4 CDs
287 Minuten
gekürzte Lesung
Sprecher: Johannes Steck
Hörprobe beim Verlag *klick*
Zum Inhalt
Roger Brown genießt als Headhunter in Wirtschaftskreisen einen exzellenten Ruf. Was niemand weiß: Er raubt seine Klienten aus, bringt sie um ihre Kunstwerke. Auf einer Vernissage lernt er den Holländer Greve kennen, der ihm die perfekte Besetzung für den Geschäftsführerposten eines GPS-Unternehmens zu sein scheint. Als Brown erfährt, dass Greve einen lange verloren geglaubten Rubens besitzt, stiehlt er das wertvolle Gemälde. Eine gnadenlose Verfolgungsjagd beginnt.
Zum Autor
Jo Nesbø, 1960 geboren, ist Ökonom, Schriftsteller und Musiker. Seine Krimiserie um Kommissar Harry Hole wird in über dreißig Sprachen übersetzt und ist auch international längst ein Bestseller. Jo Nesbø lebt in Oslo.
Zum Sprecher (alle Infos von der Verlagsseite)
Johannes Steck, 1966 in Würzburg geboren, absolvierte die Schauspielschule Wien. Neben zahlreichen Engagements an verschiedenen Theatern ist er dem breiten Publikum vor allem als Fernsehschauspieler bekannt. In den letzten Jahren widmete sich Johannes Steck vorwiegend seiner Sprechertätigkeit im Hörbuch; die Virtuosität seiner Stimme macht ihn bis heute zu einem der bekanntesten deutschen Sprecher.
Meine Meinung
Bei seinem neusten Buch "Headhunter" stellt Jo Nesbo nicht den gut bekannten Harry Hole in den Mittelpunkt, sondern den knallharten und sehr von sich selbst überzeugten Headhunter Roger Brown. Mit diesem Roger Brown hat er eine sehr interessante Figur geschaffen, mit der ich mitgefiebert habe, obwohl Roger nicht gerade ein Sympathieträger ist.
Ständig in Geldnot kann Roger Brown der Versuchung nicht widerstehen, dem gerade kennengelernten Clas Greve ein wertvolles Gemälde von Rubens zu stehlen. Womit er nicht gerechnet hat, ist dessen Gegenwehr, denn Greve war bei einer militärischen Eliteeinheit... so beginnt ein Katz- und Mausspiel auf Leben und Tod, in dem auch modernste Technik eine Rolle spielt.
Ein wenig erinnert die Handlung an James Bond, so rasant geht es und so hart an der Grenze der Glaubwürdigkeit ist die Handlung manchmal. Das tat dem Hörvergnügen jedoch keinen Abbruch, denn am liebsten hätte ich ohne Unterbrechung bis zum überzeugenden Ende durchgehört. Einige Stellen zum Schmunzeln sind auch dabei, die in der geplanten Verfilmung hoffentlich nicht gestrichen werden. Der Aufbau ist so geschickt konstruiert, dass man bis zum Ende gefesselt auf die Auflösung wartet, die mit einer überraschenden Wendung verbunden ist.
Die Figuren sind gut gezeichnet und dank Johannes Stecks einfühlsamer Lesung hatte ich das Gefühl Roger Brown selbst zuzuhören.
Fazit:
Ein spannender Thriller, der durch markante Hauptfiguren und eine ungewöhnliche, aberwitzige Verfolgungsjagd glänzt.