelig :grin! Das ist ein Action-Roman, der in doch sicher in erster Linie unterhalten soll bzw. will. Wenn ich mir so im nachhinein die anderen Romane dieses Genres in Gedächtnis rufe, die ich gelesen habe, kann ich mich jetzt nicht erinnern, dass die vor absoluter Logik und intelligenten Dialogen nur so strotzen. Oder hab ich da die falschen Bücher gelesen ;-)!

  • Wir unterhalten uns doch gerade :lache


    Edit: Nein, im Ernst. An vielen Stellen des Romans wird detailliertest geschildert und beschrieben. Klar muss bei einem Actionroman nicht alles der Realität entsprechen, aber ohne die Kohle hätte das alles gar nicht stattfinden können. Da möchte ich schon wissen, wo sie herkam.

  • @ Limos
    Du hast die falschen Bücher gelesen.


    Die Frage ist, mit welcher Erwartungshaltung man an das Buch herangeht. Erwartet man lediglich seichtspannende Unterhaltung, wird man zufrieden sein. Erwartet man einen gut recherchierten, intelligenten und stimmigen Thriller, sollte man eher zu Meade oder Silva greifen!
    Buch, Vita des Autors und Klappentext suggerieren einen gehobenen Anspruch, der leider auf niedrigem Niveau schrecklich absäuft!

  • Vielleicht wollte der Autor von seinen intellektuellen Höhen herabsteigen und einen Thriller für die einfacher gestrickte breite Masse schreiben - hat dabei möglicherweise etwas überzogen. Aber ich bleibe bei meiner Meinung, dass sich das Buch in erster Linie an Männer richtet und die legen meist (Ausnahmen bestätigen die Regel) keine so hohen Ansprüche an Schreibstil und Recherche. Hauptsache die Spannung stimmt.


    Das konnte ich gerade wieder feststellen bei "Mefisto" von Montanari. "Meine Männer" fanden es bei weitem nicht so schlecht wie ich. Und intellektuell stehen sie ganz bestimmt nicht tiefer als ich.


    Von Meade habe ich noch nichts gelesen, Silva schon. Ist aber eine Weile her und die Erinnerung nicht mehr so präsent.